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„Die WPK-Beiratswahl 2022 entscheidet über unsere Zukunft als Wirtschaftsprüfer“

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veröffentlicht am 11. Mai 2022​

 

Michael Giebermann tritt als Mitglied der Dörschell-Liste zur WPK-Beiratswahl 2022 an. Im Doppelinterview spricht er gemeinsam mit Andreas Dörschell darüber, weshalb die Wahl so entscheidend ist und weshalb jeder Wirtschaftsprüfer alle 45 Stimmen abgeben sollte.

 

Herr Dörschell, Herr Giebermann, was ist aus Ihrer Sicht aktuell die größte Herausforderung der WP-Branche?

Andreas Dörschell: Machen wir uns nichts vor: Unser Image als Berufsstand hat in der Öffentlichkeit und auch in der Politik unter den aktuellen Skandalen gelitten. Wir müssen daran arbeiten, Vertrauen wiederherzustellen. Der Weg dahin kann nicht eine weitere und immer strengere Regulierung sein, die einem freien Beruf gerade seine Freiheit nimmt. Tausende Wirtschaftsprüfer leisten mit ihrer Arbeit täglich ihren Beitrag für eine funktionierende deutsche Wirtschaft, indem sie als Prüfer oder Gutachter Vertrauen in Jahres- und Konzernabschlüsse und in die Grundlagen wirtschaftlicher oder gerichtlicher Entscheidungen schaffen. Das gilt es für uns als WPK mit Nachdruck deutlich zu machen. Das schaffen wir durch glaubhafte Aufarbeitung und rechtsstaatliche Sanktionierung von Fehlverhalten, während wir gleichzeitig gemeinsam deutlich machen, was wir leisten können und was nicht. All das müssen wir angehen, deshalb ist die WPK-Beiratswahl im Juli so entscheidend. Es geht um unsere Zukunft als Wirtschaftsprüfer.

 

Michael Giebermann: Ganz vorne steht der Kampf um die besten Köpfe. Ohne guten Nachwuchs gibt es keine gute Zukunft. Wir müssen die Begeisterung für diesen spannenden und vielfältigen Beruf wecken. Es ist gerade nicht ein Abhaken von Zahlenfriedhöfen, ein Number-Crunching mit Ärmelschonern. Es ist das Verstehen von wirtschaftlichen Zusammenhängen, von anspruchsvollen Geschäftsmodellen – bei jedem Mandanten immer wieder neu und anders und mit immer vielfältigeren Themen.

 

Das passt zu den wichtigsten Zielen der Dörschell-Liste, oder?

Andreas Dörschell: Wir haben drei Kernziele: Eines davon ist eben die Sicherung von Nachwuchs und die Sicherung der Praxisnachfolge. Dann muss Prüfung und Beratung aus einer Hand im Mittelstand weiterhin zulässig bleiben, sonst fehlt es an der Vielfalt, mit der wir unseren Nachwuchs begeistern wollen und schließlich: Erhalt und Fortentwicklung einer leistungsstarken WPK.

 

Herr Giebermann, welche Themen sind Ihnen als Vertreter von Rödl & Partner noch besonders wichtig?

Michael Giebermann: Als Kümmerer für die mittelständisch geprägten Weltmarkführer ist für uns, als interdisziplinär und international aufgestelltes Unternehmen, das Thema „Prüfen und Beraten aus einer Hand" essentiell. Hierzu verweise ich gerne auf meine Ausführungen, die man in meinem Beitrag für die Dörschell-Liste (doerschell-liste.de) findet. Darüber hinaus gilt es Schritt mit der aktuellen Dynamik in vielen Bereichen zu halten. Kenntnisse in der IT-Prüfung gehören heute selbstverständlich zum Berufsbild. Ohne das Thema Digitalisierung gibt es keine Zukunftsfähigkeit. Ebenso ist das Thema „Nachhaltigkeit" sehr wichtig. Auch hier gilt es, Schritt zu halten, unser Berufsbild aktuell zu halten. Wir sind als Mittelständler traditionell Generalisten und erster Ansprechpartner unseres Mandanten in allen wirtschaftlichen Fragen. Wir müssen mit den Spezialthemen umgehen können. Dennoch gibt es sicher einen Punkt, an dem wir die Unterstützung von Spezialisten brauchen, weil die Fragen einfach zu komplex werden. Wir binden heute bereits selbstverständlich die verschiedensten Spezialisten in unser Team ein. Diesen Weg gehen wir auch bei den Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Es geht also in die Richtung multidisziplinärer Teams zu bündeln und zu steuern – und das ist unsere unternehmerische Aufgabe.

    

Weshalb ist es so wichtig, dass alle Wirtschaftsprüfer bis zum 5. Juli wählen und alle 45 Stimmen vergeben?

Andreas Dörschell: Bei der WPK-Beiratswahl entscheidet jeder Wirtschaftsprüfer mit seinen 45 Stimmen über die Zusammensetzung des Beirats und damit mittelbar über die Zusammensetzung des Vorstands, der Vorstandsausschüsse und des Präsidiums. Mit Ausübung ihres Wahlrechts gestalten die Mitglieder der WPK ihre berufliche Selbstverwaltung. Und hier wird über wichtige Zukunftsthemen entschieden: Über den Stellenwert unseres Berufsstands und seine Positionierung in der Öffentlichkeit und über unser zukünftiges Berufsbild. Natürlich wird auch darüber entschieden, welche Persönlichkeiten uns zukünftig vertreten sollen.

 

Michael Giebermann: Deshalb ist auch die Präsentation der Kandidaten wichtig: Schauen Sie sich auf der Seite doerschell-liste.de an, wer auf unserer Liste zur Wahl steht und für was die vertretenen Positionen stehen – werfen Sie einen Blick auf die Präsentation der Kandidaten aller Listen im Mitgliederbereich der WPK.

  

Und wichtig ist auch, alle 45 Stimmen abzugeben: Jede nicht abgegebene Stimme zählt als Enthaltung und geht verloren. Das bedeutet im besten Fall: Jeweils drei Stimmen für uns beide und die restlichen 39 Stimmen für die anderen Kandidaten unserer Liste – dann haben wir beide die besten Chancen uns am 2. September 2022 in der konstituierenden Beiratssitzung in Berlin zu treffen.

     

Unterstützen Sie die Dörschell-Liste bei der WPK Beiratswahl 2022. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.doerschell-liste.de. Abonnieren Sie den Newsletter und folgen Sie unserer LinkedIn-Seite.

Kontakt

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Michael Giebermann

Diplom-Kaufmann, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, IT-Auditor IDW

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