Kurzmitteilungen Wirtschaft

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IASB veröffentlicht neue Version von IFRS 9 inkl. Hedge Accounting

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 19. November 2013 eine neue Version von IFRS 9 „Financial Instruments” veröffentlicht, die die neuen Regelungen zum Hedge Accounting enthält. Diese ersetzen die entsprechenden Regelungen in IAS 39. Allerdings haben Unternehmen das Wahlrecht, die bisherigen Regeln weiterhin anzuwenden.
 

Neue Rechnungslegungsstandards und Rechnungslegungshinweise des IDW

Der Hauptfachausschuss (HFA) des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat im Dezember die folgenden Rechnungslegungsstandards verabschiedet:
  • IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung: Rechnungslegung von Stiftungen (IDW RS HFA 5); zum Entwurf siehe Beitrag im Mandantenbrief Dezember 13 / Januar 2014.
  • IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung: Rechnungslegung von Vereinen (IDW RS HFA 14); hier wurden Neuregelungen für Stiftungen als Folgeänderungen auch für Vereine übernommen.
  • IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung: Einzelfragen zur Ermittlung des Fair Value nach IFRS 13.

Im Nachgang zu dieser Sitzung soll auch eine aktualisierte Fassung des IDW Rechnungslegungshinweises: Erstellung von Gewinnprognosen und -schätzungen nach den besonderen Anforderungen der Prospektverordnung sowie Gewinnschätzungen auf Basis vorläufiger Zahlen (IDW RH HFA 2.003) verabschiedet werden. 
 
Weiterhin wurde auf dieser Sitzung die vom Immobilienwirtschaftlichen Fachausschuss verabschiedete IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: Abgrenzung von Erhaltungsaufwand und Herstellungskosten bei Gebäuden in der Handelsbilanz (IDW RS IFA 1) billigend zur Kenntnis genommen. Die aufgrund des Dritten Gesetzes zur Neuregelung energiewirtschaftlicher Vorschriften erforderlich gewordene Neufassung der IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung: Rechnungslegung nach § 6 b Energiewirtschaftsgesetz (IDW RS ÖFA 2) schließlich wurde vom Fachausschuss für öffentliche Unternehmen und Verwaltungen am 26. Juli 2013 verabschiedet und vom HFA am 3. September 2013 billigend zur Kenntnis genommen.
 

Größenkriterien bei Erstanwendung des MicroBilG

Nach dem MicroBilG können Kleinstkapitalgesellschaften, die zwei von drei Merkmalen hinsichtlich Bilanzsumme, Umsatzerlösen und Arbeitnehmerzahl nicht überschreiten, ab dem Geschäftsjahr 2012 bestimmte Erleichterungen hinsichtlich der Aufstellung und Offenlegung des Jahresabschlusses in Anspruch nehmen (im Einzelnen hierzu Mandantenbrief März 2013). Unter welchen Voraussetzungen diese Einstufung im Erstanwendungszeitpunkt Erstanwendungszeitpunkt erfolgen kann, ist gesetzlich nicht ganz eindeutig geregelt.
 
Normalerweise ist für die Zuordnung eines Unternehmens zu einer Kategorie entscheidend, dass die maßgeblichen Schwellenwerte an zwei aufeinanderfolgenden Stichtagen über- bzw. unterschritten werden. Demgegenüber vertritt die Bundesanzeiger-Verlagsgesellschaft, die für die Durchführung des Offenlegungs- und Ordnungsgeldverfahrens zuständig ist, in Abstimmung mit dem Bundesamt für Justiz die Auffassung, dass bei der Erstanwendung des MicroBilG ausschließlich auf die Verhältnisse zum 31. Dezember 2012 abzustellen ist. Demnach sind Unternehmen, die zu diesem Termin erstmals die maßgeblichen Schwellenwerte nicht überschreiten, bereits als Kleinstkapitalgesellschaften einzustufen, während andererseits Unternehmen, die die Schwellenwerte erstmals überschreiten, bereits nicht mehr als Kleinstkapitalgesellschaften einzustufen sind.
 

FG Rheinland-Pfalz zum Abfluss von Betriebsausgaben bei Zahlung mit Kreditkarte

Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz hat entschieden, dass beim Kreditkartengeschäft mit der Unterschrift des Belastungsbelegs die Leistung bewirkt wird; die wirtschaftliche Verfügungsmacht über die betreffenden Mittel wird zu diesem Zeitpunkt auf das Vertragsunternehmen übertragen. Bei Zahlung mit Kreditkarte erfolgt somit der Abfluss zum Zeitpunkt der Unterschrift und nicht erst bei Belastung des Kontos.

Kontakt: andreas.schmid@roedl.de

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