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Grundsätze der Regulierung von Fernarbeit

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Viele Unternehmen entdecken die Märkte in russischen Regionen für sich und benötigen vor Ort einen Mitarbeiter. Andere wollen ihre Kosten optimieren, und versuchen daher, einige Businessprozesse in Regionen mit etwas preiswerteren Arbeitskräften zu verlagern. So stellt sich die Frage nach der geeigneten Form der Ausgestaltung des Arbeitsverhältnisses mit dem Arbeitnehmer vor Ort. Dazu kann unter anderem der sog. Fernarbeitsvertrag verwendet werden.
 
Fernarbeit ist eine durch den Arbeitsvertrag bestimmte Tätigkeit, die nicht am Sitz des Arbeitgebers, seiner Filiale, Vertretung oder anderen Geschäftseinrichtung verrichtet wird. Dies bedingt, dass für die Kommunikation zur Ausführung der Arbeit zwischen dem Fernarbeitnehmer und dem Arbeitgeber öffentliche Telekommunikationsmittel, unter anderem auch das Internet, verwendet werden.
 
Aus diesem Grund kommt der Fernarbeitsvertrag nur bei bestimmten Berufen, wie Journalisten, Designern, Programmierern, Wirtschaftsprüfern und sonstigen Arbeitnehmern, die geistig tätig sind, in Betracht. Das Produkt, das der Fernarbeitnehmer an den Arbeitgeber übergibt, sind Informationen, Daten oder Objekte des Urheberrechts.
 
Das Arbeitsverhältnis entsteht durch Abschluss eines Fernarbeitsvertrages. Dieser kann auch mittels Ferntelekommunikation abgeschlossen werden und spätestens drei Tage nach dem Abschluss in Papierform per Einschreiben an den Fernarbeitnehmer übermittelt werden.
 
Als Ort des Vertragsabschlusses gilt der Sitz des Arbeitgebers. Im Falle einer Ersteinstellung des Fernarbeitnehmers mittels Telekommunikation muss der Arbeitnehmer bei der zuständigen Behörde einen Rentenversicherungsausweis beantragen. Die Parteien können vereinbaren, dass die Information über die Fernarbeit nicht im Arbeitsbuch vermerkt wird. Bei der Ersteinstellung kann die Erstellung des Arbeitsbuches ausgeschlossen werden. In solchen Fällen gilt der Arbeitsvertrag als Tätigkeitsnachweis. Im Übrigen gelten arbeitsrechtliche Vorschriften.
 
Eine Besonderheit bei Fernarbeitsverträgen gibt es im Bereich des Arbeitsschutzes und der Arbeitsorganisation. Im Arbeitsvertrag müssen Arbeitsmaterialien, Software, Datenschutzvorgaben, Bedingungen und Fristen zur Abgabe der Tätigkeitsberichte, sowie die Bedingungen zur Zahlung der Aufwandsentschädigung angegeben werden. Der Arbeitgeber muss sicherstellen, dass die Bestimmungen eingehalten werden und den Arbeitnehmer über Sicherheitsstandards bei der Verwendung der ihm zur Verfügung gestellten Mittel aufklären. Die übrigen Arbeitsschutz- und Arbeitsorganisationsvorschriften finden Anwendung, es sei denn, der Arbeitsvertrag sieht ausdrücklich etwas anderes vor.
 
Die Arbeitszeit regelt der Fernarbeitnehmer selbst, es sei denn, der Arbeitsvertrag sieht etwas anderes vor. Der Fernarbeitnehmer hat Anspruch auf jährlich bezahlten Urlaub.
 
Grundsätzlich ist eine Dienstreise des Fernarbeitnehmers möglich, wenn dies im Rahmen des Arbeitsverhältnisses erfolgt. Sollte zwischen den Parteien ein zivilrechtlicher Vertrag bestehen, so ist eine Dienstreise grundsätzlich nicht möglich. Bei einem Fernarbeitsvertrag gilt als ständiger Arbeitsplatz des Fernarbeiters nicht der Hauptsitz des Arbeitgebers, sondern der Ort der tatsächlichen Tätigkeit. Daraus folgt, dass eine Reise zum Arbeitgeber im Zusammenhang mit der Ausführung der Arbeitstätigkeit ebenfalls als Dienstreise gilt. Die Kosten für die Dienstreise können als abzugsfähige betriebliche Ausgaben geltend gemacht werden.
 
Die Beendigung des Fernarbeitsvertrages durch den Arbeitgeber erfolgt wie im Arbeitsvertrag vereinbart. Im Übrigen sind die sonstigen Vorschriften des Arbeitsgesetzbuches über die Beendigung von Arbeitsverträgen anzuwenden.
 
Gemäß Art. 79 Arbeitsgesetzbuch RF, der auch für Fernarbeiter gilt, ist der Arbeitgeber verpflichtet, den Fernarbeitnehmer spätestens drei Tage vorher über dessen Kündigung zu informieren. Die Kündigungsdienstanweisung ist dem Fernarbeiter per Telekommunikationsmittel am Tag der Kündigung zuzustellen und in schriftlicher Form am selben Tag per Einschreiben zu versenden. Ist ein Kontakt per Telekommunikationsmittel vertraglich nicht vorgesehen, wird die Dienstanweisung nur postalisch versendet.

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