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Notarielle Beglaubigung von Übersetzungen in der Russischen Föderation

PrintMailRate-it

​von Tatiana Issaenko

Besonderheiten der notariellen Beglaubigung der Übersetzungen von Dokumenten

Die notarielle Übersetzung von Dokumenten ist ein Verfahren der Übersetzung von Dokumenten aus dem Russischen in eine Fremdsprache und umgekehrt mit einer obligatorischen Beglaubigung durch den Notar. Eine Amtsperson, d.h. der Notar, bestätigt die Identität des Übersetzers, seine Qualifikation und Unterschrift. Gemäß Art. 81 „Beglaubigung der Richtigkeit der Übersetzung“ des Gesetzes Nr. 4462-1 „Grundlagen der Gesetzgebung der Russischen Föderation über das Notariat“ vom 11. Februar 1993 bestätigt der Notar die Richtigkeit der Übersetzung aus einer Sprache in die andere, wenn er der entsprechenden Sprachen mächtig ist. Sollte der Notar der entsprechenden Sprachen nicht mächtig sein, so kann die Übersetzung praktisch von jedem Diplom-Übersetzer angefertigt werden, der dem Notar zur Bestätigung seiner Qualifikation das Original seines Diplomzeugnisses über den Hochschulabschluss in Linguistik oder Philologie, d.h. das Diplom, vorgelegt hat. Artikel 81 des oben genannten Gesetzes erlaubt es den Notaren, die Echtheit der Unterschrift des Übersetzers auf jedem Dokument ohne Überprüfung der Übersetzung zu bescheinigen. Die Unterschrift eines Notars und sein Dienstsiegel legalisieren das Dokument, diese Dokumente werden dann durch die staatlichen Behörden uneingeschränkt akzeptiert.

Ein Übersetzer, der verschiedene Dokumente für deren weitere notarielle Beglaubigung übersetzt, muss nicht nur die entsprechende Fremdsprache beherrschen, sondern auch die Rechtsterminologie verstehen und sich darin gut auskennen, also Erfahrung in der Übersetzung von Rechtstexten und rechtsverbindlichen Dokumen­ten, verschiedenen Verträgen (Kauf-, Miet-, Bürgschaftsverträgen usw.), juristischer Fachliteratur haben.

Beim Notartermin zur Beglaubigung einer Übersetzung muss wie bei jeder notariellen Handlung der Übersetzer anwesend sein. Darüber hinaus ist die Frist für die Erbringung solcher Leistungen bei verschiedenen Notaren unterschiedlich und kann je nach Arbeitsgestaltung in der Notarkanzlei zwischen 30 Minuten bis zu mehreren Stunden dauern.

Die notarielle Beglaubigung ist in der Regel ein Teil der Legalisierung von Dokumenten zur Verwendung außer­halb des Staates, in dem sie ausgestellt wurden. Trotz der offensichtlichen Einfachheit des Verfahrens haben die Menschen, die solche Leistungen früher nicht benötigten, viele diesbezügliche Fragen. Nachstehend werden die häufigsten davon beleuchtet.

Pflicht zur notariellen Beglaubigung von Dokumenten

Gemäß den geltenden Rechtsvorschriften und internationalen Vereinbarungen ist die notarielle Beglaubigung einer durch einen Diplom-Übersetzer angefertigten Übersetzung nicht in allen Fällen vorgeschrieben. Ihre Notwendigkeit hängt von vielen Faktoren ab:
  • der Art des durch eine Apostille bzw. in einem Konsulat zu legalisierenden Dokumentes;
  • dem Land, für das dieses Verfahren durchgeführt wird;
  • dem Zweck der Vorlage des Dokumentes an die zuständige ausländische Behörde usw.
Die Pflicht zur notariellen Beglaubigung von Übersetzungen ist in der Regel in den Gesetzgebungsakten und untergesetzlichen Normen für bestimmte Rechts- oder Wirtschaftsbereiche festgelegt. Einige Unternehmen benötigen keine notarielle Beglaubigung. Es reicht aus, wenn die Richtigkeit der Übersetzung mit dem Siegel und der Unterschrift (dem Siegel, der Unterschrift und dem Stempel) des betreffenden Unternehmens oder eines spezialisierten Übersetzungsbüros bestätigt wird.

Das Verfahren zum Erhalt einer notariell beglaubigten Übersetzung ist jedoch, sofern es von Fachleuten mit den erforderlichen Zulassungen durchgeführt wird, zeitsparend und kostengünstig. Um Probleme bei der Lega­lisierung von Dokumenten zu vermeiden, ist es daher empfehlenswert, die Leistungen eines Notars zwecks Bestätigung der Unterschrift des Übersetzers in Anspruch zu nehmen, der die entsprechende Übersetzung angefertigt hat.

Wann kann der Notar die Beglaubigung von Übersetzungen verweigern?

Der Notar, der für die Beglaubigung der Übersetzungen zuständig ist, kann die Ausübung dieser notariellen Handlung verweigern. Dies geschieht in folgenden Fällen:

Wenn der Notar an der Qualifikation eines Übersetzers zweifelt. Mit seinem Siegel und seiner Unterschrift bescheinigt er nicht die Korrektheit der Übersetzung selbst, sondern die Kompetenz desjenigen, der sie angefertigt hat. Um eine Ablehnung zu vermeiden, ist es daher nicht erlaubt, selbständig erstellte Übersetzun­gen bzw. durch Unbekannte angefertigte Übersetzungen zur notariellen Beglaubigung vorzulegen. Es wäre besser, sich zu diesen Zwecken an ein bekanntes Unternehmen mit fachlich qualifizierten Übersetzern oder an spezialisierte Übersetzungsbüros zu wenden

Wenn ein Dokument durchgestrichene Wörter, Fehler, Rasuren und andere Mängel enthält, die es erschweren oder verunmöglichen, den Text zu erkennen. Beschädigte Dokumente, bei denen Daten und Zahlen, Unter­schriften und Siegel nicht sichtbar sind, werden ebenfalls nicht beglaubigt. In diesem Fall muss ein Duplikat des Dokuments in der Originalsprache eingeholt und anschließend dessen Übersetzung in gehöriger Weise beglaubigt werden.

Notarielle Beglaubigung einer Teilübersetzung

Die Übersetzung und notarielle Beglaubigung eines Teils eines Dokumentes (Teilübersetzung oder teilweise Übersetzung) ist möglich, wenn das Original einen großen Umfang an Informationen enthält und für die Erreichung der Ziele nur wenige Seiten oder Fragmente erforderlich sind. Beispielsweise werden teilweise Klauseln oder Abschnitte von Verträgen und Vereinbarungen, maßgebliche Teile von Gerichtsentscheidungen usw. beglaubigt.

Der Notar kann eine teilweise Übersetzung eines Dokumentes beglaubigen. In diesem Fall muss der Übersetzer zu Beginn des zu übersetzenden Textes einen entsprechenden Vermerk erstellen, zum Beispiel: Teilübersetzung aus dem Deutschen ins Russische.

In einigen Fällen erstellen die Notare zunächst einen gesetzlich vorgeschriebenen Auszug aus dem Original­dokument.

Der Übersetzer übersetzt dann den Auszug aus dem Originaldokument und legt ihn dem Notar zur Beglau­bi­gung vor. Dabei bescheinigt der Notar die Echtheit der Unterschrift des Übersetzers, der die Über­setzung eines „Auszuges aus dem Dokument“ und nicht eines Teils des Dokuments angefertigt hat.

Dolmetscheinsätze beim Notar

Alle notariellen Handlungen werden in der Amtssprache des Landes vorgenommen, in dem die entsprechenden Dokumente erstellt und unterzeichnet werden. In der Russischen Föderation wird der Dokumentenverkehr auf Russisch geführt. Wenn ein ausländischer Staatsangehöriger, der des Russischen nicht mächtig ist, einen Notar besucht, um notarielle Geschäfte abzuschließen (Abschluss verschiedener Verträge - Kauf-, Ehe-, Schenkungsverträge usw.), eine Vollmacht und andere juristische Dokumente zu unterzeichnen, muss der Über­setzer die erforderlichen Dokumente im Voraus nicht nur schriftlich übersetzen, sondern auch vor der Unterzeichnung solcher Dokumente durch die Mandanten bereit sein, an einer konsekutiven Verdolmetschung für sie teilzunehmen. Die Mandanten müssen genau verstehen, was sie unterzeichnen. Der Dolmetscher muss präzise und verzerrungsfrei dolmetschen. Für eine absichtlich fehlerhafte Verdolmetschung haftet der Dolmetscher gemäß der geltenden russischen Gesetzgebung.

Beim Notartermin muss der Dolmetscher jedenfalls seinen Pass und sein Diplom über den Hochschulab­schluss in Linguistik oder Philologie bei sich führen. Er muss sich in den Besonderheiten der notariellen Büroarbeit gut auskennen, die Rechtsterminologie beherrschen und praktische Erfahrung im Dolmetschen bei der Vornahme der notariellen Handlungen haben.

Verfahren zum Abschluss eines notariellen Geschäfts (Abschluss eines Vertrages) unter Teilnahme einer ausländischen natürlichen oder juristischen Person:
  • Alle Dokumente müssen im Voraus übersetzt und notariell beglaubigt werden.
  • Alle Siegel, Stempel und Unterschriften in Dokumenten müssen ebenfalls aus dem Russischen / ins Ru­ssische übersetzt werden.
  • In diesem Fall wird ein zweisprachiger Vertragstext in mindestens zwei Ausfertigungen erstellt, je nach der Anzahl der Vertragsparteien zuzüglich einer Ausfertigung, die beim Notar aufbewahrt wird.
  • Vor dem Abschluss eines notariellen Geschäfts erhalten die Beteiligten einen zweisprachigen Vertragstext zum Gegenlesen und Redigieren. Alle notwendigen Änderungen und Korrekturen müssen im zweisprachigen Vertragstext vor der Vertragsunterzeichnung vorgenommen werden.
  • Wenn das Dokument vollständig fertig ist, bestätigt der Notar die Echtheit der Unterschrift des Dolme­tschers, der den Vertragstext gedolmetscht hat. Anschließend unterzeichnen die Beteiligten vor dem Notar jede Ausfertigung des Vertrages.

Unsere Übersetzungsabteilung steht Ihnen für professionelle Übersetzungs- und Dolmetschleistungen jederzeit gern zur Verfügung.

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Thomas Steinke

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