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Eschborn/Frankfurt am Main, 1.08.2011: Der Geschäftsbetrieb von MCS International GmbH mit Sitz in Dinslaken wurde vier Monate nach Insolvenzantragstellung im Rahmen einer übertragenden Sanierung an ein kanadisch-iranisches Investorenkonsortium veräußert. Das Traditionsunternehmen wird mit 89 Mitarbeitern in Dinslaken durch die neuen Eigentümer fortgeführt.

Am 28. Juli 2011 stimmte die Gläubigerversammlung dem Verkauf zu. „Wir haben in einem geordneten Verkaufsprozess einen Investor mit strategischem, langfristigen Interesse an der Produktion in Dinslaken gefunden“, erklärt der Insolvenzverwalter Bernd Depping. „Mit dem Verkauf der Vermögenswerte haben wir ein gutes Ergebnis für die Gläubiger erzielt und einen Großteil der Arbeitsplätze gesichert.“

Ende April 2011 beauftragte der Insolvenzverwalter Rödl & Partner damit, das Unternehmen im Rahmen eines strukturierten M&A-Prozesses zu verkaufen. Im Rahmen einer weltweiten Investorensuche hat das Distressed M&A-Team von Rödl & Partner geeignete strategische Investoren und spezialisierte Finanzinvestoren aktiv angesprochen und die Übernahmemöglichkeit vorgestellt. Das kanadisch-iranische Investorenkonsortium konnte sich im Bieterverfahren gegenüber einem anderen strategischen Investor aus dem Ausland durchsetzen.

Hervorgegangen aus dem Mannesmann-Konzern ist MCS International auf die Entwicklung und Herstellung von nahtlosen Druckbehältern und Gasflaschen für eine Vielzahl von Anwendungsgebieten spezialisiert. Die breite und internationale Kundenbasis umfasst namhafte Kunden u.a. aus der Automobil- und Industriegasindustrie. Im Werk Dinslaken werden Stahlflaschen, Stahlbehälter sowie Composite Behälter mit Raumhinhalten von 4 bis 3.500 l unter einem Dach gefertigt. Vor dem Hintergrund von Absatz- und Ertragsschwierigkeiten musste MCS International am 31. März 2011 wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen. Das Amtsgericht Essen hatte zum 16. Juni 2011 das Insolvenzverfahren eröffnet und Bernd Depping zum Insolvenzverwalter bestellt.

dnp DEPPING ist ein erfahrenes Team von Juristen und Ökonomen, das sich auf die Sanierung, Restrukturierung und die gerichtlich veranlasste Verwaltung von Unternehmen in Krisensituationen spezialisiert hat. In der Insolvenzverwaltung hat sich dnp DEPPING auf die Bereiche Sanierungsfähigkeitsprüfung und Insolvenzplan-Erstellung, Fortführung des Unternehmens in der Insolvenz und ggf. anschließende übertragende Sanierung spezialisiert. Bestellende Gerichte sind u.a. die Insolvenzgerichte in Arnsberg, Bielefeld, Bochum, Detmold, Dresden, Essen, Köln, Leipzig, Mönchengladbach, Münster und Wuppertal.

Berater dnp DEPPING (www.dnp.de)

Rödl & Partner, Eschborn
Henning Graw, Leiter Distressed M&A (Federführung)
Erol Kaynak, Distressed M&A