Hochqualifizierte Spezialisten bei Repräsentanzen ausländischer Unternehmen

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Anfang Mai kam es im Zusammenhang mit der Verabschiedung des Föderalen Gesetzes vom 5. Mai 2014 zu einer lange erwarteten Änderung im Bereich des Arbeits- und Ausländerrechts.
 
Das Gesetz weitet den Kreis der Arbeitgeber aus, denen es ab 1. Januar 2015 gestattet sein wird, ausländische hochqualifizierte Spezialisten einzustellen. Zu diesen Arbeitgebern gehören dann auch ordnungsgemäß akkreditierte Repräsentanzen ausländischer juristischer Personen. Bislang war dies nur Niederlassungen und Tochtergesellschaften ausländischer juristischen Personen gestattet, was zu erheblichen Unannehmlichkeiten für ausländische Unternehmen führte, die in Russland über Repräsentanzen tätig waren.
 
Zur Erinnerung: Hochqualifizierte Spezialisten in gewerblichen Organisationen sind laut Gesetz Ausländer, die über Berufserfahrungen, Kenntnisse oder Errungenschaften in einem konkreten Tätigkeitsbereich verfügen und ein Gehalt (eine Vergütung) von mindestens zwei Millionen Rubel (einschließlich Einkommensteuer) pro Jahr erhalten.
 
Der Status eines hochqualifizierten Spezialisten bietet gegenüber dem eines „normalen” ausländischen Arbeitnehmers viele Vorteile. Für hochqualifizierte Spezialisten wird die Arbeitserlaubnis für drei Jahre erteilt (im Gegensatz zu einem Jahr für die Standard-Arbeitserlaubnis), es gelten keine Zulassungsquoten für ausländische Arbeitskräfte und die Einkünfte werden ab dem ersten Tag des Aufenthalts in Russland zu einem Steuersatz von 13 Prozent besteuert. Außerdem sind die hochqualifizierten Spezialisten vom Nachweis der Russischkenntnisse befreit.
 
Eine Anwendungspraxis durch die Ausländerbehörde (FMS) hat sich jedoch noch nicht herausgebildet, was zu gewissen Schwierigkeiten führen könnte.
 
Weiterhin besteht nun die Möglichkeit für ausländische Mitarbeiter von Repräsentanzen, die im Sitzstaat des Unternehmens einen Arbeitsvertrag haben, in Russland ohne Arbeitsvertrag und Arbeitserlaubnis tätig zu sein. Zum Erhalt eines Visums (Aufenthaltstitels) ist die Akkreditierung der Repräsentanz und des Mitarbeiters bei der Handels- und Industriekammer der Russischen Föderation oder bei der Zentralbank der Russischen Föderation (für Repräsentanzen ausländischer Banken) erforderlich. Es muss jedoch angemerkt werden, dass es hier einige Widersprüche zwischen dem Ausländerrecht und den arbeitsrechtlichen Grundsätzen gibt.

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