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Einkommen hochqualifizierter Spezialisten in Form von Urlaubszahlungen wird mit 30 Prozent besteuert

PrintMailRate-it

von Jens Wergin

 

Generell wird auf die Auszahlungen an steuerlich Nichtansässige eine Steuer in Höhe von 30 Prozent einbehalten (Punkt 3, Artikel 224 StGB RF). Eine Ausnahme bildet das Einkommen hochqualifizierter Spezialisten aus ihrer Arbeitstätigkeit. Auf das Gehalt eines solchen Arbeitnehmers wird während seiner Tätigkeit Einkommensteuer für natürliche Personen in Höhe von 13 Prozent einbehalten.
 
Urlaub wird als Erholungszeit betrachtet, in der der Spezialist von der Erfüllung seiner Arbeitspflichten befreit ist. Dies geht aus den Artikeln 106 und 107 ArbGB RF hervor. Davon ausgehend kam das russische Finanzministerium in seinem Schreiben Nr. 03-04-06/32423 vom 4. Juli 2014 zu dem Schluss, dass das Durchschnittsgehalt während des Urlaubszeitraums nicht als Einkommen aus Arbeitstätigkeit zu betrachten ist und die entsprechende Auszahlung zum Satz von 30 Prozent zu besteuern ist. 
 
Nach unserer Auffassung widerspricht diese Position der geltenden Gesetzgebung. Bei Abschluss eines Arbeitsvertrages entstehen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber bestimmte Rechte und Pflichten. Insbesondere entsteht für den Arbeitnehmer nach Ablauf einer gewissen Beschäftigungsdauer das Recht auf Urlaub. 
 
Der bezahlte Jahresurlaub ist durch das Arbeitsgesetzbuch der Russischen Föderation vorgesehen und stellt einen untrennbaren Bestandteil des Arbeitsvertrages dar. Auch nach Urlaubsantritt ist der Arbeitnehmer weiterhin beim Arbeitgeber beschäftigt und erhält weiter das durch den Arbeitsvertrag vorgesehene Gehalt. Daher ist das durch den Arbeitgeber auszuzahlende Gehalt an den hochqualifizierten Spezialisten als Arbeitnehmer auch während des Urlaubs, unserer Ansicht nach, als Einkommen aus Arbeitstätigkeit zu betrachten und mit dem Satz von 13 Prozent zu besteuern. Andernfalls werden die gesetzlich vorgesehenen Grundrechte des Arbeitnehmers verletzt. ​

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