„Shared Services” – Strategische Partnerschaften im Mittelstand

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Shared Services haben in Deutschland eine lange Tradition. Alle großen und ein Gros der mittelständischen Unternehmen betreiben in irgendeiner Form sog. Captive Organisationen – also „Shared Service Center”. Sie haben sich in den letzten Jahren, teilweise Jahrzehnten bewährt, stehen aber mittlerweile in Sachen Leistungsfähigkeit und Effektivität auf dem Prüfstand – und das zu Recht.
  
Lange Tradition hat eben auch, dass deutsche Unternehmen bei effizienter Organisation und Administration im internationalen Vergleich – entgegengesetzt der vielbeschworenen deutschen Effizienz – nicht führen. Hier besteht Handlungsbedarf. Die Gute Nachricht ist, dass die Bedingungen heute besser sind als je zuvor.
 

 Stephan Fricke

Stephan Fricke ist Vorstand sowie Vorsitzender des Beirats des „Deutschen Outsourcing Verbands e.V.”. Er sammelte Erfahrungen in verschiedenen Management-, Marketing- und Kommunikationsbereichen in Deutschland, Österreich und Osteuropa. Stephan Fricke arbeitete für international tätige Technologie-Forschungs­orga­nisationen, globale Service-Anbieter und Software- Unternehmen. Aktuell fokussiert er sich auf die Kooperations­möglichkeiten im deutschen Markt für „Information Technology Outsourcing”- und „Business Process Outsourcing”-Services. Als Herausgeber des „Outsourcing Journals” teilt er zudem seine Erfahrungen und Expertise mit international agierenden Unternehmen.

 

Nearshoring-Märkte als Standort
Während Indien vor Jahren der einzige Markt war, der mit sog. Outsourcing in Verbindung gebracht wurde, hat sich die Situation zwischenzeitlich grundlegend geändert. Die Möglichkeiten, die sich heute in den Nearshoring-Märkten in Ost- und Südwesteuropa ergeben, sind weit besser als die Option nach Indien auszulagern. Aber auch innerhalb Deutschlands sind zahlreiche IT- und Geschäftsprozessdienstleister aktiv, die wiederum durch eigene Standorte in Nearshoring-Märkten von dem dortigen, oft besseren Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern und günstigeren Bedingungen profitieren.
 

Erfahrene Anbieter und Transparenz

Die Anbieterlandschaft hat sich in den letzten Jahren insofern zum Positiven verändert, dass deutsche Unternehmen heute im wahrsten Sinne des Wortes die Qual der Wahl haben. Denn tatsächlich ist eines der meist genannten Probleme geeignete Anbieter zu identifizieren. Dennoch verzeichnen wir auch hier Fortschritte, denn es sind eine ganze Reihe von qualifizierten Unternehmen in den Märkten aktiv, die dank besserer Kommunikationsmöglichkeiten und Erfahrungen mittlerweile deutlicher wahrgenommen werden.
 
Auch in Sachen Transparenz sind Kooperationen mit externen Dienstleistern heute weitaus besser als noch vor einigen Jahren. Anbieter haben sich nicht zuletzt durch die sich verändernde Konkurrenzsituation den Bedürfnissen des Marktes angepasst. Und in Deutschland gehört neben einschlägigen Erfahrungen und aussagekräftigen Referenzen auch eine erweiterte Transparenz zu den Grundanforderungen an einen Anbieter.
 
Wichtige Kriterien sind die Erfahrung und das Wissen in den jeweiligen Prozessen bzw. Technologien. Auch hier sehen wir, dass die Anbieter über teils so weitreichende Erfahrungen verfügen, dass es für einige Kundenunternehmen und selbst Shared Service-Organisationen im Vergleich fast unmöglich scheint, gleichwertige Kompetenzen In-House zu entwickeln.
 

Hybride Modelle

Die Modelle für die Nutzung der Vorteile, die die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern bietet, sind vielfältig. Speziell für unseren Markt nennenswert sind hybride Modelle. Hierbei gehen Shared Service-Organisationen Kooperationen mit externen Dienstleistern ein und erweitern somit sehr schnell ihre Leistungsfähigkeit. Zudem erhalten sie Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern, erreichen mehr Flexibilität und v.a. Zugang zu Prozesskenntnissen und Technologie-Know-how. Letztendlich kann die Shared Service-Organisation damit ihren internen Kunden auch neue Leistungen anbieten und bestehende weiter optimieren.

 Aus dem Entrepreneur

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