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Die vorliegende Studie zeigt ein tief sitzendes Missfallen der führenden Familienunternehmen in Deutschland über die Steuerpolitik der Großen Koalition. Das im Koalitionsvertrag vereinbarte Ziel, das Steuerrecht zu vereinfachen und Bürokratie systematisch abzubauen, wurde verfehlt; im Gegenteil, das Steuerrecht ist komplizierter geworden und wird nach wie vor als kaum planbar empfunden. Im Gegensatz zur breiten Debatte über die Höhe der Steuersätze fordern die Unternehmen in allererster Linie ein Ende des komplexen Steuersystems und mehr Planungssicherheit für unternehmerische Entscheidungen.

Die Ergebnisse dieser Befragung sollten ein Warnsignal für die zukünftige Entwicklung sein. Denn aus der Enttäuschung über die Steuerpolitik der vergangenen Legislaturperiode wird eine merkliche Entfremdung der Unternehmen von den politischen Entscheidungsträgern spürbar. In Verbindung mit dem aus der Sicht der Inhaber gesunkenen Ansehen unternehmerischer Leistungen in der Öffentlichkeit ergibt sich die Forderung, nicht nur wirksame Reformen des Steuersystems einzuleiten, sondern auch die grundsätzliche Wertschätzung der Unternehmen und deren Bedeutung für Wohlstand und Beschäftigung wieder stärker ins Licht der Öffentlichkeit zu tragen.