KWK-Ausschreibungsergebnisse 2018 - Nutzt die Branche die Förderchancen für neue KWK-Anlagen, regenerative Wärme und Flexibilität noch zu wenig?

Die veröffentlichten Ergebnisse der Ausschreibungen für KWK-Anlagen und für innovative KWK-Systeme zeugen von einem relativ niedrigen Wettbewerb im Rahmen der Ausschreibungsverfahren. Damit verspricht der aktuelle Trend in den kommenden Ausschreibungsrunden profitable Refinanzierungsmöglichkeiten und somit verbesserte Rahmenbedingungen für Neuinvestitionen in KWK-Anlagen, regenerative Wärme- und Power-to-Heat-Anlagen für kommunale Versorger als Hauptprofiteure der KWK-Ausschreibungen.

 

Auch in der dritten Ausschreibungsrunde bleibt der Wettbewerb bei den KWK-Ausschreibungen sehr überschaubar. Nach den von der Bundesnetzagentur veröffentlichten Werten für den Gebotstermin 3. Dezember 2018 für KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung von einem bis 50 MW wurden auf das ausgeschriebene Volumen von 76,8 MW zwar 17 Gebote über insgesamt 104 MW eingereicht, jedoch erreichte der durchschnittliche Zuschlagswert mit 4,74 Cent/kWh einen neuen Höchststand (Juni 2018: 4,31 Cent/kWh, Dezember 2017: 4,05 Cent/kWh). Selbst Anlagen mit Höchstgebotswert (5,24 Cent/kWh) wurden bezuschlagt.


Dadurch, dass die Zuschlagsmenge mit 78,3 MW die ausgeschriebene Menge über den zulässigen Rahmen hinaus überstiegen hat, wird in der kommenden Auktion die Ausschreibungsmenge um ein MW verringert.


Eine noch deutlichere Sprache sprechen die Ergebnisse der parallel stattgefundenen Ausschreibungen für innovative KWK-Systeme: für das Ausschreibungsvolumen von 29,1 MW gingen lediglich drei Gebote der Stadtwerke Heidelberg, der Ahrtal-Werke und der Glood GmbH über insgesamt 13 MW ein, was einer Unterdeckung von über 55 % entspricht. Entsprechend konnte kein Wettbewerbsdruck unter den Bewerbern für Anlagenprojekte, die eine zusätzliche erneuerbare Wärmequelle oder einen elektrischen Wärmeerzeuger (Power-to-Heat) aufweisen müssen, entwickelt werden. Dies wirkt sich auch bei diesen Ausschreibungen deutlich auf die Zuschlagswerte aus: Der ermittelte durchschnittliche Zuschlagswert liegt mit 11,31 Cent/kWh nur knapp unter dem zulässigen Höchstwert von 12 Cent/kWh, was insbesondere bei kosteneffizienten Anlagenprojekten eine sehr hohe Gewinnmarge ermöglicht.


Ähnlich wie bei den letzten Ausschreibungen für Biomasseanlagen verspricht auch hier der aktuelle Trend in den kommenden Ausschreibungsrunden profitable Refinanzierungsmöglichkeiten, da beide Ausschreibungsergebnisse signifikant steigende Zuschlagswerte aufweisen und somit verbesserte Rahmenbedingungen für Neuinvestitionen bieten können. Hauptprofiteure der KWK-Ausschreibungen waren hierbei auch kommunale Versorger, die den Großteil der berücksichtigten Gebote abgegeben haben. Setzt sich dieser Trend fort, kann auch zukünftig mit (relativ) hohen Zuschlagswerten gerechnet werden.


Wir unterstützen Sie gerne rechtlich und wirtschaftlich im Rahmen der Ausschreibungsverfahren.

 

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