Mobilfunk-Ausbau: Es ist kaum mit schnellen Fortschritten zu rechnen

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​Der BDI-Präsident Dieter Kempf bezweifelt, dass in den nächsten Jahren ein zügiger Ausbau des Mobilfunknetzes zu verzeichnen sein wird. Hauptproblem bleibe weiterhin, dass kaum Anreize für einen flächendeckenden Ausbau gesetzt worden seien. Dies könnte in Zukunft auch die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie beeinträchtigen.

 

Dieter Kempf sieht in den nächsten Jahren keine signifikante Verbesserung beim Ausbau des Mobilfunknetzes. Insbesondere im ländlichen Raum werde sich die Lage in den nächsten fünf Jahren kaum verbessern.

 

Hierfür macht Kempf in erster Linie das – in seinen Augen – falsche Auktionssystem verantwortlich, das schon bei der Versteigerung der UMTS-Frequenzen angewendet worden sei. Der BDI-Präsident kritisiert, dass durch die einfache Versteigerung der Frequenzen enorm viel Geld aus den Firmen gezogen würde, im Fall der 5G-Versteigerungen ca. 6,55 Milliarden Euro, das nun nicht mehr für Investitionen in das Mobilfunknetz zur Verfügung stünde. Außerdem würden sich die Unternehmen erfahrungsgemäß darauf konzentrieren, ihre Investitionen hauptsächlich in den Gebieten zu tätigen, in denen eine entsprechende Rendite erwartet wird, was zu dem bestehenden Flickenteppich geführt habe.

 

Stattdessen sollte der Staat Investitionen in die Mobilfunkinfrastruktur attraktiver machen. Hierfür schlägt Kempf Negativ-Auktionen vor, über welche unwirtschaftliche Gebiete versteigert werden, wobei der Gewinner eine konkrete Verpflichtung für den Ausbau dieser Flächen eingeht. Außerdem regt der BDI-Präsident an, zukünftig wieder verstärkt auf die Aufstellung von Masten zu setzen, statt auf Erdkabel. Hierdurch ließen sich die Kosten für die Errichtung der Netze um rund 75 Prozent reduzieren.

 

Ein beschleunigter Ausbau steht auch im Interesse der deutschen Industrie. Sie verspricht sich durch die 5G-Technologie auch zukünftig global wettbewerbsfähig zu sein. Gegenüber dem 4G-Standard weist 5G unter anderem eine hundertfach schnellere Datenübertragungsrate auf. Dies wird als Grundstein angesehen, um zukunftsweisende Technologien, wie über Internet vernetzte Produktionen oder selbstfahrende Autos einsetzen zu können.

 

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