Kontakt
Wolfgang Kraus

Diplom-Kaufmann, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater
Geschäftsführender Partner
Tel.: +49 (9 11) 91 93-33 33
E-Mail

Dr. Daniel Mitulla

Tel.: +49 (911) 597 96 - 211
E-Mail

Studie zur Entwicklung von Eigenkapitalquote und Liquidität in Krisenzeiten

Die deutschen Familienunternehmen verfügen über eine außergewöhnlich große Finanzkraft. Auch nach der Finanz- und Wirtschaftskrise stehen sie finanziell und wirtschaftlich besser da, als der Gesamtdurchschnitt der Unternehmen in Deutschland. Dies zeigt eine exklusive Untersuchung der 500 umsatzstärksten deutschen Familienunternehmen der Wirtschaftsauskunftei Bürgel und der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Rödl & Partner.

Bei den wichtigsten Erfolgskennzahlen Eigenkapitalquote, Gesamtkapitalrendite und Liquiditätskennzahl stehen Familienunternehmen gegenüber der Gesamtwirtschaft und den Unternehmen des Euro Stoxx 50 überdurchschnittlich gut da. Im Betrachtungszeitraum 2007-2010 konnten die 500 umsatzstärksten Familienunternehmen ihre bereits auskömmliche Eigenkapitalquote um ca. 8 Prozentpunkte im Mittel auf 53,7 Prozent steigern. Selbst in den Krisenjahren 2008 und 2009 konnten sie ihre Eigenkapitalquote weiter erhöhen.

Die Familienunternehmen strotzen trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise vor Kraft. Auf der Basis hoher Liquiditätsreserven können die Unternehmen das strategische Wachstum vorantreiben. Im Vergleich mit den Euro Stoxx 50-Unternehmen erwirtschafteten Familienfirmen in den Jahren 2007 bis 2010 eine überdurchschnittlich hohe Gesamtkapitalrendite. Während der Finanzkrise sank der Wert allerdings unter den Durchschnitt der Gesamtwirtschaft von 5,8 Prozent im Jahr 2009 und 6,6 Prozent im Jahr 2008.

Obwohl das Zinsniveau von 2007 bis 2010 jährlich sank, haben sich die meisten der untersuchten Familienunternehmen vor allem über ihr operatives Geschäft refinanziert. Insbesondere im Geschäftsjahr 2010 konnten sie ihre Fremdkapitalquote verringern. Zwar hat die Finanz- und Wirtschaftskrise ihre Spuren hinterlassen. Die Liquiditätskennzahl der umsatzstärksten Familienunternehmen sank 2010 gegenüber dem Vorjahr allerdings nur marginal von 3,9 auf 3,7.  

Im Jahr 2010 stieg der Anteil der von externen Finanzierungen besonders unabhängigen familiengeführten Unternehmen gegenüber dem Vorjahr auf 57,8 Prozent. Dieser Wert lag nur knapp über dem Vorkrisenniveau von 2007 (57,6 Prozent) und ist auf sinkende Fremdkapitalquoten und damit geringe Nettoverbindlichkeiten zurückzuführen. Mit hohen Liquiditätskennzahlen gegenüber der Gesamtwirtschaft punkten vor allem erfolgreiche Familienunternehmen im Baugewerbe, in der Industrie und im Handel.

Für die Studie wurden die Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen der 500 umsatzstärksten Familienunternehmen in Deutschland hinsichtlich der finanziellen Erfolgskennzahlen Eigenkapitalquote, Gesamtkapitalrendite und Liquiditätskennzahl ausgewertet. Die Werte haben Bürgel und Rödl & Partner mit einer repräsentativen Stichprobe von 0,5 Millionen Unternehmen aus der Bürgel-Datenbank sowie Unternehmen des Euro Stoxx 50 verglichen.

Studie anfordern

Sie können die Studie "Finanzkraft von Familienunternehmen" gerne kostenfrei anfordern bei:

Rödl Consulting AG
Frau Christina Hummel
Erlenstegenstraße 10
90491 Nürnberg
Tel.: +49 (911) 597 96-126
E-Mail: christina.hummel‎@‎roedl.de