M&A-Transaktionen boomten 2018 weltweit – Ausblick

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2018 war eines der stärksten Jahre für M&A-Transaktionen weltweit, jedoch ist es aktuell noch unklar, ob sich dieser Trend auch im laufenden Jahr fortsetzen wird. Im ersten Quartal verringerte sich das globale Deal-Volumen um 17 Prozent auf rund 1.000 Mrd. US-Dollar (Reuters 3/2019). Zwar begünstigt die aktuell gute Finanzierungs­lage in Europa nach wie vor M&A-Transaktionen, jedoch sehen viele Unternehmen die andauernde Unsicherheit um die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und ihren Handelspartnern sowie den Brexit als beträchtliches Risiko.

 

Eine weitere zentrale Entwicklung ist die Digitalisierung, die Wirtschaft und Gesellschaft tiefgreifend verändert. Zu den bekanntesten Vorreitern dieser digitalen Revolution gehören große Technologie-Konzerne wie Google und Microsoft; aber auch traditionelle Unternehmen entwickeln und akquirieren neue Technologien, um ihre Wett­bewerbsfähigkeit in einer digitalen Zukunft zu sichern. So investierte Toyota 1 Mrd. US-Dollar in Grab – einen der führenden APP-basierten Anbieter für Fahrgemeinschaften in Süd-Ost Asien.

 

Deutsche Unternehmen sind sich mittlerweile sehr wohl der Bedeutung des digitalen Fortschritts bewusst. So investieren auch sie nicht nur in eigene Entwicklungen: Sie erwerben die Digitalisierung von Dienstleistern, Produzenten oder bei strategischen Akquisitionen. Bei M&A-Transaktionen von MDAX- und DAX-Unternehmen waren dementsprechend von 2009 bis 2018 die beliebtesten Targets Unternehmen aus der Digitalwirtschaft (Freshfields 2019). Angesichts des anhaltenden Niedrigzins­umfelds bietet sich für Unternehmen weiterhin eine gute Möglichkeit, die eigene Digitalisierung durch Transaktionen zu beschleunigen, sofern die Kaufpreise das rechtfertigen.

 

Bemerkenswert ist zudem, dass sich nicht nur Unternehmen durch die Digitalisierung an veränderte, operative Rahmenbedingungen anpassen müssen, sondern sich die M&A-Transaktionsprozesse zunehmend digitalisieren. Darunter fallen die Akquisitionsfinanzierung (z.B. Crowdfunding-Plattformen), die Due Diligence und die Vertrags­dokumentation. Die digitalen Innovationen in diesem Umfeld erhöhen dabei meist die Prozessge­schwindigkeit und -effizienz.
 

Mit freundlichen Grüßen

 
Ihr
Wolfgang Kraus

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Prof. Dr. Christian Rödl, LL.M. (Columbia University, New York)

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