Wasserkarten – Denkanstöße zu Wasserentgelten in Bayern

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veröffentlicht am 25. März 2022, zuletzt aktualisiert am 23. Februar 2024

 

„Wasserversorgung ist heterogen, Vergleiche zwischen Wasserversorgungs-unternehmen sind schwierig“. Es gibt wohl wenige Aussagen, die einem überzeugten Benchmarking-Dienstleister häufiger begegnen, als eben jene, die zu einer besonderen Sensibilität bei Vergleichen von Wasserversorgungsunternehmen mahnen. Dabei ist die Aussage grundsätzlich richtig, existieren doch unzählige Unterschiede zwischen Wasserversorgungsunternehmen mit Einfluss auf Leistungserbringung, Kosten und auch Entgelten, die bei Vergleichen zu berücksichtigen sind.

 

Dennoch machen Vergleiche von Wasserversorgungsunternehmen Sinn, nicht umsonst haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten zahlreiche Versorger – mitunter sogar jährlich, stets jedoch freiwillig – einem Vergleich mit anderen Versorgern (Benchmarking) gestellt. Das liegt vor allem daran, dass die Benchmarkingprojekte auf Bundes- und Landesebene einem etablierten, aus der Branche heraus entwickelten und von ihr getragenen Konzept folgen, welches neben der ganzheitlichen Betrachtung unterschiedlicher Kennzahlenbereiche (sog. 5 Säulen) besonderes Augenmerk auf die Auswahl der zueinander in Bezug gesetzten Vergleichsunternehmen legt (sog. Clusterung oder Gruppierung).

Bekannte Benchmarking-Projekte stellen damit in Anerkennung der Unterschiede zwischen den Versorgern sicher, dass stets nur solche Unternehmen zueinander in Bezug gesetzt werden, die strukturell große Ähnlichkeit haben. Die Interpretation der Ergebnisse erfolgt dabei stets unter Einbeziehung der individuellen Rahmenbedingungen vor Ort, Unterschiede in der Leistungserbringung werden dadurch greifbar und entsprechend eingeordnet.

 

Anders als bei freiwilligen Kennzahlenvergleichen, wo Vergleiche den Teilnehmern vorbehalten sind und auf Basis detaillierter Fragebögen umfangreiche Einschätzungen zu Sicherheit, Qualität, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Kundenservice in der Wasserversorgung ermöglichen, lassen sich Unterschiede zwischen Wasserversorgungsunternehmen auch auf einer deutlich abstrakteren Ebene und auf Basis ausschließlich öffentlich zugänglicher Daten zeigen. Ein Beispiel hierfür ist der Preis- und Gebührenatlas in Bayern, der im Februar 2022 zum zweiten Mal in Folge aktualisiert wurde.

 

Ergänzend zu den „10 Thesen zu Wasserentgelten in Bayern” werden ausgewählte Erkenntnisse aus der jüngsten Aktualisierung zum Preis- und Gebührenatlas in Form von „Wasserkarten” veröffentlicht, die als „Streiflicht” auf mögliche Besonderheiten zu Wasserentgelten im Freistaat zu verstehen sind. Diese Darstellungen auf Kartenbasis sollen dabei lediglich zum Nachdenken anregen und zur Diskussion einladen, auf eine Interpretation der Erkenntnisse wird indes bewusst verzichtet. Alle Leser sollten stets im Blick behalten, dass die sachgerechte Einordnung von Wasserentgelten einzelfallbezogen und unter Einbeziehung der individuellen Rahmenbedingen vor Ort erfolgen muss. Dies setzt stets eine weitergehende und intensive Auseinandersetzung mit der örtlichen Wasserversorgung voraus, wie sie unter anderem in den Landesprojekten zum Benchmarking der Wasserversorgung erfolgt.

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