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Anforderungen an ein zukunftsgerechtes Steuerrecht
Die Steuerpolitik aus Sicht von Unternehmensinhabern

Die Steuerpolitik hat erhebliche Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg von Familienunternehmen. Dabei befinden sich die Forderung der Unternehmer nach einer größtmöglichen Zurückhaltung bei staatlichen Eingriffen und der Wunsch, durch detaillierte Regelungen möglichst allen Steuerzahlern gerecht zu werden, in einem ständigen Spannungsverhältnis.  

Die Versuche, diesen gordischen Knoten zu durchschlagen, sind bislang gescheitert. Den Ankündigungen der Parteien vor der Bundestagswahl, das Steuerrecht zu vereinfachen und Bürokratie abzubauen, folgte in der Regel ein weiterer Zuwachs an Steuergesetzen, begleitet von einer Rechtsprechung auf nationaler wie auch europäischer Ebene, die es nahezu unmöglich macht, heute mit Sicherheit die Steuerbelastung von morgen zu ermessen. Das neue Erbschaftsteuerrecht ist ein Musterbeispiel dafür, wie sich guter Wille in einem steuerrechtlichen Dschungel heillos verheddern kann. 

Der Unternehmer von heute kann nur versuchen, bestmöglich zu planen und vorauszuschauen und muss sich doch gegen viele Unwägbarkeiten absichern. Umso bewundernswerter ist es, mit wie viel Mut und Ausdauer deutsche Familienunternehmen den Widrigkeiten der steuerrechtlichen Rahmenbedingungen trotzen, erfolgreich innovative Produkte entwickeln und neue Märkte im In- und Ausland erschließen. 

Auch bei der diesjährigen Bundestagswahl steht die Suche nach einem gerechten Steuersystem im Mittelpunkt. Die Anforderungen inhabergeführter Unternehmen an die Steuerpolitik müssen dabei eine herausragende Rolle spielen. Denn sie sind es, die den wesentlichen Beitrag für Wohlstand und Beschäftigung in Deutschland erbringen. 

Vor diesem Hintergrund haben wir im August führende Familiengesellschaften zu ihren Anforderungen an eine zukünftige Unternehmensbesteuerung befragt. Die Ergebnisse lassen aufhorchen. Die Unternehmer äußern sehr differenzierte Ansprüche. Die steuerpolitische Bilanz der Großen Koalition wird sehr kritisch bewertet. Die Befragung zeigt eine wachsende Entfremdung zwischen dem Steuer-Gesetzgeber und den Familienunternehmern auf. 

Diese Kluft gilt es in der kommenden Legislaturperiode zu schließen. Die vorliegende Studie zeigt auf, welche Anforderungen führende Familienunternehmen an das Steuersystem stellen. Rödl & Partner möchte damit einen repräsentativen Beitrag zur Entwicklung einer zukunftsgerechten Unternehmensbesteuerung in Deutschland leisten. 

Wir danken allen, die durch ihre Teilnahme an unserer Umfrage diese Studie ermöglicht haben. Wir hoffen, dass wir damit ein Signal für ein Umdenken in der Steuergesetzgebung setzen können. 

Dr. Christian Rödl
Dr. Bernd Rödl  

Gerne können Sie kostenlos unsere aktuelle Studie "Familienunternehmen gerechter besteuern" anfordern bei:

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