Fremdwährungssicherung – Der Abschluss von Sicherungsgeschäften

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zuletzt aktualisiert am 11. Februar 2020 / Lesedauer ca. 2 Minuten
  

Durch die Globalisierung hat der Außenhandel insbesondere für deutsche Unter­neh­men eine sehr große Bedeutung erlangt. Die internationale Verflechtung bietet einer­seits sehr viele Chancen, andererseits sind damit auch erhebliche Risiken verbunden. Fremdwährungsrisiken spielen bspw. eine wichtige Rolle. Für deren Minimierung oder Vermeidung besteht die Herausforderung zum einen darin, eine wirtschaftlich sinn­volle Sicherungsstrategie zu entwickeln und sie zum anderen auch entsprechend im Jahresabschluss abzubilden.

   

   

Die betroffenen Unternehmen müssen für Währungsrisiken eine sinnvolle und umsetzbare Sicherungsstrategie individuell entwickeln. Das kann eine „natürliche Sicherung“ durch gegenläufige Währungsströme sein; aber auch die Verwendung von Derivaten kann sich als sinnvoll erweisen. Das Angebot hierfür ist groß. Dabei geht es nicht nur um Standardprodukte wie Termingeschäfte oder Optionen, sondern auch um komplexe Derivate. Jedes Unternehmen muss daher das für den jeweiligen Einzelfall passende Sicherungsgeschäft auswählen.

 

Ein detailliertes Verständnis über die Wirkungsweise des Derivats ist eine unabdingbare Grundvoraussetzung. In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass diese Anforderung nicht durchgängig erfüllt ist und durch den Abschluss von komplexen Derivaten über den eigentlichen Sicherungszweck hinausgehende Chancen und Risiken entstehen.

 

Bilanzielle Abbildung

Spätestens mit Beginn einer Sicherungsbeziehung stellt sich die Frage nach deren bilanzieller Abbildung. Wichtig ist, dass sowohl das Handelsrecht als auch die International Financial Reporting Standards (IFRS) besondere Anforderungen an die Bildung einer Bewertungseinheit bzw. die Anwendung der Regelungen des Hedge Accountings stellen.

 

Unabhängig von den angewandten Rechnungslegungsgrundsätzen müssen das Grund- und Sicherungs­ge­schäft in jedem Fall über vergleichbare Risiken verfügen. Deren kombinierte Wirkung führt dazu, dass bspw. jegliches Währungsänderungsrisiko oder nur Kursverluste abgesichert werden.
 
Insbesondere im Zusammenhang mit Währungssicherungsgeschäften tritt in der Praxis immer wieder das Problem auf, dass für Sicherungsgeschäfte keine Standardderivate, sondern komplexe Derivate verwendet werden. Ihr Einsatz verlangt ein sehr genaues Verständnis über die jeweilige Wirkungsweise. Denn nur so kann sichergestellt werden, dass ein geeignetes Sicherungsgeschäft vorliegt.
 
Zusätzlich ist unbedingt die Wirksamkeit bzw. Effektivität der Sicherungsbeziehung zu überprüfen. Für deren Nachweis sind meist mathematische Berechnungen notwendig, bei denen eine Modellierung und Bewertung von Derivaten verlangt werden. Das erforderliche finanzmathematische Wissen und der Zugriff auf Zins- und Währungskursdaten stellen für die Unternehmen entsprechende Hürden bei der Umsetzung der Bilanzierung dar, die frühzeitig aus dem Weg geräumt werden sollten.

 

Fazit

Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken sind wirtschaftlich sinnvolle Sicherungsgeschäfte auszuwählen. Dazu muss insbesondere ein genaues Verständnis über deren Wirkungsweise vorhanden sein. Zusätzlich sind für die Bilanzierung weitere Anforderungen zu erfüllen, die zeitnah erörtert werden müssen. Der damit verbundene Aufwand darf nicht unterschätzt werden.

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