NRW stellt Wasserstoff-Roadmap vor

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veröffentlicht am 17. November 2020


Das Wirtschaftsministerium von Nordrhein-Westfalen hat die Perspektiven für die Wasserstoffwirtschaft in NRW vorgestellt. Schwerpunkte sind der Ausbau der Forschungsaktivitäten und industrieller Anwendungen sowie der Infrastruktur und des Verkehrssektors.


In der Wasserstoff-Roadmap werden ambitionierte Ziele für den Ausbau der Wasserstoffwirtschaft für die Jahre 2025 und 2030 festgelegt. Diese Aktivitäten sollen dazu beitragen, dass 25 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden und bis zu 130.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.


Im Einzelnen sind die Ziele wie folgt:

 

Bis 2025:

Industrie:

  • In Duisburg soll die erste große Anlage zur Erzeugung von Stahl auf Basis von Wasserstoff entstehen
  • Im Raum Köln/Wesseling könnte eine erste Demonstrationsanlage zur Herstellung synthetischer Kraft- und Rohstoffe, zum Beispiel für Fahrzeuge oder die Chemieindustrie errichtet werden

 

Mobilität:

  • Mehr als 400 Brennstoffzellen-LKW, mindestens 20 LKW-Wasserstoff-Tankstellen und 60 Wasserstoff-Tankstellen für PKW sind geplant
  • 500 Wasserstoff-Busse für den ÖPNV und erste wasserstoffbetriebene Binnenschiffe sollen unterwegs sein

 

Energie & Infrastruktur:

  • 500 Kilometer neue Wasserstoffleitungen in Deutschland sollen entstehen, davon 120 in Nordrhein-Westfalen mit Anbindung an überregionale Wasserstoffleitungen
  • Mehr als 100 Megawatt Elektrolyseanlagen für die industrielle Wasserstoffproduktion sollen entstehen
  • Erdgasbasierte Strom- und Wärmeerzeuger sollen in Richtung Wasserstoff weiterentwickelt werden

 

Bis 2030:

Industrie:

  • Einführung von wasserstoffbasierten Anlagen in weiteren Branchen: Glas-, Fliesen- und Ziegelindustrie, Gießereien
  • Entwicklung und Pilotierung von Verfahren für die Zementindustrie
  • Ausbau der wasserstoffbasierten Stahlherstellung 

 

Mobilität:

  • 11.000 Brennstoffzellen-LKW über 20 Tonnen, 200 Wasserstoff-Tankstellen für LKW und PKW, 1.000 Brennstoffzellen-Abfallsammler und 3.800 Brennstoffzellen-Busse für den ÖPNV 

 

Energie & Infrastruktur:

  • 1.300 Kilometer Wasserstoffleitungen in Deutschland, hiervon 240 Kilometer in Nordrhein-Westfalen
  • Erste Investitionen in Strom- und Wärmeerzeugungsanlagen
  • 1 bis 3 Gigawatt Elektrolyseleistung in Nordrhein-Westfalen

 

Demnach will sich Nordrhein-Westfalen als Vorreiter der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland profilieren.


Für Stadtwerke, Netzbetreiber und andere Energieversorgungsunternehmen ist zu erwarten, dass umfangreiche Fördermittel für Wasserstoffprojekte zur Verfügung stehen werden. Daher wäre es vorteilhaft, sich jetzt schon Gedanken zu machen und Konzepte zu entwickeln, wie Pilotprojekte zur Erzeugung, zur Verteilung und zur Nutzung von Wasserstoff initiiert werden können, um sich als energiewirtschaftlicher Vorreiter zu positionieren.

 

 

Gerne unterstützen wir Sie dabei, entsprechende Konzepte zu entwickeln und Förderprojekte zu beantragen.

 

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