Tax Accounting: Mit System Strukturen schaffen und Steuern erfolgreich gestalten

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zuletzt aktualisiert am 30. April 2020 | Lesedauer ca. 2 Minuten


Um den steigenden Anforderungen an die Steuerfunktion im Unternehmen gerecht zu werden, sollten Unternehmen über die Digitalisierung der manuellen Steuerprozesse nachdenken. Nur mithilfe eines eigenständigen digitalen Tax Accounting können die damit verbundenen Herausforderungen bewältigt werden. Zudem können durch ein effizientes Tax Accounting steuerliche Prozesse im Unternehmen analysiert und durch eine internationale Steuerstrategie und Steuerbilanzpolitik optimiert werden.

Schnell gelesen:

Die aktuellen weltweiten Entwicklungen verdeutlichen, dass die Digitalisierung der Steuerfunktion einen erheblichen Beitrag für das Unternehmen leistet, um auch in Krisenzeiten handlungsfähig zu bleiben. Gleichzeitig ist in den vergangenen Jahren eine höhere Komplexität und deutlich gestiegener Umfang der steuerlichen Berichterstattung festzustellen. Verursacht wurde das bspw. durch die neuen DAC 6-Melde­pflichten, die neue IFRIC 23 Interpretation oder das Country-by-Country-Reporting.


In der Praxis zeigt sich eine zunehmende Emanzipation der Steuerbilanz von der Handelsbilanz, was zu einem Anstieg an die Anforderungen im Zusammenhang mit der Bilanzierung und Abbildung latenter Steuern führt.

Außerdem erfordern auch die zunehmende Internationalisierung des deutschen Mittelstands und der Einsatz internationaler Rechnungslegungsstandards Anpassungen und Lösungen im Rechnungswesen und Steuer­reporting, die nur mit modernen ERP-Systemen und Software-Tools umsetzbar sind.
 

Strukturen schaffen

Gerade die Ermittlung und bilanzielle Abbildung von latenten Steuern weist ein hohes Maß an materieller Komplexität auf. Die folgende Abbildung gibt einen Überblick über die möglichen Entstehungsursachen latenter Steuern:
 

 
Quelle: Rödl & Partner (2014), Tax Accounting, Herausforderungen, Gestaltungsmöglichkeiten und Potenziale bei Familien­unternehmen
 

Tax Compliance Management-Systeme (Tax-CMS)

Unmittelbar damit verbunden sind hohe Anforderungen an das Finanz- und Rechnungswesen. Insbesondere mittelständische Unternehmen stehen oftmals vor einer großen Herausforderung, die ab einem gewissen Grad nur über weitgehend standardisierte Systeme und effiziente Prozesse bewältigt werden können. Durch die Einführung eines Tax Compliance Management-Systems werden die Prozesse revisionssicher in die digitale Welt verlagert. Erst durch digitale Steuerprozesse ist auch ein effizientes und wirksames Monitoring der notwendigen Tax Compliance möglich.
 
Die von unserem Kooperationspartner entwickelte Softwarelösung DefTax® unterstützt mit einem einzigen System bei der Berechnung laufender und latenter Steuern im Einzel- und Konzernabschluss nach HGB, IFRS oder US-GAAP sowie bei der Übertragung von Steuererklärungen, der E-Bilanz, dem CbC oder dem DAC 6 -Reporting. Eine gezielte Analyse, Bewertung und Anpassung von steuerlichen Prozessen schafft effiziente Arbeitsabläufe und klare Strukturen und stellt letztlich die geforderte Tax Compliance sicher. Zudem unter­stützt DefTax® bei der Überwachung und Steuerung sowie bei der Dokumentation der Steuer. Dabei wird der gesamte Lebenszyklus der Steuer von der ersten Ermittlung über die Deklaration bis zur Betriebsprüfung abgedeckt.
 

Steuern erfolgreich gestalten

Daneben kann ein effizientes Tax Accounting auch ein Garant für eine nachhaltig steueroptimierte Unter­nehmenssteuerung sein, indem die Einflussfaktoren der steuerlichen Prozesse im Unternehmen identifiziert und durch eine internationale Steuerstrategie und Steuerbilanzpolitik optimiert werden. Dafür können die gesetzlich zulässigen Spielräume zur Minimierung der Steuerquote genutzt sowie durch eine gezielte Ausübung von Ansatz- und Bewertungswahlrechten eine optimale Steuerbilanzpolitik umgesetzt werden. Das ist eine lohnende Aufgabe: So kann bspw. die Senkung der Steuerquote um einen Prozentpunkt die gleiche Unterneh­menswertsteigerung wie ein Umsatzanstieg von 10 bis 15 Prozent entfalten. Ein wirksames und angemessenes Tax-CMS wertet das Finanzamt zudem als Indiz, einen möglichen Vorwurf der Steuerhinterziehung nach § 370 AO zu entkräften.

Die konkrete Ausgestaltung der Software ist von vielen Faktoren abhängig. Dazu gehören die Unternehmens­größe, die Branche und die bisherige Tax Compliance-Kultur im Unternehmen. Wird ein System neu eingeführt, sind zudem die Richtlinien und Arbeitsanweisungen für die Steuerprozesse neu zu definieren und die Mitar­beiter entsprechend zu schulen. Dabei ist die Dokumentation und die Kontrolle besonders wichtig.

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