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Weltwassertag am 22. März 2022 – „Unser Grundwasser: Der unsichtbare Schatz"

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veröffentlicht am 25. März 2022

 

Der Weltwassertag ist ein Ergebnis der Weltkonferenz „Umwelt und Entwicklung” 1992 in Rio de Janeiro und wird seit 1993 jährlich am 22. März begangen. Ziel ist es, dem global bedeutsamen Thema Wasser besondere Aufmerksamkeit zu widmen. In diesem Jahr steht der Weltwassertag unter dem Motto „Grundwasser – der unsichtbare Schatz”. Mit diesem Jahresthema wollen die Vereinten Nationen (VN) weltweit auf die Bedeutung unseres Grundwassers aufmerksam machen und es in den Fokus einer breiten Öffentlichkeit rücken.

 

Unser Grundwasser – der unsichtbare Schatz

Wasser ist ein lebenswichtiges und ein unverzichtbares Gut. Unsere Erde ist mit einem Anteil von 71 Prozent1 überwiegend mit Wasser bedeckt, allerdings ist der Großteil davon salzig und für die Trinkwasserversorgung nicht nutzbar. Nur rund 2,5 Prozent der globalen Wasserressourcen sind Süßwasser. Von diesem Süßwasservorrat ist jedoch nur ein Bruchteil für die Trinkwasserversorgung nutzbar, denn rund 70 Prozent sind in Eis und Schnee gebunden. Daher bilden unterirdische Grundwasserressourcen die bedeutendsten verfügbaren Süßwasserreserven für unsere Trinkwasserversorgung.2 Grundwasser ist somit ein unsichtbarer Schatz, der für unser Leben auf der Erde unverzichtbar ist.

 

Folgen des Klimawandels

Auch in Deutschland stammen rund 74 Prozent3 des Trinkwassers aus Grundwasser, das damit die wichtigste Trinkwasserressource Deutschlands darstellt. Dabei wird unser Grundwasser immer stärker durch menschliche Tätigkeiten sowie zunehmend durch den Klimawandel belastet.

 

Eine jüngst erschienene Studie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) kommt zu dem Ergebnis, dass in den nächsten Jahrzehnten in Deutschland aufgrund des Klimawandels bundesweit abnehmende Grundwasserspiegel zu erwarten sind.

 

Dies wird direkte Auswirkungen auf die öffentliche Trinkwasserversorgung in Deutschland haben. So werden sich Wasserversorgungsunternehmen vielerorts mit steigenden und stellenweise neuen Herausforderungen zur Sicherstellung der Versorgung auseinandersetzen müssen, die sich mindestens mittel- bis langfristig auch kostenseitig auswirken. Neben Kosten für den Erhalt der bestehenden Infrastruktur werden dabei auch Investitionen in die Schaffung oder den Ausbau von Redundanzen in der Versorgung eine Rolle spielen. Einer Umfrage des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfachs (DVGW) bei 180 Wasserversorgern zufolge rechnen dabei allein die befragten Wasserversorgungsunternehmen für die nächsten zehn Jahre mit klimawandelbedingten Kosten von rund 1,2 Milliarden Euro.4

 

Zukunftsfähige Finanzierung

Stellt sich noch die Frage, was Wasserversorgungsunternehmen abseits der Sicherstellung der technischen Leistungsfähigkeit des Versorgungssystems mit Blick auf mögliche Folgen des Klimawandels noch beschäftigt.

 

Ganz oben dürfte in den meisten Fällen dabei die Frage der (richtigen) Finanzierung klimawandelbezogener Maßnahmen stehen. Welche Rolle in diesem Zusammenhang künftig investive Förderprogramme5 spielen können, ist für den einzelnen Versorger indes ebenso wenig vorhersehbar wie planbar.

 

Insofern ist jeder Wasserversorger gut beraten, sich neben den technischen Anlagen auch frühzeitig mit der Resilienz der Finanzierung der Wasserversorgung vor dem Hintergrund des Klimawandels auseinanderzusetzen. Fragen der Robustheit der Erlöse bei plötzlichen Nachfrageänderungen sollten dabei ebenso eine Rolle spielen wie Preis- bzw. Gebührengestaltungen mit Lenkungswirkung zur Sensibilisierung einer nachhaltigen Nutzung der Ressource. Der Klimawandel wird Wasserversorger also nicht nur aus technischer Sicht fordern, sondern sicherlich auch zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit Art, Umfang und Struktur der Finanzierung wasserwirtschaftlicher Leistungen führen. Bei Interesse steigen auch wir gerne mit Ihnen in die Diskussion ein.

 

 

1https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1109076/umfrage/verteilung-von-land-und-wasser-auf-der-erdoberflaeche/#professional, zuletzt abgerufen: 15.03.2022, 13:36 Uhr

2https://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Wasser/grundwasser_node.html; zuletzt abgerufen: 15.03.2022, 13:37 Uhr

3https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/grundwasser, zuletzt abgerufen: 15.03.2022, 13:39 Uhr

4https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/trinkwasser-mangel-teuer-101.html; zuletzt abgerufen: 15.03.2022, 14:44 Uhr

5 Vgl. hierzu auch Positionspapier „Bedarfe der Wasserversorgung in Zeiten des Klimawandels - Maßnahmenvorschläge des BDEW, DVGW und VKU zur Sicherung der Wasserversorgung”:

https://www.dvgw.de/medien/dvgw/verein/aktuelles/presse/BDEW_DVGW_VKU_Positionspapier_Klimawandel_Trockenheit.pdf; zuletzt abgerufen: 16.03.2022, 08:25 Uhr

 

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