Studien-Umfrage – „5-D” STRATEGIEREVIEW der Energiewirtschaft in der Ukraine-Krise

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​​veröffentlicht am 1. Juni 2022

 

 

 

Kaum haben Stadtwerke und Energieversorger die Corona-Pandemie weitestgehend erfolgreich mit einem Digitalisierungsschub gemeistert und den Blick für die Cybersecurity ihrer kritischen Infrastruktur geschärft, sieht sich die Energiewirtschaft mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine konfrontiert. Die deutsche Energieversorgungssicherheit steht in Frage. 


Die sprunghaft gestiegenen Energiepreise für Strom, Gas und Öl sowie mangelnde Verfügbarkeit wichtiger Rohstoffe gefährden die Industrie und den Wirtschaftsstandort Deutschland. Insbesondere die energieintensive Stahlindustrie ist stark gefährdet. Es drohen Insolvenzen und Zahlungsausfälle von Verbrauchern, die sich die teuren Energiepreise auch vor dem Hintergrunde der einsetzenden hohen Inflation nicht mehr leisten können. Als subtiler Stellvertreterkrieg sind darüber hinaus vermehrt Cyber-Attacken aus Russland nicht auszuschließen.

 

Und plötzlich liegen für die Bundesregierung wieder alle Optionen auf dem Tisch: Von der Verlängerung der Kohleverstromung bis hin zur Umgestaltung des CO2-Marktes. Mit dem Ziel, sich so schnell wie möglich aus der energiepolitischen Abhängigkeit von Russland zu befreien, erscheint die nachhaltige Energieversorgung ins Hintertreffen zu geraten.

 

Doch dem ist nicht so. Vielmehr erhält die Energiewende nach den kurzfristigen Unsicherheiten und händeringender Suche alternativer fossiler Energiequellen weitere Impulse und Rückenwind. Allen ist klar: Eine energiepolitische Unabhängigkeit sowie die gesetzten Klimaschutzziele sind nur durch Dekarbonisierung und Elektrifizierung der Energieversorgung zu erreichen, die aus 100 Prozent Erneuerbaren Energien gespeist wird.

 

Die tiefgreifenden Transformationsprozesse rund um die wegweisenden „5-D“ der Energiewirtschaft beschleunigen sich und erfordern unternehmerische Antworten: Die „Dekarbonisierung“ und „Dezentralisierung“ (Energiewende), die „Digitalisierung“ der Geschäftsprozesse, der Erhalt der unternehmerischen Leistungsfähigkeit trotz drohender Kompetenzverluste und Fachkräftemangel im Zuge des „Demografischen Wandels“ sowie die in der Konsequenz umzusetzende „Diversifizierung“ der Geschäftsmodelle hin zu einem lokalen, nachhaltigen und multifunktionellen Energiedienstleister bleiben zentrale strategische Herausforderungen aller Entscheider in der Branche.

 

Als Treiber der Energiewende können sich aktive Energieversorger und Stadtwerke, die in den vergangenen Jahren in die Energie- Mobilitäts- und Wärmewende sowie Maßnahmen zur Sektorenkopplung investiert haben, bestärkt fühlen. Kurzfristig stehen jedoch auch sie vor der Herausforderung, die Energieversorgungskrise zu managen.

 

Langfristig erscheint es dennoch die günstigere Lösung zu sein, in regenerative Energien zu investieren. Bei anhaltend steigenden Kosten für fossile Energieträger verbessern sich die Gesamtkosten von E-Autos im Vergleich zu Verbrennungsmotoren. Wasserstoff rechnet sich gegebenenfalls früher als erwartet.

 

Gleichwohl ist es Aufgabe der Bundespolitik einen verlässlichen und kosteneffizienten Weg zur Klimaneutralität technologieoffen auszugestalten, um das erklärte Ziel der Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen. Das Gesetzpaket zum Klimaschutz-Sofortprogramm bildet dieses Jahr den ersten gesetzlichen Rahmen.

 

Darüber hinaus müssen kommunale Klimaschutzstrategien abgestimmt und beschlussmäßig fixiert werden, um aus Sicht der Finanzierung sowohl die dafür notwendigen Investitionen als auch die geforderten Renditen sowie die Gewinnausschüttungen an die Gesellschafter in Einklang zu bringen.

 

Aufgrund der positiven Resonanz auf unser „5-D-Strategiereview“ aus dem Jahr 2019 führen wir dieses Jahr ein Update unserer Studie durch.

 

Wir freuen uns, wenn Sie als Geschäftsführer oder Entscheidungsträger Ihre Sicht auf unsere Fragen zur aktuellen Situation und den daraus resultierenden strategischen Herausforderungen beantworten, und damit Gleichgesinnten in unserer Branche Orientierung geben.

 

 

 
 


*Rödl GmbH Rechtsanwaltsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

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Anton Berger

Diplom-Ökonom, Diplom-Betriebswirt (FH)

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