Osterholzer Stadtwerke: Prozessanalyse als Instrument zur Prozess- und Kostenoptimierung

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Unter Federführung von Rödl & Partner wurde bei den Osterholzer Stadtwerken ein Projekt zur Prozessanalyse durchgeführt.

Ziel des Projekts war die Untersuchung der Prozesslandschaft zur Ermittlung von qualitativen und quantitativen Potenzialen sowie die
Ableitung und Bestimmung von Maßnahmen für eine nachhaltige Prozess- und Kostenoptimierung. Die Projektdurchführung erfolgte
dabei auf Grundlage eines Prozesskostenbenchmarks.

​Ausgangssituation und Rahmenbedingungen

Die Osterholzer Stadtwerke GmbH & Co. KG (im weiteren OSW genannt) sind ein kommunales Energieversorgungsunternehmen im Norden der Hansestadt Bremen, das im Jahr 2010 aus der Fusion der Stadtwerke Lilienthal, Stadtwerke Osterholz und den Gemeindewerken Ritterhude hervorgegangen ist. Die OSW sind ein klassisches, kommunalgeprägtes Querverbundversorgungsunternehmen, das alle wesentlichen Wertschöpfungsstufen abdeckt. In den letzten Jahren haben die OSW ihre Netzaktivitäten durch Netzübernahmen im angestammten Versorgungsgebiet kontinuierlich erweitert. Gesellschafter sind, über die jeweiligen Wirtschaftsbetriebe, die Gemeinden Ritterhude und Lilienthal, die Stadt Osterholz-Scharmbeck sowie die swb Vertrieb Bremen.

 

Die Anforderungen an die OSW haben sich aufgrund des dynamischen
Marktumfelds sowie der Übernahme neuer Netze rasant verändert. Darüber hinaus waren in den letzten Jahren die Rahmenbedingungen auch durch die operative Umsetzung der Unternehmensfusion geprägt.
Vor dem Hintergrund der Renditeanforderungen der Gesellschafter,
der Sicherstellung der Wettbewerbs- und Investitionsfähigkeit,
schwankender Ergebnisentwicklung sowie der operativen Umsetzung der Unternehmensfusion, hat die OSW veranlasst, eine unternehmensweite Prozessuntersuchung unter Federführung von Rödl & Partner durchführen zu lassen. Wesentliche Zielsetzungen für das Projekt waren dabei die Identifikation von Prozessineffizienzen sowie die Ableitung von
Maßnahmen zur Behebung der Ineffizienzen (qualitativ und quantitativ).

 

Methodisches Vorgehen

Für die Untersuchung und Analyse von Unternehmensprozessen
gibt es in der Praxis unterschiedliche Herangehensweisen. Im vorliegenden Fall hat Rödl & Partner, in Abstimmung mit den
Projektverantwortlichen der OSW, einen Benchmark gestützten
Projektansatz gewählt, der in vergleichbaren Projekten eine effiziente
Identifizierung von Prozessschwachstellen sichergestellt hat. Der modulare Beratungsansatz setzt sich dabei aus insgesamt drei Stufen zusammen:

 

 

Abbildung 1: Modularer Beratungsansatz 

 

 

Stufe 1: Prozesskostenerhebung

Im Rahmen einer Prozesskostenerhebung wurden mittels eines auf die energiewirtschaftlichen Anforderungen ausgerichteten und standardisierten Prozesskostenerhebungsbogens alle Kosten
und Personalkapazitäten entlang der Wertschöpfungsstufen
erhoben.


Stufe 2: Prozesskostenbenchmark und erste Identifikation von
Optimierungspotenzialen

 

Abbildung 2: Beispielprozess (€/Ressourcentreiber)

 

Im Anschluss an die Prozesskostenerhebung wurden von Rödl &
Partner anhand definierter Kosten- und Ressourcentreiber prozessspezifische Kennzahlen für die OSW ermittelt und einem
Prozesskostenbenchmark mit anderen Versorgungsunternehmen
(Grundlage: Datenpool von Rödl & Partner) unterzogen. Ziel des Prozesskostenbenchmarks war es, einen ersten Überblick über auffällige Unternehmensprozesse mit Optimierungspotenzial zu erhalten.


Stufe 3: Detailanalyse und Ableitung von Umsetzungsmaßnahmen

Auf Grundlage der Benchmarkergebnisse wurden in einem nächsten Arbeitsschritt von Rödl & Partner kostenauffällige Unternehmensprozesse (quantitativ) mit den jeweiligen Prozessverantwortlichen im Rahmen von Prozessworkshops tiefergehend
untersucht und analysiert (qualitativ). Die gewonnenen Erkenntnisse mündeten anschließend in definierte Maßnahmen zur Optimierung der betroffenen Prozesse. Hierzu wurden, je betroffenen Prozess, die erforderlichen Einzelmaßnahmen mit einer qualitativen und quantitativen Bewertung dokumentiert.

 

Projektergebnisse

Der zuvor beschriebene Projektansatz führte bei den OSW zu
folgenden Ergebnissen:

  1. Identifizierung von Prozessverbesserungen in den Bereichen
    Vertrieb sowie Shared Service, aufgrund heterogener Arbeitsabläufe und Zuständigkeiten und daraus resultierend
    die Empfehlung zur punktuellen Anpassung der Unternehmensorganisation.
  2. Das Benchmarking lieferte Hinweise auf Auffälligkeiten bei
    den EDV-Kosten. Hieraus konnten Potenziale zur Optimierung
    bei den Aufwendungen für die Unternehmens-IT abgeleitet
    werden.
  3. Im Zuge der Prozessworkshops wurden Unternehmensaktivitäten identifiziert, die nicht zu den Kernaufgaben eines Versorgungsunternehmens gehören. Hierdurch konnten Maßnahmen zur Konzentration auf die Kernkompetenzen eines solchen abgeleitet werden.
  4. Aus den Gesprächen mit den Prozessverantwortlichen konnten Verbesserungspotenziale und entsprechende Maßnahmen im Hinblick auf die Notwendigkeit einer engeren Verzahnung zwischen der Unternehmensstrategie und den Instrumenten zur Unternehmenssteuerung auf der einen Seite sowie der Verbesserung des Zielvereinbarungsprozesses auf der anderen Seite abgeleitet werden.

 

Insgesamt konnte ein gesamtes Einsparpotenzial im sechsstelligen
Bereich p.a. und darüber hinaus wesentliche organisatorische
und prozessuale Verbesserungspotenziale in unterschiedlichster
Ausprägung identifiziert werden.

 

Für weitergehende Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Auf Wunsch und nach vorheriger Rücksprache stellen wir Ihnen gerne einen Kontakt zum projektverantwortlichen Ansprechpartner bei den Osterholzer Stadtwerken her.

Kontakt

Contact Person Picture

Diana Basilio

M.Sc. Energie- und Finanzwirtschaft

Associate Partner

+49 221 9499 092 28
+49 221 9499 099 00

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