Angst vor Datenklau als größte Hürde für das E-Government

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Sowohl der Digitalindex der Europäischen Kommission als auch das E-Government im OECD-Ranking werden von Dänemark angeführt. So wird die digitale Kompetenz der dänischen Unternehmen, Verwaltungen und öffentlichen Einrichtungen seit Jahren ausgebaut, das Land wird vernetzter und passt sich der gesellschaftlichen Entwicklung an. Die Bürger haben eine hohe Forderungshaltung gegenüber behördlicher Verwaltung, der Einsatz digitaler und neuer Technologien wird vorausgesetzt, es herrscht nahezu vollständiges Vertrauen in Sachen Datenschutz und Datensicherheit. Anders sieht es in Deutschland aus: 67 Prozent der Bundesbürger haben Angst vor unbefugtem Zugriff auf persönliche Informationen bei der Verwendung von Online-Diensten der hiesigen Behörden.

 

Am 18. Mai hat die Europäische Kommission ihre Ergebnisse des Index für digitale Wirtschaft und Gesellschaft vorgestellt. Untersucht wurden unter anderem die Fortschritte der Mitgliedsstaaten bei der Internetanbindung, die Digitalisierung von Unternehmen und der digitale Umgang sowie der Kompetenzfortschritt von öffentlichen Einrichtungen. Deutschland nimmt unter den 28 EU-Mitgliedsstaaten den 14. Platz ein und verharrt damit im Mittelfeld, hinter den meisten seiner Nachbarländer. Dadurch wird deutlich, dass die Wahrnehmung digitaler Themen zwar stetig wächst, damit einhergehend aber auch Probleme und Hürden auftreten können. So ist es zwingend notwendig, dass vor allem der öffentliche Sektor ein breites Vertrauen zu seinen Bürgern, Kunden und Bezugsgruppen aufbaut. Denn unter knapp 1.000 Befragten Bundesbürgern, im Auftrag einer von „sopra steria” durchgeführten Umfrage für das European Digital Government Barometer 2018, zeigt sich, dass knapp 85 Prozent eine volldigitalisierte Verwaltung unterstützen würden. Dabei werden vor allem die Zeitersparnis und Flexibilität als größte Vorteile angeführt. Man ist dann nicht auf Öffnungszeiten angewiesen und kann seine Behördengänge auch am Wochenende erledigen. Ein weiteres Plus der Digitalisierung sehen die Befragten darin, dass die bereits bestehenden Möglichkeiten zur Online-Dienst-Nutzung von Bund, Ländern und Kommunen, flächendeckend aufbrechen und nach Lebenslagen bündeln. Aktuell missfällt die organische Trennung nach Zuständigkeiten. Eine breitere Orientierung am Nutzer sowie die einfache Handhabung bisheriger Prozesse wird gewünscht.

 

Quelle: European Digital Government Barometer 2018

 

 

 

 

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Bastian Schönnenbeck

Master of Laws (LL.M.) Informationsrecht, B.Sc. Betriebswirtschaft

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