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Ukraine: IWF zahlt die nächste Kredittranche

veröffentlicht am 18. April 2016
 
​Der Internationale Währungsfond (IWF) hat der Auszahlung der nächsten, vierten Kredittranche an die Ukraine in Höhe von einer Milliarde Dollar zugestimmt. Somit wurden 8,38 Milliarden Dollar des zugesagten 17,5 Milliarden-Dollar-Pakets bereits ausgezahlt.
 

  
Die Bewilligung der Auszahlung der nächsten Kredittranche ist positiv zu bewerten. Es ist eine Anerkennung der Durchführung von Reformen in der Ukraine und der Erholung der ukrainischen Wirtschaft. Die ukrainische Regierung bemüht sich kontinuierlich, die Bedingungen des IWF zu erfüllen. So wird der Kampf gegen Korruption fortgesetzt, die Reformen im Energie- und Banksektor durchgeführt sowie die Maßnahmen für die Stärkung der Nationalwährung Hrywnja getroffen. Seit Mitte 2015 ist die Hrywnja stabil, die Inflation sinkt.
 
Für die Bewilligung der Auszahlung der nächsten Tranche muss die Ukraine die Rentenreform durchführen und das Rentenalter erhöhen (z.Z. 55 Jahre für Frauen, 60 Jahre für Männer). Der Privatisierungsprozess soll beschleunigt werden und die Korruption soll weiterhin bekämpft werden. 
 
Mit der Auszahlung der vierten Kredittranche sollen die Reserven der Ukrainischen Nationalbank gestärkt werden, was wiederrum eine weitere Stabilisierung der Nationalwährung ermöglichen soll.
 
In 2016 ist die ukrainische Wirtschaft um 1,6 Prozent gewachsen. In 2017 wird ein Zuwachs um weitere 2 Prozent erwartet – in den kommenden Jahren um 3,5 bis 4 Prozent. Die Ukraine ist jedoch weiterhin auf die finanzielle Hilfe des IWF angewiesen, um ihre Schulden zu begleichen. Sie hofft daher auf eine andauernde Zusammenarbeit mit dem IWF und ist bestrebt, alle Bedingungen zu erfüllen. Die Ukraine will dadurch die eigene Wirtschaft stärken und das Vertrauen der internationalen Investoren zurückgewinnen.

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Dr. Beata Pankowska-Lier

Rechtsanwältin

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