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Vermögen erfolgreich verwalten: Reporting und Controlling

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Die Verwaltung des Grundstockvermögens einer Stiftung sowie des eigenen Vermögens ist nicht trivial. Nur wer gut vorbereitet ist und sich mit der Vermögensverwaltung fortlaufend auseinandersetzt, wird erfolgreich sein. Vermögens-Reporting und -Controlling sorgen dabei für Orientierung und mehr Sicherheit, Ordnung und eine frühzeitige Korrekturbasis.
 

Vermögens-Reporting

Zahlen erklären sich nur schwer. Deshalb müssen Ergebnisaufstellungen der Vermögensverwalter so plausibel sein, dass sie auch verstanden werden. Es geht dabei um die seriöse Darstellung der Leistung, ebenso wie um Orientierung in die Zukunft hinein. Die Grundinformationen tauchen im Reporting auf und gehen weit über die reine Informationsqualität hinaus. Ein gutes Reporting ist immer auch eine ideale Grundlage für den gelebten Dialog zwischen Vermögensinhaber/Stiftung und Vermögensverwalter. Auf der Grundlage eines Kapitalanlagenbuchhaltungssystems lässt sich ein aggregiertes Vermögens-Reporting über alle eingesetzten Vermögensverwalter und sämtliche Anlagegegenstände erstellen. Es bildet v.a. auch illiquide Anlageklassen, wie bspw. Immobilien, Erneuerbare Energien oder sonstige Anlagen, wie z.B. Beteiligungen, mit ab. Unter einem leistungsfähigen Reporting ist viel mehr zu verstehen als das „Backen von Kuchendiagrammen”. Performance-Messung geld- und zeitgewichtet, Risikokennzahlen auch in absoluten Beträgen (max. Gewinn, max. Verlust), einheitliche Benchmarkvergleiche, Kapitalbewegungen, Vermögensbilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, Kostenübersicht und die Überprüfung der Anlagerichtlinien sind unverzichtbare Inhalte. Insbesondere lässt sich aus einem leistungsfähigen Reporting auch ableiten, aus welchen Anlageklassen und Anlageinstrumenten sich die einzelnen Renditebausteine zusammensetzen und wie effektiv das Gesamtrisiko gesteuert wurde.
  
Ergänzend zum klassischen aggregierten Berichtswesen liefert ein speziell entwickelter „Transparenzbericht” für Stiftungen ein äußerst aussagekräftiges Zusatz-Reporting. Es enthält etwa folgende Informationen:
  • Anlageziele, -strategie und -philosophie
  • Realistische Rendite-/Risikokennzahlen
  • Objektive Benchmarkvergleiche
  • Erläuterung der Anlagenstruktur und der eingesetzten Anlageklassen
  • Erläuterungen zur Produktwahl und deren Funktionsweise
  • Aussagen zur Einhaltung der Anlagerichtlinien
  • Vollständige Darstellung der Kostenstrukturen
  • Angaben über den Umgang mit „Kick-backs”
  • Aussagen zu Art, Umfang und Wirkungsweise der eingesetzten Derivate
 

Vermögens-Controlling

Auf der Grundlage der oben genannten Berichte werden alle mit dem Vermögen in Beziehung stehenden Fragen und Arbeitsfelder in ein systematisches Prüfungsnetzwerk gegeben, um interdisziplinär eine treffsichere Beurteilung zu ermöglichen. Die regelmäßige Auseinandersetzung mit diesen Informationen nennt man „Vermögens-Controlling”. Es steht für den Überblick aller wesentlichen Zahlen und Größen und ist zur Zukunftsgestaltung des Stiftungsportfolios notwendig. Diese systematische Arbeit stellt sicher, dass das Vermögen nicht in eine dunkle Ecke gerät und Schaden erleidet. Bei regelmäßiger Betrachtung der Daten ist dann immer noch Zeit zur Kurskorrektur. Controlling ist also Vorbeugung, Sicherstellung und Rationalisierung einer zügigen zielorientierten Bewirtschaftung des Gesamt-/Stiftungsvermögens. Damit wird der Vermögensinhaber/Stiftungsvorstand sensibilisiert und erhält eine ständige Betreuung und Begleitung seines Vermögens. Mit diesem Erfahrungsschatz dürfte er beim Vermögensverwalter ernster genommen werden. Er zwingt ihn zur Akkuratesse. Mit dem Vermögenscontrolling sind bspw. folgende Leistungen verbunden:
  • Durchführung von Soll-/Ist-Vergleichen bzw. Abweichungsanalysen
  • Regelmäßige Check-ups der gesamten Vermögensanlagen zur Risikofrüherkennung, wie z.B. Anlagenstruktur (Asset Allocation), Rendite-/Risiko-Struktur, Produktwahl, Anlagestrategie/Managementkonzept, strategische und taktische Asset Allocation, etc.
  • Überprüfung des Anlage- und Risikomanagementkonzepts (Verlässlichkeit)
  • Regelmäßige Diskussionen über die Zweckmäßigkeit der eingesetzten Produkte und Anlagekonzepte sowie über die Markt-, Zins- und Renditeentwicklungen im Hinblick auf die finanz- und realwirtschaftliche Situation
  • Durchführung von quartalsweisen Statusgesprächen und ggf. außerplanmäßigen Gesprächsrunden mit den jeweiligen Vermögensverwaltern
  • Regelmäßige Dokumentation
 

Fazit

Immer mehr Vermögende/Stiftungen überlassen die Anlage ihres Grundstockvermögens nicht mehr allein den beauftragten Vermögensverwaltern oder verlassen sich auf bestimmte Investmentfonds. Vielmehr hinterfragen sie die Handlungen der Verwalter und möchten wissen, was mit dem angelegten Geld passiert. So möchten Stiftungen gegenüber internen Gremien und externen Aufsichtsbehörden jederzeit auskunftsfähig sein. Generell wollen die Verantwortlichen selber sehr nah an der Entwicklung des eigenen Vermögens bzw. des Stiftungsvermögens sein, um jederzeit besser begründete Entscheidungen treffen zu können. Wichtige Instrumente dafür sind das Vermögens-Reporting und -Controlling. Sie sorgen für mehr Verständnis und Plausibilität und stellen für die geforderte „regelmäßige Überwachung und Kontrolle” wichtige Erfolgsfaktoren dar.
  
zuletzt aktualisiert am 12.08.2015

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Alexander Etterer

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