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Steuererhöhung
» Frage an die Unternehmensinhaber: Welche Konsequenzen würden Sie in Erwägung ziehen, wenn der Höchstsatz der Einkommensteuer um drei Prozentpunkte angehoben würde? (Mehrfachnennungen möglich)
Angesichts der dramatischen Situation der öffentlichen Haushalte werden Steuererhöhungen nach der Bundestagswahl von den meisten Beobachtern nicht ausgeschlossen. Fraglich ist, wie die Unternehmer darauf reagieren würden. Dabei zeigt sich jedoch – wie schon bereits im vorherigen Ergebnis zu beobachten –, dass für einen überwiegenden Teil der befragten Unternehmen Verlagerungen aus steuerlichen Gründen keine Option sind.
Lediglich mit Blick auf das Privatvermögen würden 39 Prozent legale Gestaltungsmöglichkeiten ausnutzen, so dass die Erträge weitestgehend im Ausland versteuert werden. 30 Prozent sehen das Steuerrecht als Teil des wirtschaftlichen Umfelds an, in dessen Rahmen sich ein Unternehmer zu bewegen und zu bewähren hat. Nur gerade 1/5 der Unternehmen erwägt im Falle einer Steuererhöhung den Aufbau von Unternehmensfunktionen mit hoher Wertschöpfung (z.B. Produktion, Forschung und
Entwicklung) künftig schwerpunktmäßig im Ausland. Mit anderen Worten: Die reine Höhe der Steuersätze bewirkt bei vielen Unternehmen keine direkten Impulse.
In Bezug auf die Wahlversprechen von Union und FDP, nach der Bundestagswahl die Steuern nicht zu erhöhen, sondern mittelfristig Steuersenkungen zu prüfen, hegt ein überwiegender Teil der befragten Unternehmen erhebliche Zweifel. 70 Prozent der Unternehmen erwarten, dass die Union tendenziell die Steuern erhöhen wird. Bei der Bewertung der FDP liegen diejenigen, die auch im Falle einer Regierungsbeteiligung der Liberalen von einer Steuererhöhung ausgehen (42 Prozent), mit denjenigen, die glauben, die FDP würde tendenziell eine Steuererhöhung verhindern (37 Prozent), knapp gleichauf.








