Rödl & Partner veröffentlicht Herbst-Ergebnisse seines Weltmarktführerindex Deutschland

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  • Markante Erholung des Geschäftsklimas
  • Corona gilt als größte Gefahr für die Globalisierung
  • Asien erzeugt gewisse Stabilität
  • Gute Noten für deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik

 

Nürnberg, 19.11.2020: Laut Herbst-Umfrage 2020 zum Rödl & Partner-Weltmarktührerindex Deutschland hat sich das allgemeine Geschäftsklima in Deutschland merklich erholt: Der aktuelle Indexwert erreicht 44,8 Prozent (Frühjahr 2020: 35,9 Prozent, Frühjahr 2018: 68,5 Prozent). Fast 55 Prozent der Weltmarktführer betrachten die Lage als „akzeptabel“ und besser (Frühjahr 2020 waren es 23 Prozent).

 

Auf einer Skala von 0 (“schlechter geht es nicht”) bis 100 (“besser geht es nicht”) bewerten jetzt 45,5 Prozent der Unternehmen die Situation zwischen „schlecht“ und „schlechter geht es nicht“. Im Frühjahr 2020 waren es 77 Prozent gewesen. Zusammen mit der Universität St.Gallen befragte Rödl & Partner die deutschen Weltmarktführer schon zum sechsten Mal.

 

Die eigene internationale Geschäftstätigkeit beurteilen derzeit 47 Prozent mit „schwach“ bis „sehr schwach“: (Frühjahr 2020: 72 Prozent). Immerhin antworteten 53 Prozent (Frühjahr 2020: 28 Prozent) mit „stabil“ und besser.

  

Signifikantes internationales Wachstumspotenzial wird so gut wie nirgendwo gesehen, auch wenn Asien die Führungsposition mit 75 Prozent der Nennungen (nach 55,7 Prozent) gegenüber Frühjahr 2020 weiter ausbaut. USA und Europa bewegen sich auf niedrigem Niveau (jeweils 8 Prozent nach 6,6 Prozent bzw. 19,7 Prozent im Frühjahr 2020).

 

Auf die Frage „Was ist momentan die größte Gefahr für die Globalisierung?“ antworten knapp 70 Prozent mit „Corona“. Gut 36 Prozent nennen politische Unsicherheiten, 15 Prozent tarifliche Handelshemmnisse und fast 11 Prozent Wirtschafts-Sanktionen.

 

Wiederum positive Bewertungen erhält die Wirtschafts- und Finanzpolitik der Bundesregierung. „Befriedigend“ und besser sagen knapp 73 Prozent der Weltmarkführer (Frühjahr 2020: 71 Prozent). Davon entfallen 24 Prozent auf „gut“ bzw. 0 Prozent auf „sehr gut“ (Frühjahr 2020: 35,5 bzw. 4,8 Prozent). 15 Prozent charakterisieren die Wirtschafts- und Finanzpolitik mit „mangelhaft“ bzw. 0 Prozent mit „ungenügend“. Im Frühjahr 2020 hatten sich beide Bewertungen auf 11,3 bzw. 0 Prozent belaufen. In Schulnoten ausgedruckt bekommt die Wirtschafts- und Finanzpolitik eine 3,2 nach 3,3.

 

Fragile Situation

“Corona ist und bleibt vorerst das bestimmende Thema. Die damit einhergehenden Unsicherheiten nehmen angesichts ausbleibender internationaler Wachstums-Impulse und politischer Unwägbarkeiten eher noch zu. Die spürbare Aufhellung des deutschen Geschäftsklimas wirkt da wie ein Fels in der Brandung. Insgesamt wissen die Weltmarktführer das Umfeld in Deutschland zu schätzen”, erläutert Prof. Dr. Christian Rödl, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Rödl & Partner.

   

Zum Weltmarktführerindex

Die deutschen Weltmarktführer – ob börsennotiert oder nicht – werden seit Frühjahr 2018 halbjährlich anonym um ihre Einschätzungen zu aktuellen wirtschafts- und finanzpolitischen Themen gebeten.

 

Als Kriterien gelten: Der Stammsitz muss in Deutschland liegen, die Unternehmen müssen auf mindestens 3 von 6 Kontinenten tätig sein, der Jahresumsatz muss mindestens 50 Millionen Euro betragen, der Exportanteil/Auslandsumsatz muss mindestens 50 Prozent des Umsatzes ausmachen und das Unternehmen muss weltweit die Marktposition (im Umsatz) 1 oder 2 im relevanten Marktsegment inne haben. Die ermittelten Weltmarktführer müssen zudem objektiv und transparent überprüfbare Kriterien erfüllen. Rödl & Partner und die Universität St.Gallen fühlen sich diesen strengen Maßstäben verpflichtet.

  

Ziel des Rödl & Partner-Weltmarktführerindex ist es, den Puls der Weltmarktführer zu messen und dadurch frühzeitig auftretende Chancen und Gefahren für den „Motor der deutschen Wirtschaft“ zu erkennen.

  

Der Rödl & Partner-Weltmarktführerindex basiert auf dem Weltmarktführerindex für den DACH-Raum der Universität St.Gallen. Hauptinitiator dieses Indexes war die Würth Group.

  

Die wissenschaftliche Leitung des Projektes liegt bei Prof. Dr. Christoph Müller von der HBM Unternehmerschule, die Teil der Executive School of Management, Technology & Law der Universität St.Gallen ist.

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