Self Assessment & Improvement – In der Krise Potenziale erkennen und nutzen

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veröffentlicht am 13. August 2020 | Lesedauer ca. 4 Minuten
 

Die Corona-Krise hat viele Unternehmen hart getroffen und sie mussten rasch han­deln. Auf kurze Sicht konnten Liquiditätslücken größtenteils erfolgreich geschlossen werden. Doch nun müssen sich Eigentümer und Management die Frage stellen: Ist ihr Unternehmen für die kommenden Aufgaben gewappnet und wie findet es den Weg zu einer nachhaltigen Rentabilität zurück? Wir sind der Meinung, dass sich gerade jetzt eine günstige Gelegenheit bietet, das eigene Unternehmen genau unter die Lupe zu nehmen, Potenziale aufzudecken und sie zu nutzen.  

  

 

Zu Beginn der Krise waren Themen wie die Durchfinanzierung während des Lockdowns, Lösungen für stockende Supply Chains und einbrechende Umsätze dominante Treiber. Viele Unternehmen haben begonnen, sich Gedanken über ihr Geschäftsmodell, dessen Krisenfestigkeit sowie ggf. notwendige Anpassungen zu machen. An dem Punkt möchten wir ansetzen, da wir ein enormes Wachstumspotenzial für Unternehmen sehen.
 

Analyse als Grundlage für die Weiterentwicklung

In vielen Branchen wird auf lange Sicht eine Weiterentwicklung des Geschäftsmodells unumgänglich sein, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Als Grundlage für Entscheidungen über die (Neu-)Ausrichtung sollte ein professionelles Self Assessment im Stile einer Due Diligence erfolgen.
 
Die analytische Aufbereitung von relevanten Parametern mit konkreten Handlungsempfehlungen stellt eine fundierte Entscheidungshilfe dar. Ein sowohl bedarfsgerechter, individuell zugeschnittener Lösungsansatz, als auch eine interdisziplinäre Herangehensweise sind erfolgsentscheidend. Die gewonnenen Erkenntnisse aus etablierten und bewährten Analysen aus den Bereichen IT, Financial, Legal und Tax können in Verbindung mit den Branchenkenntnissen der Geschäftsführung einen nachhaltigen Mehrwert stiften.
   
Für eine optimale Darstellung der Tabelle empfiehlt sich die Nutzung von Desktop-PC oder Tablet
IT Legal Tax
Digitalisierung vorantreiben​​Arbeitsrecht
​Verrechnungspreise (u.a. Intercompany-Darlehen)
​Prozessoptimierung
​Liefer- & Leistungsbeziehungen
​Optimale Verlustrechnung
​Konsolidierung der IT-Landschaft
​Haftungsfragen
​Risiko ungewollter / unerkannter Betriebsstätten
​Datenschutz & Sicherheit (u.a. Cloud, Home Office)
​Zeitpunkt für Struktur­maßnahmen & Nachfolge günstig

 

Im Bereich Finance können bspw. Analysen der Aufteilung und der Abhängigkeiten von Kunden bzw. Lieferanten, der Liquiditätslage sowie der Zusammensetzung des Working Capitals vorgenommen werden. Die nach innen gerichteten Analysen oder das Benchmarking mit anderen Marktteilnehmern liefern einen wichtigen ersten Anhaltspunkt für die Ausrichtung des Geschäftsmodells. Die Auswirkungen der Corona-Krise können spezifisch analysiert und auf dieser Grundlage entsprechende Handlungsempfehlungen gegeben werden.

 

Viele Unternehmen haben schon zu Beginn der Krise versucht, durch Veränderungen ihres Geschäftsmodells den möglichen Auswirkungen entgegenzuwirken. Bekanntestes Beispiel sind Restaurants, die ihr Take-Away- oder Liefergeschäft stark ausgebaut haben. Aber auch in der Industrie wurde z.B. auf das Insourcing von Prozessen aufgrund von Lieferschwierigkeiten in der Supply Chain gesetzt, die Digitalisierung von Prozessen vorangetrieben oder sogar das Angebot an digitalen Produkten als Alternative für Kunden ausgebaut. Dementsprechend stellt sich für Unternehmen die entscheidende Frage, wie in Zukunft weiter verfahren werden soll. Welche Schritte muss das Unternehmen in die Wege leiten, um zurück zur Rentabilität zu finden und sie weiter auszubauen?
     

Optimierung durch passgenaue Planung

Die Unterstützung solcher Entscheidungsprozesse kann durch eine passgenaue Planung mit entsprechenden Szenario- bzw. Sensitivitätsanalysen weiter optimiert werden. Fundierte Entscheidungen führen naturgemäß zu erfolgreicheren und effizienteren Lösungen. Eine plausible und stimmige Planung sowie die Modellierung von Szenarien und Sensitivitäten sind keine Selbstverständlichkeit.
 
Mithilfe einer integrierten Planung mit Darstellung von Vermögens-, Finanz- und Ertragslage lassen sich Szenarien sowie ihre Auswirkungen anschaulich und verständlich abbilden. In der Krise wurden von vielen Unternehmen Kredite aufgenommen oder Kreditlinien erweitert. Gerade dabei ist es wichtig, den Kapitaldienst im Auge zu behalten und zu analysieren, welche Maßnahmen man sich auf lange Sicht leisten kann bzw. muss.
 
Die Unternehmensplanung kann aber nicht nur als Grundlage für Entscheidungen zur Geschäftsausrichtung dienen, sondern auch im Jahresverlauf zum Abgleich von Soll- und Ist-Werten des operativen Geschäfts  –  also sowohl als Planungs- als auch als Kontrollinstrument. Die Unternehmensplanung gewinnt außerdem bei Buchführungs- und Sorgfaltspflichten der Geschäftsführung immer mehr an Relevanz. So fordert z. B. das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW) 2019 in seinem Positionspapier „Präventiver Restruktu­rie­rungs­rahmen“ eine gesetzliche Pflicht zur Unternehmensplanung, unabhängig von der Größe oder Rechtsform des Unternehmens.
           

Improvement: Die richtigen Schlüsse ziehen

Die blanken Zahlen und Ergebnisse aus Analysen füllen eine Entwicklung jedoch noch nicht mit Leben. Eine passende Strategie und die unternehmerische Vision sind für den Entwicklungsprozess erfolgsentscheidend. Eine zukunftsorientierte Ausrichtung am Markenkern und der Unternehmensvision ist für uns fest in unserer Unternehmens-DNA verankert und hat sich auch für viele Mandanten in der Vergangenheit als Erfolgsgarant herausgestellt. Ein klarer Fokus auf den Markenkern bedeutet nicht eine Rückkehr zu Vergangenem oder „Alter Wein in neuen Schläuchen“, sondern vielmehr, konsequent den nächsten Schritt zu gehen.
 
Das kann für jedes Unternehmen etwas anderes bedeuten  –  je nach der eigenen Lage und Position im Markt. In manchen Branchen werden Unternehmen nur geringfügige, punktuelle Anpassungen im Geschäftsmodell vornehmen müssen, während andere gezwungen sind, über das gesamte Geschäftsmodell hinweg tiefgreifende Veränderungen durchzuführen. Die aktuelle Krise ist ein günstiger Zeitpunkt, um weiter in Richtung des zukunftsorientierten Wirtschaftens zu denken, denn eine Krise ist auch immer eine Phase der Konsolidierung. Gerade jetzt ist es sinnvoll, sich verstärkt über Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder den allgemeinen gesellschaftlichen Wandel Gedanken zu machen. In diesen Themen stecken große Potenziale.
 
Je drastischer die Veränderungen sein müssen, umso wichtiger sind die Branchenkenntnisse und das Know-how des Unternehmens und seiner Geschäftsleitung. Um alle optimalen Ansatzpunkte zu finden und Verbesserungspotenziale aufzudecken, bedarf es einer lösungsorientierten und sachgerechten Analyse sowie der dazugehörigen Expertise. Das Verständnis von Ursache und Wirkung führt zuletzt zu den richtigen Entscheidungen und den daraus resultierenden Verbesserungen. Die Unternehmen, die am gründlichsten ihre Hausaufgaben machen und die richtigen Schlüsse ziehen, werden auch in Zukunft zu den Erfolgreichen zählen.
 
Dabei ist Beratung insbesondere mit Blick auf ein Self-Assessment sinnvoll, das durch ausgewählte Analysen unterstützt wird. Insbesondere durch die enge Verzahnung der Fachexpertise im Finanzbereich mit der Markt- und Branchenexpertise der Geschäftsleitung ergeben sich fundierte Entscheidungsgrundlagen, die zu Wettbewerbsvorteilen führen können. Dadurch ermöglichen wir unseren Mandanten, sich auf ihr Kerngeschäft zu fokussieren und fundierte Entscheidungen zu treffen. Wir verstehen uns als kümmernden Partner unserer Mandanten und wollen es ihnen ermöglichen, auch in stürmischen Situationen das Ruder mit ruhigem und sicheren Griff zu lenken. Im Vordergrund steht dabei eine langfristige Mandatsbeziehung, die dadurch entsteht und kontinuierlich gepflegt wird, dass die Beratung vorausschauend konzipiert und erbracht wird. So können Mandanten heute schon den Grundstein für die Entwicklung von morgen legen.

 Fazit

So hart die Krise auch viele Unternehmen getroffen hat, vorausschauendes und umsichtiges Handeln haben gerade in dieser Zeit eine enorme Relevanz. Wer jetzt die richtigen Schlüsse zieht und sein Unternehmen frühzeitig in die richtigen Bahnen lenkt, ist nicht nur für die kommenden Monate gewappnet, sondern kann der allgemeinen Marktentwicklung sogar einen Schritt voraus sein. Es lohnt sich mit gesundem Optimismus in die Zukunft zu blicken und den nächsten Schritt zu gehen!

 Isabelle Pernegger referiert:

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