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Die Landeskartellbehörde für Energie und Wasser Baden-Württemberg hat ihre jährliche Wasserpreisübersicht der privatrechtlichen Wasserversorger veröffentlicht: Ein Blick auf Entwicklungen der letzten 10 Jahre

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veröffentlicht am 28. Mai 2021

 

Gemäß der aktuellen Untersuchung haben von den 83 privatrechtlichen Wasserversorgern 51 gegenüber März 2019 den Wasserpreis erhöht, 30 Versorger haben den Preis konstant belassen und zwei Versorger wurden erstmals untersucht. Im Ergebnis errechnet die Landeskartellbehörde für die Verbraucher um 3,42 Prozent gestiegene Wasserpreise.

 

Nachdem die Wasserpreisübersicht seit über zehn Jahren regelmäßig veröffentlicht wird, lässt sich mittlerweile auf eine umfassende Zeitreihe zurückblicken. Zunächst zeigt sich, dass auch die Wasserversorger in Baden-Württemberg von allgemeinen Kostensteigerungen betroffen sind und diese an die Kunden weitergeben.

 

Wasserpreisentwicklung BW

 

Abbildung 1: Jahreskosten (brutto) eines 4-Personen- Haushalts (bei einem Verbrauch von 150 m³/Jahr)

 

  1. Große Bandbreite bei Preissteigerungen
    Die beobachteten Preisanstiege von 2010 bis 2021 variieren zwischen rund 54,32 Prozent und 0,91 Prozent.
  2. Preissteigerungen werden in den letzten Jahren größer
    Von 2017 bis 2021 stieg der durchschnittliche Preisanstieg pro Jahr von 0,77 Prozent auf 2,89 Prozent.
  3. Bandbreite der Wasserpreise sinkt kontinuierlich
    Während der Maximalwert der Jahreskosten eines „typischen” 4-Personen-Haushalts im Betrachtungszeitraum zweimal gestiegen ist, lässt sich beim Minimalwert eine kontinuierliche Anpassung beobachten.
  4. Große Sprünge in der Rangliste sind die Ausnahme
    Ein Großteil der jährlichen Änderungen der Ranglistenplatzierungen liegt unter zehn Plätzen. Der größte beobachtete Sprung ist ein Absinken um 61 Ränge.
  5. Grundpreisanteil an den Gesamtkosten steigt kontinuierlich
    Der beobachtete Grundpreisanteil an den Gesamtkosten für den „typischen” 4-Personen-Haushalt steigt im Mittel kontinuierlich von rund 12 Prozent in 2009 auf aktuell rund 19 Prozent an.

 

Trotz der langen Historie bleibt die Wasserpreisübersicht als reiner Entgeltvergleich nur eindimensional. Neben den strukturellen Besonderheiten der Versorgungsgebiete bleiben dabei die Leistungsdimensionen Versorgungssicherheit, Versorgungsqualität, Nachhaltigkeit und Kundenservice nicht berücksichtigt.

 

Hier helfen Kennzahlenvergleiche, um die Leistungserbringung des Versorgers unter Berücksichtigung struktureller Rahmenbedingungen mehrdimensional einzuordnen, die Diskussion um Wasserpreise zu versachlichen oder die Ergebnisse in die Erläuterung der Notwendigkeit einer Preisanpassung einzubringen.

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