Entwicklung eines Controllingkonzeptes für ein Stadtwerk in Baden-Württemberg

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Unter Federführung von Rödl & Partner wurde bei einem mittelgroßen Stadtwerk in Baden-Württemberg ein Projekt zur Entwicklung eines Controllingkonzeptes durchgeführt. Ziel des Projekts war die Untersuchung des aktuellen Controllingsystems und die Ausarbeitung eines maßgeschneiderten Soll-Konzeptes für das Unternehmenscontrolling. Grundlage der Analyse waren diverse Interviews und Workshops.

​Ausgangssituation und Rahmenbedingungen

Das Stadtwerk aus Baden-Württemberg ist ein rein kommunales Energieversorgungsunternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern. Als Eigenbetrieb organisiert versorgt es die Einwohner der Stadt sowie im näheren Umland mit Energie und Wasser. Neben den klassischen Geschäftsfeldern der Energie- und Wasserversorgung gehören auch der Betrieb eines Hallenbades, einer Telekommunikationssparte sowie Aktivitäten im Bereich Wärme-Contracting zum Leistungsportfolio. 


Die Anforderungen an das Stadtwerk haben sich, wie für alle Versorger in Deutschland, aufgrund des dynamischen Marktumfelds rasant verändert. Um für die unternehmerischen Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein, einen effizienten Umgang mit den Unternehmensressourcen sicherzustellen und Erlös- und Kostentransparenz in den Wertschöpfungsprozessen zu schaffen, haben die Entscheidungsträger des Stadtwerks die Entwicklung eines passgenauen Controllingkonzepts beauftragt.

 

Methodisches Vorgehen

In der Praxis haben sich für diese Art von Projekten insbesondere eine hohe Vor-Ort-Präsenz der Berater sowie eine starke Zusammenarbeit mit den Führungskräften und Mitarbeitern bewährt. Hierdurch war zudem eine effiziente Projektbearbeitung sichergestellt. Für die Ausarbeitung des Controllingskonzepts kam ein stufenweiser Beratungsansatz zur Anwendung.

 
Ist-Bestandsaufnahme und Analyse der Ist-Situation
Zunächst wurden alle relevanten Informationen zu den bestehenden Controllingstrukturen und -instrumenten, wie beispielsweise Auszüge aus dem bestehenden Berichtswesen, Wirtschaftsplan oder die  IT-Systemlandschaft, aufgenommen. Ziel war es zunächst, sich von Beraterseite einen umfassenden Einblick in die bestehende Controllinglandschaft zu verschaffen.

 

 

 

Abbildung 1: Modularer Beratungsansatz

 

Im Anschluss wurden mit den involvierten Führungskräften und Mitarbeitern aus den jeweiligen Verantwortungsbereichen – auch mit den Verantwortlichen aus dem Bereich der Technik – Interviews durchgeführt, um detaillierte Erkenntnisse über die bisherigen Abläufe im Controlling zu erhalten.

 

Ergebnis des ersten Moduls war die Identifizierung von Stärken und Schwächen. Die wesentliche Grundlage für die Entwicklung des Soll-Konzeptes.


Erstellung Soll-Konzept
Basierend auf den Erkenntnissen von Modul 1 wurde zunächst ein interaktiver Workshop mit allen Beteiligten zum Thema
„Controllingverständnis” durchgeführt. Ziel war es mit allen Verantwortlichen ein einheitliches Selbstverständnis zum Unternehmenscontrolling zu entwickeln. Anschließend wurden in Kleingruppen mit den Verantwortlichen die speziellen Controlling-Anforderungen ausgearbeitet und grob skizziert. Für das betroffene Stadtwerk waren insbesondere die nachfolgenden Bereiche Gegenstand der Betrachtung:

 

  • Investitions- und Unterhaltungscontrolling
  • Vertriebscontrolling
  • Unternehmensplanung
  • Hochrechnung
  • Berichtswesen.

 

In einem Soll-Konzept wurden zu jedem Bereich die Ziele und Aufgaben sowie die aktuelle Ist-Situation mit einem kurzen Fazit beschrieben. Darauf aufbauend erfolgte die Beschreibung des Soll-Konzeptes für den jeweiligen Controlling-Baustein. Mit diversen Prüf- und Arbeitsaufträgen wurden pragmatische Ansätze aufgezeigt, wie die bestehenden in-dividuellen Schwächen bei dem Stadtwerk behoben werden können. Dabei betrafen einige Prüfaufträge auch die bereits vorhandene  IT-Landschaft.

 

Umsetzungsbegleitung

Aktuell befindet sich das Unternehmen in der Vorbereitung der erforderlichen Umsetzungsschritte. Bevor eine Feinplanung für die Umsetzung des Soll-Konzepts erstellt werden kann, wurde zunächst eine Priorisierung der verschiedenen Konzeptbestandteile unter Einbindung der Verantwortlichen vorgenommen. Da das Stadtwerk mit einem IT-Dienstleister zusammenarbeitet und einige Prüfaufträge im Soll-Konzept das IT-System betrafen, wurde eine inhaltliche fachliche Klärung zunächst vorgeschaltet.

 

In einem nächsten Schritt sollen dann die erforderlichen Um-setzungsaufgaben (IT-System, Prozesse und Berichtswesen) im Detail ausgearbeitet werden. Rödl & Partner wird das Stadtwerk hierbei auch zukünftig bei der Umsetzung des Soll-Konzeptes weiter tatkräftig unterstützen.

 

Hinweis

Gerade vor der Einführung von Controlling-Softwares erweist sich die Erstellung eines Controlling-Soll-Konzeptes als besonders hilfreich. Erst wenn Abläufe, Informationsempfänger sowie die Inhalte geklärt und abgestimmt sind, ist eine Softwareimplementierung sinnvoll. Zudem fördert ein Soll-Konzept auch die interne Akzeptanz für diese.

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Kontakt

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Diana Basilio

M.Sc. Energie- und Finanzwirtschaft

Associate Partner

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