Uneinbringliche Forderungen – Existenzgefährdung für kleine und mittlere Unternehmen

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Ungefähr ein Drittel der tschechischen Finanzmanager hat bereits erlebt, dass Unternehmen durch die verspätete Bezahlung ihrer Forderungen in die Insolvenz getrieben wurden. Das Problem der späten Zahlungseingänge betrifft dabei insbesondere kleine und mittlere Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis 100 Mio. CZK.​
​Bis zu 68 Prozent der Unternehmen beziffern Kosten nicht, die mit späten Zahlungseingängen verbunden sind. Werden diese Kosten dennoch beziffert, beläuft sich der durchschnittliche Betrag der im Vorjahr durch verspätete Zahlungseingänge entstandenen Mehrkosten auf 115 Tsd. CZK. Dies ergab eine gemeinsame Umfrage der Gesellschaft Intrum Justitia, der tschechischen Kammer der zertifizierten Buchhalter und des tschechischen Verbands der zertifizierten Buchhalter.
 
Für Unternehmer bleiben die Mehrkosten im Zusammenhang mit einer späten Bezahlung von Forderungen – insbesondere bei kleinen Unternehmen – unerkannt. Die Auftraggeber verlangen von ihren Buchhaltern keine Bezifferung dieser Mehrkosten und sie sind es nicht gewöhnt, mit Forderungen mittels eines Outsourcings des Forderungsmanagements oder eines Factorings zu arbeiten. Auch diese Gründe sind laut Umfrage oft der Grund für eine Insolvenz. Dies ist eine gefährliche Entwicklung, da das Erlöschen eines solchen Unternehmens nichts über dessen schlechte unternehmerische Qualität aussagt. Es handelt sich um einen externen Faktor, der die Entwicklung der gesamten Wirtschaft bremst.
 
Die Umfrage bestätigte ferner, dass in den vergangenen zwölf Monaten über 90 Prozent der betroffenen Unternehmen mit einer verspäteten Zahlung ihrer Forderungen oder mit Anforderungen nach einer viel zu langen Fälligkeit konfrontiert wurden. Dabei betrug die durchschnittliche Fälligkeit von Rechnungen 41 Tage, was 10 Tage mehr sind, als die Fälligkeit beträgt, die Unternehmen ihren Abnehmern gewähren. Verspätete Zahlungen stellen ein bedeutendes makroökonomisches Problem dar, das in der Wirtschaft zu einem Beschäftigungs- und Investitionsrückgang führt. Ganze 40 Prozent der Befragten führten an, dass verspätete Zahlungen ihrer Rechnungen die Einstellung neuer Arbeitnehmer, eine Produktionssteigerung oder Erweiterung der angebotenen Dienstleistungen behindern würden.
 
Dabei können Forderungen durch eine qualifizierte Versicherung abgesichert werden, die in Bezug auf den Aufwand nur einen Teil der durchschnittlichen Kosten darstellt, die im Zusammenhang mit der Regelung von Forderungen aufgewendet werden. Eine Forderungsversicherung bzw. Forderungsausfallversicherung (und nicht nur diese Art von Versicherung) gewährleistet in einem Unternehmen einen stabilen Cash-Flow. Jeder Finanzmanager sollte sich vor Augen führen, dass Unternehmen nicht infolge des Wirtschaftsergebnisses, sondern infolge des Cash Flows „ausgelöscht” werden.
 
In der Geschäftswelt gibt es kaum einen Unternehmer, der noch nie mit uneinbringlichen Forderungen gegenüber seinen Kunden konfrontiert war, und eine immer schlechter werdende Zahlungsmoral macht tschechische Lieferanten immer mehr zu schaffen. Verspätete Zahlungen können dabei die Existenz des eigenen Unternehmens gefährden und eine Eintreibung von Forderungen auf eigene Faust bringt oft keinen Erfolg. Einen Ausweg aus dem Teufelskreis abgeschriebener Forderungen bietet die Forderungsausfallversicherung. Falls der Abnehmer mitversichert ist, kann der Lieferant seine Geschäfte betreiben und hat die Sicherheit, dass ihm sein Geld im Falle eines Zahlungsausfalls seitens des Abnehmers von der Versicherung ausbezahlt wird.
 
Obwohl eine Forderungsausfallversicherung in Europa längst zum üblichen Bestandteil des Unternehmens gehört und das Risiko eines Zahlungsausfalls ähnlich wie Häuser oder Anlagen versichert wird, rückt sie in der Tschechischen Republik erst jetzt ins Bewusstsein. Diese Versicherung umgibt immer noch der Mythos eines hohen Versicherungspreises, der während der Wirtschaftskrise entstand, als die Versicherungsgesellschaften gezwungen waren, die Bedingungen zu verschärfen. Heute jedoch entbehrt dieser Mythos jeglicher Grundlage.
 
Eine Forderungsausfallversicherung wird in der Tschechischen Republik von vier spezialisierten Versicherungsgesellschaften angeboten, die sich ausschließlich auf Versicherungen dieser Art und die damit zusammenhängenden Leistungen spezialisieren. Aus Gründen der sich verschlechternden Zahlungsmoral steigt die Nachfrage nach dieser Art Versicherung wieder, die Versicherer legen solide Angebote vor und erweitern ihre Produkte auch zugunsten von kleineren Subjekten, wobei im Einzelfall auf die Wünsche individuell eingegangen wird. Zudem können auch die Leistungen eines Versicherungsmaklers in Anspruch genommen werden, der einen unabhängigen Angebotsvergleich erstellt und so dem Kunden viel Zeit und oft auch viel Geld spart.

Eine Forderungsausfallsversicherung eignet sich insbesondere:

  • für die meisten Produktions- oder Handelsgesellschaften,
  • für Exporteure,
  • für Dienstleister.
 

Hauptgründe für den Abschluss einer Forderungsausfallversicherung:

  • Sicherheit im Rahmen von Liefer- und Abnahme-Beziehungen und Absicherung der Gefahr großer Verluste,
  • Absicherung der mit Kunden abgeschlossenen verbindlichen Lieferungen,
  • Gesellschaftswachstum bedeutet auch neue unbekannte Abnehmer bzw. Auftragnehmer,
  • Erschließung neuer Märkte,
  • Outsourcing der Kreditabteilung und Monitoring der Firmenkunden,
  • Umfangreiche Datenbanken von Gesellschaften, über welche die spezialisierten Versicherungsgesellschaften verfügen, enthalten negative Informationen über Schuldner, ausbezahlte Schäden und eine sich verschlechternde Zahlungsmoral,
  • Eintreibung der Forderungen beim Schuldner durch die Versicherungsgesellschaft oder eine spezialisierte Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Versicherungsträger,
  • höhere Kreditwürdigkeit und Gewährleistung einer betrieblichen Finanzierung durch Banken.

Gegenstand der Versicherung:

1. Zahlungsunfähigkeit:
  • Konkurseröffnung,
  • Abweisung eines Insolvenzantrags seitens des Gerichts mangels Masse,
  • Gerichtliche Entscheidung über eine Umstrukturierung oder Liquidation einer Gesellschaft,
  • Gläubiger des Schuldners haben sich allgemein auf einen gerichtlichen Vergleich oder einen anderen außergerichtlichen Vergleich geeinigt,
  • ​Eine Forderung wurde durch den Vollzug einer gerichtlichen Entscheidung gegen den Schuldner (Zwangsvollstreckung) nicht oder nicht vollständig bezahlt,
2. Zahlungsunwilligkeit:
  • ​Unmöglichkeit der Zahlung aus Gründen einer sekundären Zahlungsunfähigkeit oder fehlende Zahlungsabsicht.
 
Zusammenfassend lässt sich daher konstatieren, dass eine Forderungsausfallversicherung ein wichtiges und erforderliches Instrument für die weitere Entwicklung und das weitere Wachstum einer Gesellschaft nich​t nur im Rahmen der Tschechischen Republik, sondern auch auf ausländischen Märkten darstellt. Im Falle Ihres Interesses können wir für Ihre Gesellschaft einen Vergleich der Versicherungsangebote der einzelnen spezialisierten Versicherungsgesellschaften einholen und die günstigste Versicherung dieser Art für Sie abschließen sowie deren Verwaltung übernehmen.

Kontakt

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Alena Spilková

Unternehmensberaterin (Tschechische Republik)

+420 2 3616 3400

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