Um die Website zu personalisieren und Ihnen den größten Mehrwert zu bieten, verwenden wir Cookies. Unter anderem dienen sie der Analyse des Nutzerverhaltens, um herauszufinden wie wir die Website für Sie verbessern können. Durch Nutzung der Website stimmen Sie ihrem Einsatz zu. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.



Marketingtrend oder Unternehmenswandel?

PrintMailRate-it

​Schnell gelesen:

In unserer heutigen Arbeitswelt spielt das Thema der gesellschaftlichen Verantwortung eine immer wichtigere Rolle. Unternehmen verschiedenster Branchen legen ihren Fokus neben der Konzentration auf ihre eigentliche Geschäftstätigkeit auch auf die Wahrung der Interessen ihrer Stakeholder. Dieses Engagement ist nicht grundsätzlich mit Mehrkosten verbunden, sondern kann dem Unternehmen langfristig diverse Vorteile verschaffen und zu einer stabilen Marktposition verhelfen.

Corporate Social Responsibility – ein Thema, das sich bei fast allen größeren Unternehmen in den letzten Jahren zu einem immer wichtigeren Bestandteil in der Unternehmensführung entwickelt hat. Längst ist der englische Begriff, der gerne auch mit „CSR“ abgekürzt wird, in aller Munde. Doch was genau verbirgt sich dahinter, wie und warum integrieren Unternehmen den Bereich in ihre Unternehmensstrategie und auf welche Weise werden die damit zusammenhängenden Aktivitäten kommuniziert?

 

Eine einheitliche Definition zu Corporate Social Responsibility existiert in diesem Sinne nicht, weshalb sich der Begriff in unterschiedliche Richtungen hin interpretieren lässt. Wer mit CSR jedoch nur Spenden und Sponsoring assoziiert, liegt falsch. Grundsätzlich geht es darum, dass ein Unternehmen seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht wird und die Interessen der verschiedenen Stakeholder wahrt, während es weiterhin profitorientiert handelt und Gewinne generiert. So haben immer mehr Unternehmen in den letzten Jahren den Fokus nicht mehr nur auf die kurzfristige Gewinnmaximierung gelegt, sondern ihren Blickwinkel auch auf Themen der Nachhaltigkeit ausgeweitet.

 

CSR ist daher weder ausschließlich für riesige börsennotierte Unternehmen, noch rein für Wohltätigkeitsorganisationen von Bedeutung, sondern für jedes Unternehmen relevant. Nur ein nachhaltiger Umgang des Unternehmens im weiteren Sinne mit seiner Umwelt und den anderen unterschiedlichen Akteuren und Stakeholdern, also beispielsweise mit Kunden, Mitarbeitern oder Lieferanten, kann zu einem langfristigen und dauerhaften Erfolg führen.

 

Nach der Beschlussfassung des Europäischen Parlaments im Jahr 2014 sind sowohl kapitalmarktorientierte Unternehmen, als auch Unternehmen spezifischer Branchen seit 2017 zur CSR-Berichterstattung verpflichtet. Obwohl für die meisten Unternehmen diesbezüglich auch weiterhin nur sehr wenige vorgeschriebene Verpflichtungen bestehen, sehen sich viele immer stärker in der Verantwortung und verpflichten sich sogar freiwillig zur Einhaltung bestimmter Standards und Empfehlungen.

 

Nicht nur Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe oder der Finanzdienstleistung haben soziale Verantwortung als integralen Bestandteil in ihre Unternehmensstrategie mit einbezogen, auch in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft kommt CSR eine immer größere Bedeutung zu.

 

Indem diese Unternehmen ihre eigentliche Tätigkeit in hoher Qualität ausüben, kommen sie bereits einer sozialen Verantwortung nach. Der eigentliche Geschäftszweck von Unternehmen dieser Branche ist jedoch in großen Teilen von wirtschaftlicher Natur. Umso wichtiger ist es, die Überzeugung ihres Handelns sowie generell von sozialer Verantwortung und Nachhaltigkeit glaubwürdig zu kommunizieren. Unterstützend wirkt dabei ein zusätzliches soziales und/oder ökologisches Engagement. Immer mehr Unternehmen dieser Branche, wie Kliniken oder Pflegedienste, lassen dem Bereich CSR in ganz unterschiedlicher Art und Weise Bedeutung zukommen. So hat beispielsweise die Pflegegesellschaft mevanta1 Flüchtlinge in ihr Unternehmen integriert, die St. Augustinus-Kliniken (Neuss)2 engagieren sich durch Fundraising für Projekte in Afrika und veranstalten verschiedene Aktionen in Deutschland und die Arbeiterwohlfahrt 3 startete unter anderem ein Projekt zum Klimaschutz in stationären Pflegeeinrichtungen.

 

Zusätzlich kann durch Preise und Auszeichnungen, wie es bei mevanta mit dem Preis in der Kategorie „Betriebliche Integration geflüchteter Menschen“ der Fall war, nicht nur das Image verbessert, sondern in erster Linie die Aufmerksamkeit auf das Unternehmen gesteigert werden, was somit Aufwendungen in diesem Bereich als Marketingkosten subsumieren lässt.

 

Bei Tätigkeiten im Rahmen der Corporate Social Responsibility geht es nicht nur rein um soziale und wohltätige Zwecke. Vielmehr geht es um die langfristigen Chancen, die mit einem durchdachten Nachhaltigkeitsmanagement einhergehen. Ein unternehmensinternes Gesundheitsmanagement, flexible Arbeitszeiten oder Weiterbildungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter fördern beispielsweise die Produktivität der Angestellten und erhöhen den Wohlfühlfaktor im Unternehmen. Gerade junge Arbeitskräfte sind sich neben den finanziellen Bedingungen dieser Faktoren sehr bewusst und wählen entsprechend den Arbeitgeber auch nach solchen Kriterien aus.

 

Moderne IT-Systeme reduzieren nicht nur den Papierverbrauch (Ressourcenverbrauch ist ein Aspekt des CSR!), sondern ermöglichen mit einem höheren Digitalisierungsgrad auch effiziente Verwaltungsprozesse. Auch die Integration von Zukunftstechnologien, wie die Verwendung von produziertem Strom durch die betriebseigene Photovoltaikanlage, oder das Zurverfügungstellen von notwendiger Ladeinfrastruktur im Elektromobilitätsbereich verhelfen dem Unternehmen zu einem modernen Erscheinungsbild und tragen einen wesentlichen Anteil zum Klimaschutz bei. Ausgaben für Investitionen und Anstrengungen zum Ausbau der Corporate Social Responsibility dürfen also nicht als lästiger Aufwand oder nur als reines Marketing betrachtet werden, sondern können als Win-win-Situationen das Unternehmen bereichern.

 

Nicht zu vergessen sind natürlich die mit jeder Veränderung einhergehenden Risiken. Das sind einerseits die Risiken in Bezug auf die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit (bspw. Vorwurf von Greenwashing), andererseits aber auch die mit der Ausführung der unterschiedlichen Maßnahmen zusammenhängenden Unsicherheiten und teilweise entstehenden Kosten. Also auch bei freiwilligem Nachhaltigkeitsengagement ist Vorsicht geboten.

 

Mit dem steigenden Engagement zum nachhaltigen Wirtschaften geht die vermehrte Publizität dieser Tätigkeiten einher. Viele Unternehmen fertigen heutzutage spezielle CSR-Berichte an, in denen sie über interne Richtlinien und Prinzipien, Unternehmensdaten und -fakten sowie über die den CSR-Bereich betreffenden Aktivitäten berichten. Auch wenn die Berichterstattung über die gesellschaftliche Verantwortung derzeit für die Mehrheit der Unternehmen keine Verpflichtung darstellt, entscheiden sich dennoch viele Betriebe für die Veröffentlichung eines solchen Berichts. Freiwillige Berichterstattung fördert sowohl die Transparenz, als auch die das Unternehmen betreffende Kommunikation, was dadurch wiederum einen Mehrwert generieren kann.

 

Machen Sie sich bewusst, wie sich ein gut strukturiertes Nachhaltigkeitsmanagement auf Ihr Unternehmen auswirken kann und wie sich dadurch Werte, die Ihr Unternehmen prägen, glaubwürdig vermitteln lassen. Haben Sie stets den langfristigen Erfolg vor Augen und lassen Sie sich nicht von kurzfristigen Gewinnmöglichkeiten und Aufwandsersparnissen dazu verleiten, die Zukunft Ihres Unternehmens auf Spiel zu setzen.

 

Weitere Informationen zu den Tätigkeiten von Rödl & Partner im
Bereich der Corporate Social Responsibility finden Sie unter:

 

Kontakt

Contact Person Picture

Kai Imolauer

Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH)

Partner

+49 911 9193 3606
+49 911 9193 3549

Anfrage senden

 Bleiben Sie informiert!

Deutschland Weltweit Search Menu