Covid-19: Aktuelle Einreisebestimmungen für China

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zuletzt aktualisiert am 12. November | Lesedauer ca. 6 Minuten

  

Zum Schutz einer erneuten Ausbreitung des Covid-19-Virus gelten seit 28. März 2020 in China weitgehende Einreiseverbote für Ausländer. Seit Ende September wurden neue Bestimmungen in Kraft gesetzt, die vor allem für Ausländer, die vor Ort Arbeiten oder Wohnen, neue Perspektiven schaffen.




Inhaltsübersicht:


 Stand: 11. November 2020

Im Zuge der weiteren Ausbreitung bzw. angesichts der in Europa auftretenden zweiten Welle mit Infektionen durch Covid-19 hat China seine erst kürzlich gelockerten Einreisebestimmungen wieder verschärft.

Einreiseverbote

Trotz geltender Visa und anderer Berechtigungen zum Aufenthalt in China ist die Einreise von Angehörigen der folgenden Länder wieder untersagt worden:

  • Frankreich
  • Russland
  • Italien
  • Ukraine
  • Indien
  • Äthiopien
  • Vereinigtes Königreich
  • Belgien
  • Bangladesch
  • Philippinen
  • Nigeria.

Stand heute befindet sich Deutschland nicht auf der Liste der betroffenen Länder. Bei fortlaufend hohen Infektionszahlen in Deutschland kann ein Einreiseverbot für deutsche Staatsangehörige in naher Zukunft erlassen werden.

Verschärfung von Nachweispflichten

Alle chinesischen und ausländischen Fluggäste, die nach China reisen, sind nunmehr verpflichtet,  einen Nukleinsäure-(PCR-Test) und einen IgM-Antikörpertest zu machen. Vor dem Boarding muss jeder Passagier einen grünen Gesundheitscode mit dem "HS"-Zeichen oder ein zertifiziertes Gesundheitserklärungsformular beantragen.

Abflug von Deutschland


Für einen Direktflug von Deutschland nach China ist nunmehr erforderlich, einen Nukleinsäure- und IgM-Antikörpertest, der innerhalb von 48 Stunden vor Abflug gemacht werden muss, vorzulegen. Beide Testergebnisse sind zudem vor Abflug bei der örtlich zuständigen chinesischen Vertretung (Botschaft, Konsulat) per Email einzureichen und eine zertifizierte Gesundheitserklärung oder ein grüner „HS“-Gesundheitscode zu beantragen.

Transit

Sofern der Flug einen Transit vorsieht, gelten die oben genannten Anforderungen sowohl für den Abflugort als auch für den Transitort (Umsteigeflughafen), d.h. Reisende müssen bei den chinesischen Botschaften/Konsulaten in BEIDEN Ländern (Deutschland und dem letzten Transitland) grüne Gesundheitscodes mit dem "HS"-Zeichen oder zertifizierte Gesundheitserklärungsformulare mit ihren Bescheinigungen über negative Ergebnisse beider Tests beantragen.

Hierbei sollte unbedingt zuvor geprüft werden, ob es an dem Transitflughafen entsprechende Testmöglichkeiten gibt. Beispielsweise hat der Flughafen Helsinki-Vantaa entsprechende Testmöglichkeiten eingerichtet. Jedoch sollte bei Buchung eines Transitfluges die Dauer bis zum Erhalt des Testergebnisses sowie der Empfang der Gesundheitserklärung bzw. des HS-Codes einkalkuliert werden. 

Erhalt von Gesundheitserklärung oder HS-Code

Reisende aus Deutschland müssen die gescannten Kopien ihrer negativen Ergebnisse des Nukleinsäure- und IgM-Antikörpertests zusammen mit der Fotoseite des Passes und der unterschriebenen Gesundheitserklärung per E-Mail an die örtlich zuständige chinesische Vertretung (Botschaft oder Konsulat) senden. Dort werden die Informationen geprüft und die beglaubigte Gesundheitserklärung zurückgesandt. Es ist dringend zu empfehlen, dieses Dokument auszudrucken und beim Boarding vorzulegen.

 Stand: 15. Oktober 2020

Einreisevisum und Aufenthaltsgenehmigung

Generell gilt in China weiter eine Einreisesperre aufgrund der Ausbreitung von Covid-19. Diese wurde jedoch durch eine neue Bestimmung, wirksam seit dem 28. September 2020, gelockert. Ausländer mit gültiger Aufenthaltsgenehmigung zur Erwerbstätigkeit, aus persönliche Gründen oder zur Familienzusammenführung können nun ohne weiteren Visumantrag einreisen. Das bedeutet für die Einreise ist die noch gültige Aufenthaltsgenehmigung (Residence Permit) ausreichend. 

 

Ist die Aufenthaltsgenehmigung nach dem 28. März 2020 abgelaufen, können die Inhaber ein neues entsprechendes Visum bei den zuständigen chinesischen Botschaften und Konsulaten unter Vorlage der abgelaufenen Aufenthaltsgenehmigung und den ansonsten üblichen Unterlagen beantragen, soweit sich der Zweck des Aufenthalts nicht geändert hat. In China muss dann eine neue Aufenthaltsgenehmigung bzw. auch Arbeitsgenehmigung beantragt bzw. verlängert werden. Dieser Prozess sollte vor Einreise genau geprüft werden. Soweit ein Ausländer ohne Aufenthaltserlaubnis zur Aufnahme einer erstmaligen Arbeitstätigkeit nach China einreisen möchte, muss hierfür ein sogenanntes Z-Visum bei der zuständigen chinesischen Botschaft oder dem Konsulat beantragt werden, wofür eine sogenannte „PU-Einladung“ notwendig ist. Die zuständige Behörde für die Ausstellung der „PU Einladung“ ist nicht einheitlich geregelt und variiert je nach Stadt und Provinz. In Shanghai beispielsweise ist das „Foreign Affairs Office“ zuständig.

 

Unverändert möglich bleibt die Einreise für Inhaber von diplomatischen, Dienst-, Courtesy- und C-Visa. Darüber hinaus erfolgt die Ausstellung von Visa, insbesondere Geschäftsvisa, nur sehr eingeschränkt und nur für bestimmte Personengruppen. Hierzu zählen beispielsweise Personen, die zur Durchführung „notwendiger wirtschaftlicher, technologischer und sonstiger Vorhaben“ nach China einreisen wollen. Für die Beantragung eines Visums im letzteren Fall ist ebenfalls die oben genannte „PU-Einladung“ der zuständigen Behörde in China erforderlich.

 

Covid-19 - Prävention

Innerhalb von drei Tagen vor der Abreise muss ein Nukleinsäuretest durchgeführt werden, auf dessen Grundlage dann ein Gesundheitszertifikat von der entsprechenden chinesischen Auslandsvertretung ausgestellt wird. Hierbei ist darauf zu achten, dass das Testzentrum bzw. Laboratorium von den chinesischen Auslandsvertretungen anerkannt ist. Bei Ankunft werden alle Personen getestet und dann zu einem Quarantänezentrum gebracht. Die Dauer der Quarantäne beträgt grundsätzlich 14 Tage in einem von den örtlichen Behörden bestimmten Quarantänezentrum. Die anfallenden Kosten müssen selbst getragen werden.

 

Quarantäne-Bestimmungen können je nach Stadt und Provinz variieren. Beispielsweise ist es in Shanghai möglich, die Gesamtzeit der Quarantäne zwischen dem Quarantänezentrum (7 Tage) und Heimquarantäne (7 Tage) aufzuteilen, sofern ein fester Wohnsitz in Shanghai vorhanden ist. In der Praxis kann unter bestimmten Umständen (z.B. Einreise mit kleinen Kindern) die Zeit in einem Quarantänezentrum weiter verkürzt werden. Während der Quarantäne werden nochmals 2 Tests auf das Virus durchgeführt. Reisende, deren Ziel eine andere Stadt ist, müssen die 14 Tage Quarantäne am Ort der Einreise verbringen, bevor sie weiterreisen dürfen.

 

Die Einreisebestimmungen als auch die Maßnahmen zur Covid-19-Prävention können sich jederzeit auch sehr kurzfristig ändern. Reisende nach China sollten daher unbedingt die Bestimmungen und Maßnahmen kurz vor geplanter Abreise noch einmal nachlesen und prüfen, um unliebsame Überraschungen bei Abreise oder bei Ankunft in China zu vermeiden.

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