Um die Website zu personalisieren und Ihnen den größten Mehrwert zu bieten, verwenden wir Cookies. Unter anderem dienen sie der Analyse des Nutzerverhaltens, um herauszufinden wie wir die Website für Sie verbessern können. Durch Nutzung der Website stimmen Sie ihrem Einsatz zu. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.



Angola – eine Chance für deutsche Unternehmen

PrintMailRate-it

veröffentlicht am 12. Februar 2021 | Lesedauer ca. 3 Minuten

  

Die in Südwest-Afrika gelegene Republik Angola ist beinahe dreieinhalb Mal so groß wie Deutschland. Wirtschaftlich betrachtet ist es ein reiches Land, da es über sehr große Erdölvorkommen sowie Mineralien verfügt (Ressourcenreichtum). Jedoch ist die Wirtschaft in einem sehr hohen Ausmaß von Erdöleinnahmen abhängig. Das wird deutlich, wenn man betrachtet, dass dieser Sektor über 90 Prozent der gesamten Exporte des Landes darstellt.

 

  

  

  

Zudem verfügt das Land über ein noch weitgehend unerforschtes Mineralvorkommen mit erheblichem Entwicklungsbedarf. Der Bergbausektor trägt jedoch lediglich fünf Prozent zum eigenen Bruttoinlandsprodukt bei, da für einen weiteren Abbau von Rohstoffen die notwendige Technologie nicht ausreichend vorhanden ist.

 

Obwohl Angola über sehr viel landwirtschaftliche Nutzfläche mit fruchtbaren Ackerböden verfügt, werden lediglich zehn Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche für die Nahrungsmittelproduktion produktiv genutzt, da es an geeigneter moderner Technologie mangelt. Obwohl mehr als die Hälfte aller Erwerbstätigen in der Landwirtschaft arbeitet, trägt dieser Sektor lediglich rund zehn Prozent zum BIP bei. Daraus resultieren noch viele ungenutzte Wirtschaftspotenziale im Nahrungsmittelsektor, der wiederrum zu einer hohen Importabhängigkeit für Agrarprodukte, wie bspw. Mais, Sojabohnen, Obst und Gemüse geführt hat.

 

Im Rahmen der neuen Reformen der angolanischen Regierung gibt es bereits diverse Projekte, die dazu beitragen sollen, die landwirtschaftliche Produktion zu erhöhen und schließlich die eigene  Nahrungsmittelverarbeitung auszubauen, bspw. durch die Privatisierung diverser staatlicher Agrarbetriebe.

 

Die Regierung Angolas hat zudem erkannt, wie wichtig es ist, weitere Wirtschaftssektoren zu fördern und hat seit 2018 notwendige Maßnahmen getroffen, um das Land für internationale Investoren attraktiv zu machen, wie bspw. der Aufbau der Infrastruktur, die Modernisierung der Energieversorgung und die Schaffung besserer Investitionsbedingungen für private Investoren. Mit der Hilfe von Programmen u.a. zur Diversifizierung ihrer Wirtschaft, vor allem im Handel und Agrarsektor, aber auch zur Förderung der industriellen Produktion, soll Angolas Wirtschaft stärker wachsen und sich weiter entwickeln und damit letztendlich die hohe Importabhängigkeit verringert werden. Hierzu zählen u.a. auch das neue Gesetz für Privatinvestitionen, das neue Wettbewerbsrecht, der Ausbau der Erneuerbaren Energien, die notwendigen Investitionen in den Bildungs- und Gesundheitssektor und in die Industrie- und Verkehrsinfrastruktur. Auch der Abbau der administrativer Hürden, die einen erfolgreichen Markteintritt behindern, steht im Fokus.

 

Deutsche Unternehmen exportieren überwiegend Maschinen, Nahrungsmittel, Chemische Erzeugnisse, Elektronik sowie Kraftfahrzeuge und –Teile  nach Angola. Demgegenüber führt Deutschland Erdöl und Rohstoffe aus der Republik ein. Gute Aussichten auf Geschäftschancen für deutsche Unternehmen gibt es in vielen Bereichen, vor allem in der Agrarwirtschaft durch die Bereitstellung von Technologien für die Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Weiterer Entwicklungsbedarf ist  u.a. in den Sektoren Energie, Infrastruktur, Gesundheit, Wasser- und Abfallwirtschaft, Kommunikation und Information, im Bergbau sowie in der weiterverarbeitenden Industrie vorhanden. Dennoch dürfen die möglichen Risiken aufgrund der Länderratings nicht außer Acht gelassen werden.

 

Für einen  Unternehmer, der einen Geschäftseintritt in Angola in Erwägung zieht, ist eine gründliche interkulturelle  und wirtschaftliche Vorbereitung auf das Land ratsam, da sich beide Kulturen und Wirtschaftssysteme wesentlich voneinander unterscheiden.

 

Rödl & Partner hat gemeinsam mit Germany Trade & Invest (GTAI) sowie der AHK Angola den ersten Investitionsführer für Angola erarbeitet. Er bietet die Grundlage für einen Markteintritt in Angola.

 

 Investitionsführer Angola herunterladen »

Deutschland Weltweit Search Menu