Das Deutsch-Portugiesische Doppel­besteu­erungs­abkommen: Geltungsbereich und Besteuerungsrecht

veröffentlicht am 6. September 2019 | Lesedauer ca. 2 Minuten
 
Für Unternehmen im internationalen Geschäftsverkehr, aber auch für Privatpersonen, die in mehre­ren Ländern Einkünfte erzielen, stellt sich die Frage, in welchem Staat die Einkünfte zu ver­steuern sind. Diese Frage ist von großer praktischer Relevanz, kann die Besteuerung nicht zuletzt über Er­folg oder Misserfolg einer Geschäftstätigkeit entscheiden und damit einen wesentlichen Fak­tor für Investitionen an einem bestimmten Standort darstellen.
 

          

Fragen der Besteuerung sind für Investoren von großer Bedeutung. So können attraktive Steuersysteme Inves­titionen anziehen und damit zum Katalysator für wirtschaftlichen Aufschwung werden, indem Sie einen bedeu­tenden Wett­bewerbsvorteil darstellen. Das Recht zur Besteuerung, das zu den bedeutendsten hoheit­lichen Rech­ten eines Landes zählt, kann aber auch Risiken für Unternehmen mit sich bringen.

 

Denn während in Deutschland der Grundsatz gilt, dass eine unbeschränkte Steuer­pflicht mit dem weltweiten Ein­kommen in Deutschland gegeben ist, kann dies zu dem Problem der Doppel­besteuerung führen, wenn eine Einkunfts­art im gleichen Zeitraum in einem anderen Land besteuert wird.

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Zur Vermeidung der Doppelbesteuerung wurden Doppelbesteuerungsabkommen zwischen verschiedenen Staaten geschlossen. Bei diesen Abkommen handelt es sich im rechtlichen Sinne um völkerrechtliche Verträge, die nach dem Prinzip wirken, dass das Besteuerungsrecht eines Vertragsstaates zugunsten des Besteuerungs­rechts eines anderen Staates eingeschränkt wird.

 

Für den deutsch-portugiesischen Bereich gilt das Abkommen vom 15. Juli 1980 zwischen der Bundes­republik Deutsch­land und der Portu­giesischen Republik zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Ge­biet der Steuern vom Ein­kom­men und vom Vermögen.

 

Zahlreiche Verträge, wie auch das Abkommen zwischen Deutsch­land und Portugal, wurden dem OECD-Muster­abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Ein­kommen und vom Ver­mögen nachempfunden. Typische Regelungsbereiche stellen die Besteuerung des Einkommens, die Be­steuerung des Vermögens sowie die Zuteilung des Steueraufkommens dar.

 

Unsere Präsentation ( PDF-Dokument lesen ») gibt Ihnen einen Überblick über die Grundzüge des Ab­kommens zwi­schen Portugal und Deutschland und dient damit einer ersten Informationen im Hinblick auf seine Grund­sätze, Anwendungsbereich, Definitionen und Struktur sowie seinem Zusammenhang mit steuerlichen An­reizen, wie dem Non-Habitual Resident Status.

  

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