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Verkehr
ÖPNV sorgt für Bewegung. Er bringt nicht nur täglich rund 25 Millionen Fahrgäste an ihren Arbeitsplatz, zum Einkauf oder zu ihren Freizeitaktivitäten. Er ist auch selbst in Bewegung. Die Liberalisierung des ÖPNV-Marktes sorgt für Veränderungen bei Verkehrsunternehmen und Aufgabenträgern.
Angesichts der tiefgreifenden marktlichen, finanziellen und ordnungspolitischen Veränderungen auf dem ÖPNV-Markt ist es für alle Marktteilnehmer wie Verkehrsunternehmen, Aufgabenträger oder Servicegesellschaften eine strategische Notwendigkeit, ihren Handlungsspielraum auszubauen und sich strukturell und prozessual anzupassen.
Wir bringen den ÖPNV in Fahrt
Wir haben dazu sechs Produktbereiche für Sie definiert, deren systematische Gestaltung einen wesentlichen Beitrag für den zukünftigen Erfolg leistet:
Vergaberechts- und Vertragsberatung
Die Wahl des besten Verfahrens zur Vergabe von Verkehrsdienstleistungen und deren etwaige öffentliche Co-Finanzierung ist ein zentraler Aspekt im sich wandelnden Ordnungsrahmen. Erfahrungsgemäß stehen hierbei Aspekte der Rechtsicherheit im Vordergrund, wie etwa Fragen des Verkehrsgewerbe-, Vergabe- und Beihilferechts aber auch des Wettbewerbs- und Kartellrechts sowie der landesrechtlichen Regelungen. Die komplexen Fragestellungen und Prüftatbestände werden zudem durch rechtliche Unschärfen im Ordnungsrahmen verstärkt. Aber nicht nur rechtliche Aspekte gibt es zu beachten, auch ökonomische und verkehrliche spielen bei der Entscheidung für ein geeignetes Vergabemodell eine entscheidende Rolle.
Im Fall von Vergabeverfahren ist die Argumentation, wie Wettbewerb im ÖPNV zu gestalten sei, häufig paradox. Es wird ein Qualitäts- statt eines Kostenwettbewerbs gefordert, zugleich neigen Besteller zu einer detaillierten Vorgabe von Qualitätsstandards. Gerade dies lässt aber nur noch einen Preis- bzw. Kostenwettbewerb zu. Die Lösung liegt indes in der Gestaltung von anreizorientierten Verkehrbedienungsverträgen mit funktional beschriebener Zieldefinition.
Wir empfehlen Aufgabenträgern, sich frühzeitig mit den verschiedenen Vergabemodellen zu befassen, um maßgeschneiderte Lösungen vor Ort zu entwickeln. Unternehmen sollten sich mit den strategischen und inhaltlichen Möglichkeiten im Wettbewerb auseinandersetzen. Dies gelingt am besten in enger, dauerhafter und auf Vertrauen basierender Zusammenarbeit mit qualifizierten Juristen und Ökonomen.
Unsere Schwerpunkte
- Vergabeverfahren
- Konzessionsangelegenheiten
- Verkehrsbedienungsverträge
Strategische Partnerschaften
Der bislang statische Charakter des nationalen Nahverkehrsmarkts verändert sich. Dies zeigt auch die Anbieterstruktur und die immer komplexer werdenden Beteiligungsverhältnisse, insbesondere bei internationalen Verkehrskonzernen. Kennzeichen dieser Entwicklung sind Privatisierungen, der Markteintritt internationaler Akteure und die Expansion nationaler Anbieter. Die Bildung neuer, effizienter Unternehmen durch Fusionen und Kooperationen ist eine Option zur Erreichung überregionaler Wachstumsziele. Insbesondere für große und mittelständische Unternehmen des straßengebundenen ÖPNV bieten sich gute Chancen im neuen Marktumfeld.
Die Suche nach neuen Partnern setzt eine umfassende Markt- und Akteursanalyse voraus. Stärken und Schwächen der Unternehmen bedürfen einer ökonomischen und verkehrlichen Bestandsaufnahme. Die Ergebnisse sind an den strategischen Unternehmenszielen zu spiegeln und zu bewerten. Der richtigen, ökonomisch fundierten, haftungs- und steuerrechtlich geprüften Vertragsgestaltung kommt bei Kooperations-, Konsortial- und Beteiligungsverträgen große Bedeutung zu. Fehler in der vertraglichen Umsetzung können unternehmerisch richtige Entscheidungen zunichte machen.Wir empfehlen eine frühzeitige Chancen-Risikobetrachtung im Heimatmarkt und den Zielmärkten. Erfahrungen zeigen, dass die Schaffung von Unternehmenspartnerschaften einer langfristigen Vorbereitung und Umsetzung bedürfen. Die konkrete Ausgestaltung sollte rechtlich und steuerlich bis zum Vertragsschluss begleitet werden.Unsere Schwerpunkte
- Marktanalyse
- Unternehmenspartnerschaften (zwischen privaten und/oder öffentlichen Partnern)
- Unternehmensgründungen
- Unternehmerische Chancen-Risikobetrachtung
- Gesellschafts-, Beteiligungsverträge
Effiziente Organisation
Eine effiziente und qualitativ hochwertige Aufgabenerfüllung setzt voraus, dass alle Kostentreiber identifiziert und beseitigt, die Aufbau- und Ablauforganisation nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten angepasst sowie Führungskräfte und Mitarbeiter mit den bestmöglichen Informationen versorgt werden. Rasch finanzielle Spielräume zu gewinnen, gelingt beispielsweise durch Aufgaben- und Aufwandsanalysen, bei denen nach Abbau- bzw. Senkungspotenzialen gesucht wird. Zwischenbetriebliche Kennzahlenvergleiche („Benchmarking") können hier wertvolle Hilfestellung leisten.
Langfristig sind jedoch geeignete Steuerungsinstrumente zu entwickeln und einzusetzen, wie z. B. adäquate Kostenrechnungs-, Budgetierungs- oder Controllingsysteme, mit denen unternehmerische Entscheidungen erst die notwendige Fundierung und Absicherung erhalten. DV-Systeme bilden die Basis dazu. Wir empfehlen eine partizipative Vorgehensweise unter enger Einbindung der Mitarbeiter. Die Umsetzung der gemeinsam erarbeiteten Vorschläge steht an erster Stelle.
Unsere Schwerpunkte
- Aufgabenkritik
- Struktur-, Prozessoptimierung
- Organisation des Nahverkehrsraums
- Controlling/Kennzahlensysteme
- IT-Lösungen
Qualitätsmanagement
Während die Effizienzanalyse einer Organisation in erster Linie die Produktivität der Leistungserstellung umfasst, betrachtet Qualitätsmanagement die Ausrichtung unternehmerischer Funktionen und Prozesse an den strategischen Zielen. Die Kundenorientierung ist der zentrale Beurteilungsmaßstab für die Funktions- und Prozessanalyse. Qualität zu managen verlangt drei grundlegende Schritte: Schaffung einer transparenten Organisation, die Ausrichtung an den langfristigen Unternehmenszielen sowie die Umsetzung der daraus resultierenden Strategien im gesamten Unternehmen.
Transparenz wird durch eine Bestandsaufnahme der Abläufe und Dokumentation in einem Qualitätsmanagementhandbuch erreicht. Dies bildet die Basis für eine Unternehmens-Zertifizierung (z. B. nach DIN/ISO 9000). Zur Ausrichtung der Abläufe an den langfristigen Unternehmenszielen hat sich die Entwicklung von Kenngrößen nach der Balanced-Score-Card-Methode bewährt. Ein strategisches Controlling (inklusive EDV-technischer Umsetzung) ist notwendiger Begleiter der Strategieumsetzung. Wir empfehlen eine top-down Vorgehensweise, bei der die strategischen Zielvorgaben mit der Unternehmensführung erarbeitet werden.
Unsere Schwerpunkte
- Balanced-Score-Card
- Qualitätsmanagementhandbuch
- Beschwerdemanagement
Infrastrukturmanagement
Das richtige Management der Verkehrsinfrastruktur ist aufgrund ihres hohen Fixkostenanteils und der Forderung nach wettbewerbsneutralem Zugang ein zentraler Ansatzpunkt für eine erfolgreiche Unternehmensstrategie. Dies betrifft nicht nur die Eisenbahninfrastruktur, sondern auch Straßenbahn- oder Betriebshofinfrastruktureinrichtungen.
Die Bestands- sowie Kosten- und Ertragsbewertung der Infrastruktur bildet die unabdingbare Voraussetzung zur weiteren Beurteilung der geeigneten Organisations-, Betriebs- bzw. Beteiligungsform. Prüfungsrechtliche Bewertungsmethoden liefern hierzu wertvolle Entscheidungshilfen.
Bei der konkreten Umsetzung von Alternativen sind nicht nur die komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen, sondern auch die steuer- und haftungsrechtlichen Konsequenzen zu berücksichtigen. Nicht selten geben sie den Ausschlag für eine bestimmte Realisierungsform. Wir empfehlen gerade hier dringend, von vornherein auf ein interdisziplinäres Beratungs- und Prüfungsteam zu setzen.
Unsere Schwerpunkte
- Infrastrukturbewertung
- Organisation der Infrastruktur
- Betreibermodelle, Preissysteme
Gerichtsfeste Organisation
Rechtliche Fragestellungen bestimmen zunehmend Entscheidungen in öffentlichen und privaten Unternehmen, insbesondere bei der Organisation des Umweltschutzes, der Arbeitssicherheit, des Qualitätsmanagements und hinsichtlich der Wahrnehmung von "Verkehrssicherungspflichten". Es geht um die Frage, inwieweit persönliche Haftungsrisiken bestehen und Fehlentwicklungen unternehmensgefährdend sind.
Zahlreiche Schadensfälle in den letzten Jahren haben den Gesetzgeber bewogen, mit der Einführung des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) bei Kapitalgesellschaften "die Umsetzung geeigneter Maßnahmen" zu verlangen. Eine vorbeugende Risikoermittlung soll zu einer "gerichtsfesten Organisation" beitragen, bei der Risiken ermittelt werden und durch organisatorische Maßnahmen gegengesteuert wird. Zur Ist-Analyse empfehlen wir einen "Rechts-Check" der Organisation.
Unsere Schwerpunkte
- Risikomanagement
- Frühwarnsysteme
- Organisation der Sicherheit










