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Deutschland unterschreibt Freihandelsabkommen zwischen der EU, Kolumbien und Peru

​Am 1. Juni 2012 hat Deutschland das Freihandelsabkommen zwischen der EU, Peru und Kolumbien unterzeichnet. Die Zustimmung des Europäischen Parlaments wird im Hebst erwartet. Das Abkommen soll noch in diesem Jahr in Kraft treten.

Ziel des Abkommens ist die Förderung bzw. Erweiterung der Handelsbeziehungen zwischen den EU-Ländern und den beiden Andenländern. Im Vordergrund steht die Öffnung der Märkte unter anderem für Waren, Dienstleistungen, Investitionen und das öffentliche Beschaffungswesen. Das Abkommen sieht vor allem eine vollständige Liberalisierung des Handels mit Industriegütern und Landwirtschaftserzeugnissen vor. Ebenfalls sind Themen wie Umweltschutz, Schutz des geistigen Eigentums, der Investitionen und des Wettbewerbs erfasst.

Kolumbien ist einer der wichtigsten Abnehmer deutscher Maschinen und Anlagen, chemischer Erzeugnisse und Fahrzeuge sowie ein wichtiger Handelspartner innerhalb der Region. Nach Angabe des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie war Deutschland im Jahr 2010 mit 4,1 Prozent das größte europäische Lieferland und stand damit auf Platz 5 der kolumbianischen Importstatistik. Dem Ministerium zufolge beliefen sich die deutschen Ausfuhren nach Kolumbien im Jahr 2011 auf 1.286 Millionen Euro. Zudem betrugen die deutschen Direktinvestitionen im gleichen Zeitraum 1.038 Millionen Euro. So hat der Standort Kolumbien für deutsche klein- und mittelständische Unternehmen in den vergangenen Jahren erheblich an Attraktivität gewonnen.

Peru ist das wirtschaftlich aufstrebendste Andenland innerhalb der Region. Das Land erzielte im Jahr 2011 ein solides und stabiles Wirtschaftswachstum von 6,9 Prozent, was ein günstiges Umfeld für Auslandsinvestitionen verspricht. Nach Angabe von Germany Trade and Invest (gtai) stiegen ebenfalls im gleichen Jahr die deutschen Ausfuhren nach Peru um 25 Prozent und kletterten auf einen Gesamtwert von 777 Millionen Euro. Zudem erwartet das Land für dieses Jahr ein Wachstum von voraussichtlich 5,5 Prozent. Demzufolge wird Peru den Wachstumsspitzenwert Lateinamerikas erreichen.

Für die deutschen klein- und mittelständischen Unternehmen bedeutet die Umsetzung des Abkommens einen zollfreien Zugang zum kolumbianischen und peruanischen Markt. Dadurch werden sich die Absatzchancen für deutsche Exportprodukte deutlich verbessern. Zulieferungen an die Industrie, aber auch an den Bergbau und an die Bauwirtschaft sowie Investitionen in den Energiesektor werden deutlich steigen und zu einer Intensivierung der Handelsbeziehung zwischen der EU und diesen beiden Ländern führen.

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Mariangela Zerpa Dreyer

M.A. Economics and Business

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