Optimale Finanzplanung in der Krise

Von Peter Seemann und Jens Braun
 
Seit dem Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise in 2008 fielen – neben Investmentbanken – auch viele weitere Unternehmen aus verschiedensten Wirtschaftsbereichen der zunehmenden Kreditklemme zum Opfer. Auch der lange als grundsolide bekannte Mittelstand kämpft mittlerweile an zwei Fronten gleichzeitig: Neben Umsatzeinbußen und damit einer verschlechterten Ertragslage sehen sich viele mittelständische Unternehmen mit einer zunehmend restriktiveren Kreditvergabebereitschaft konfrontiert. Banken, Kreditgeber und Investoren reagieren mit ihrer Zurückhaltung jedoch lediglich auf die unsicheren Zukunftsaussichten und fordern vor der Kreditgewährung oder Einbringung von zusätzlichem Kapital umfassende Nachweise, die eine Risikoabschätzung des Engagements ermöglichen. Vielfach sind gerade die mittelständischen Unternehmen derzeit nicht in der Lage, die wachsenden Anforderungen zu erfüllen, da die Bewältigung der operativ schwierigen Phase in allen Unternehmensbereichen umfassende Ressourcen bindet. Dies führt zu einer Zuspitzung der Krisensituation, wodurch sich aufgrund der Verschlechterung der Liquiditätssituation auch die Insolvenzgefahr erhöht. Aktuelle Studien gehen davon aus, dass die Unternehmensinsolvenzen in 2009 die Rekordanzahl des Jahres 2003 erreichen könnten.

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