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Wirtschaftsprüfer brauchen fairen Wettbewerb / Rödl & Partner fordert echte Reformen der EU im Interesse von Familienunternehmen
» Rödl & Partner vertritt heute in Brüssel die Interessen der deutschen Wirtschaft
» Thesenpapier für eine europäisch geprägte Corporate Governance vorgelegt
» Gegen Wettbewerbsverzerrung im europäischen Prüfungsmarkt
Brüssel/Nürnberg, 9.02.2011: Bei der heute beginnenden Konferenz zum EU-Grünbuch Abschlussprüfung in Brüssel wird Rödl & Partner vehement für einen fairen Wettbewerb im europäischen Prüfungsmarkt eintreten. Rödl & Partner fordert von der Europäischen Kommission, den Markt der Wirtschaftsprüfung konsequent zu reformieren. Dabei müssen die Interessen international tätiger Familienunternehmen in den Mittelpunkt gerückt und eine Überregulierung vermieden werden.
„Als international tätige, unabhängige Beratungs- und Prüfungsgesellschaft fordern wir die Europäische Kommission auf, die Regeln der freien Marktwirtschaft im Bereich der Wirtschaftsprüfung durchzusetzen“, betont der Gründer und Seniorpartner von Rödl & Partner, Dr. Bernd Rödl. „Die Wettbewerbsverzerrung im Prüfungsmarkt ist untragbar. Daher ist das Grünbuch zur Abschlussprüfung überfällig. Aber wir brauchen nicht mehr Regulierung, sondern einen freien Wettbewerb im Interesse aller europäischer Unternehmen.“
Die Kernforderungen von Rödl & Partner lauten:
» Freie und faire Wettbewerbsbedingungen für alle Wirtschaftsprüfer in Europa
» Stärkung des Berufsbilds und des Ethos des Wirtschaftsprüfers als freier Beruf
» Einführung des Joint Audit für kapitalmarktorientierte Unternehmen zur Erhöhung der Unabhängigkeit der Wirtschaftsprüfer und zur Verbesserung der Prüfungsqualität
» Einführung eines europaweit einheitlichen Gebührenrahmens für Jahresabschlussprüfungen zur Beseitigung von Wettbewerbsverzerrungen
» Einsatz für eine integrierte Prüfung und Beratung als Voraussetzung für die erfolgreiche Begleitung inhabergeführter Unternehmen
» Ausweitung des Prüfungsmandats auf die Untersuchung und Bewertung zukunftsorientierter Informationen zur Erhöhung der Glaubwürdigkeit des Prüfungsurteils
» Einführung eines „Europäischen Passes für Jahresabschlussprüfer“ zur Erleichterung der grenzüberschreitenden Tätigkeit der Wirtschaftsprüfer in Europa
» Beseitigung sogenannter „Big Four Only“-Klauseln aus Kredit und Investorenverträgen
» Beachtung der Interessen von Familienunternehmen bei Reform des Rechnungswesens
„Rödl & Partner ist die einzige weltweit agierende, konzernunabhängige Beratungs- und Prüfungsgesellschaft mit Hauptsitz in Deutschland. Wir kennen die Anforderungen an eine weltweite Jahresabschlussprüfung internationaler Konzerne aus der täglichen Praxis“, erklärt Dr. Peter Bömelburg, als Geschäftsführender Partner für die Wirtschaftsprüfung von Rödl & Partner verantwortlich. „Die Rahmenbedingungen für die internationale Jahresabschlussprüfung dürfen sich nicht nur an angelsächsischen Modellen orientieren. Wir brauchen ein europäisches Modell der Corporate Governance, dass auch die Interessen des Mittelstands und der Familienunternehmen berücksichtigt. Hier sollte die Verantwortung des Wirtschaftsprüfers als Freiberufler im Vordergrund stehen, nicht nur anonyme Checklisten.“
Aus der Sicht von Rödl & Partner muss die Europäische Kommission bei der Reform des Prüfungsmarktes zwingend die Interessen mittelständischer Unternehmen und Familiengesellschaften beachten. Sie prägen insbesondere die deutsche Wirtschaft und sind häufig weltweit mit Produkten und Tochtergesellschaften präsent, ohne notwendig kapitalmarkt-orientiert zu sein.
„Die Interessen deutscher Familienunternehmen sind eng mit dem bewährten Verständnis des Wirtschaftsprüfers als Freiberufler verbunden, der strengen ethischen Grundsätzen unterworfen ist. Er kann als unabhängiger, langjährig vertrauter Beratungspartner des Unternehmers auf Augenhöhe Rat erteilen“, so Dr. Marcus Felsner, Geschäftsführender Partner von Rödl & Partner. „Wir dürfen nicht zulassen, dass durch die unkritische Übernahme von Prüfungsanforderungen aus der angelsächsischen Praxis die Bürokratie der Prüfungsdokumentation zulasten persönlicher Beratung aufgebläht wird. Diese Entwicklung ist nicht im Interesse der deutschen Wirtschaft.“
Das Positionspapier von Rödl & Partner zur Zukunft der Abschlussprüfung in der Europäischen Union können Sie hier herunterladen.








