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EU-Liste nicht kooperativer Länder und Gebiete für Steuerzwecke aktualisiert

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​Am 22. Februar 2021 hat der Rat der Europäischen Union eine Pressemitteilung herausgegeben, in der er über die Neufassung der bestehenden Liste der sogenannten nicht kooperativen Länder und Gebiete für Steuerzwecke informierte. Dabei handelt es sich um Länder, die bisher keine angemessenen Schritte in Bezug auf geplante Steuerreformen unternommen haben und somit ihren Verpflichtungen im Bereich der internationalen Steuerkooperation nicht nachkamen.


Diese Liste, die erstmals im Dezember 2017 vom Rat der Europäischen Union erstellt wurde und über die wir bereits in unseren vorherigen Newslettern berichtet haben, umfasst nach einer Überarbeitung durch die Europäische Union aktuell folgende Länder:
  • Amerikanisch-Samoa
  • Anguilla
  • Dominica
  • Fidschi
  • Guam
  • Palau
  • Panama
  • Samoa
  • Trinidad und Tobago
  • US-Jungferninseln
  • Vanuatu
  • Seychellen

Die Europäische Union ist seit langem bestrebt, das internationale Steuerwesen zu verbessern. Die EU-Liste nicht kooperativer Länder und Gebiete für Steuerzwecke ist ein wichtiges Instrument im Kampf gegen Geldwäsche, Steuerhinterziehung und jegliches gesetzwidriges Handeln, das in Steuerhinterziehung oder Steuerverkürzung besteht.

Transaktionen mit Personen bzw. Unternehmen, die in einem nicht kooperierenden Staat ansässig sind, können eine Reihe von steuerlichen Auswirkungen für tschechische Rechtsträger haben, insbesondere die Pflicht zur Anwendung des höchsten Quellensteuersatzes (35 %) auf Einkünfte, die nach tschechischem Recht der Quellensteuer unterliegen.

Der Rat der Europäischen Union überprüft regelmäßig die Erfüllung festgelegter Kriterien und Verpflichtungen, die sich aus der Verabschiedung von Reformen im Rahmen der internationalen Steuerstandards ergeben, und nimmt in diesem Zusammenhang eine angemessene Überprüfung und anschließende Aktualisierung der Liste der nicht kooperierenden Staaten vor. Die aktuelle Liste, die nur Drittländer umfasst, die sogenannte "missbräuchliche Steuerpraktiken" unterstützen, wird seit 2020 zweimal im Jahr aktualisiert, wobei die nächste Überarbeitung für Oktober dieses Jahres vorgesehen ist.

Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend der regelmäßigen Überprüfung durch Vertreter des Rates der Europäischen Union auch in den kommenden Jahren unverändert fortsetzen wird.

Infobox: Transaktionen mit Personen bzw. Unternehmen, die in einem nicht kooperierenden Land ansässig sind, können steuerliche Auswirkungen auf tschechische Unternehmen in Form eines höheren Quellensteuersatzes haben.

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