Energiekonzepte rechtssicher managen: Digital, einfach, profitabel

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veröffentlicht am 18. März 2020 | Lesedauer ca. 4 Minuten


Die regulatorischen Rahmenbedingungen und organisatorischen Anforderungen des Energiemanagements werden immer unübersichtlicher und komplizierter. Wer für sein Unternehmen ein dezentrales Energieversorgungskonzept planen, optimieren und mana­gen will, benötigt eine ganzheitliche Lösung, die neben den technischen As­pekten auch wirtschaftliche Analysen ermöglicht und die rechtlichen Anforde­rungen permanent im Blick hat. Mit unserer digitalen cloudbasierten Softwarelösung SMARENDO geben wir darauf eine Antwort.


Dezentrale Energiekonzepte sind heute Garant einer dauerhaft günstigen und nach­haltigen Energieversorgung von Unternehmen. Sinkende Anschaffungskosten für Erzeugungsanlagen und Einsparmöglichkeiten bei Steuern und Umlagen machen es attraktiv, Strom vor Ort zu erzeugen und zu verbrauchen. Auch das Thema Nachhaltigkeit ist vor dem Hintergrund der aktuellen Klimaschutzdebatten und der Forderung nach einer Minderung der CO2-Emissionen bei vielen Unternehmen deutlich in den Fokus gerückt. Die gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen einer modernen dezentralen Energieversorgung werden jedoch zuneh­mend komplexer und intransparenter. Unternehmen sehen sich mit immer größer werdenden bürokratischen Hürden konfrontiert.

 

Zahlreiche Novellen v.a. im EEG, KWKG und Strom- und EnergieStG haben in den letzten Jahren die Kom­ple­xi­tät des Energierechts erheblich gesteigert, sodass es zunehmend schwieriger wird, den Überblick zu behalten. Auch für das Jahr 2020 zeichnen sich erneut wesentliche Änderungen ab – insbesondere durch die Novel­lierung des EEG und KWKG. Damit einhergehend wächst der bürokratische Aufwand für Anträge, Erklärungen und Meldungen gegenüber Netz­betreibern, Hauptzollämtern und anderen Behörden.

 

Wer energierechtliche Meldepflichten – sei es als Eigenversorger oder Letztverbraucher – nicht fristgerecht oder fehlerhaft erfüllt, dem droht der teilweise oder vollständige Verlust energierechtlicher Privilegierungen und damit ein erheblicher finanzieller Schaden. Allgemein führt die Komplexität der energierechtlichen Rahmenbe­dingungen dazu, dass Risiken von Gesetzesverstößen zunehmen.

 

Vor dem Hintergrund müssen Energiemanager in Unternehmen heute einen zuverlässigen technischen Anla­genbetrieb gewährleisten, sich mit neuen Technologien wie Ladestationen für Elektrofahrzeuge und Speichern auseinandersetzen und einen möglichst kostengünstigen Energieeinkauf sicherstellen. Gleichzeitig sind sie mit immer größer werdenden rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken konfrontiert; kaufmännische Optimierungen bei sich verändernden Rahmenbedingungen bleiben oft ungenutzt.

 

Um ein dezentrales Energieversorgungskonzept optimal zu planen, zu optimieren und managen zu können, müssen folgende Anforderungen erfüllt sein:

  • permanenter Überblick über den aktuellen Rechtsrahmen,
  • Einhaltung sämtlicher Meldepflichten zu den jeweiligen Fristen,
  • transparente Abgrenzung bezogener und gelieferter Energiemengen,
  • permanenter Überblick über Strompreis-Privilegierungen, externer Strompreise und Strompreisbestandteile,
  • Sicherstellung richtiger und wirtschaftlich optimierter Lieferbeziehungen sowie
  • Rechnungsprüfung von Stromlieferungen sowie Erstellung von Abrechnungen für Drittlieferungen.

 

Daher bedarf es einer ganzheitlichen Lösung, die neben den technischen Aspekten auch wirtschaft­liche Analysen ermöglicht und die rechtlichen Anforderungen im Blick hat.

 

Als Antwort auf die Entwicklungen haben wir im Zusammenhang mit unseren energierechtlichen und energie­wirtschaftlichen Beratungsleistungen die cloudbasierte Softwarelösung SMARENDO entwickelt. Damit lassen sich die individuellen Energieversorgungskonzepte von Kundenanlagen in Anbetracht der regulatorischen / energierechtlichen Rahmenbedingungen sehr effizient rechtssicher managen sowie kaufmännisch optimieren und verwalten. Dazu gehören bspw. Behördenmeldungen, Einhalten von Fristen, Erkennen neuer Pflichten, Erstellen von Abrechnungen, Abgrenzen von Drittmengen, kaufmännische Optimierung der Lieferbeziehungen etc.

 

Wesentliche Umsetzungsschritte auf dem Weg zu Ihrem digitalen, effizienten und rechtssicheren Energie­management:



1. Schritt: Energierechtliche Bestandsaufnahme

Um die rechtlichen Anforderungen an das dezentrale Energiekonzept ermitteln zu können, muss zunächst der Status quo oder die sonst übliche Nutzungsart der bestehenden Erzeugungsanlagen erhoben werden.

Relevant sind v.a. folgende Aspekte:

  • bestehende und geplante Erzeugungsanlagen,
  • energierechtliche Marktrolle(n),
  • Betreiberstellung aus energierechtlicher Sicht, 
  • Drittlieferungen von Strom, Gas oder Wärme,
  • energierechtliche Privilegierungen,
  • Messeinrichtungen, 
  • energierechtliche Meldeprozesse an Netzbetreiber, HZA und Bundesnetzagentur,
  • Kundenanlagenstatus,
  • Vergütungen EEG/KWKG,
  • Vorgaben z.B. DIN EN ISO 50001,
  • übergeordnete Nachhaltigkeitsziele,
  • interne Organisation zur Pflichtenerfüllung.


2. Schritt: Energierechtliches Monitoring

Um ein fortlaufendes energierechtliches Monitoring individueller Energieversorgungskonzepte zu gewähr­leis­ten, müssen die energierechtlichen Pflichten und Fristen jederzeit im Blickfeld sein. Das Herzstück von SMARENDO bildet daher ein Rechtskataster mit allen wesentlichen Pflichten und Fristen. Bei der Imple­mentierung von SMARENDO wird ein „digitaler Zwilling” der Erzeugungs- bzw. Versorgungsstruktur erstellt. Er stellt die Erzeugungsanlagen mitsamt der Einspeisevergütungen, die bestehende Zählerinfrastruktur inkl. realer Lastgangdaten, Anlagenbetreiber und deren Lieferbeziehungen untereinander transparent dar. Wesentliche energie- und -abgabenrechtliche Pflichten und Fristen werden daraufhin automatisch ermittelt und fortlaufend aktualisiert.

Energierechtliche Unsicherheiten wie sie bspw. bei Eigenversorgungslösungen mit EEG-Umlagebefreiungen häufig in Bezug auf Mengenabgrenzungen von Drittlieferungen bestehen, werden damit schnell ersichtlich und können energierechtlich bewertet werden. Bei notwendigen Anpassungen des Messkonzepts können wir bei Abstimmung und Umsetzung des angepassten Messkonzepts mit dem Messstellen- und dem Anschlussnetz­betreiber sowie bei den verschiedenen Meldepflichten gegenüber der Bundesnetzagentur und dem Hauptzollamt unterstützen.

Darüber hinaus unterstützt SMARENDO auch bei der Verwaltung und Kontrolle wiederkehrender Aufgaben:

  • Regelmäßige Meldepflichten gegenüber Behörden und Netzbetreibern können mittels Dokumentengenerator automatisiert erstellt, ausgefüllt und eingereicht werden. Darüber hinaus können einzelne Pflichten im Sinne eines „Energieabgaben-Compliance-Management-Systems“ an verantwortliche Mitarbeiter vergeben werden.
  • Falls innerhalb der Kundenanlagen Direktlieferungen an Dritte erfolgen, müssen entsprechende Lieferver­träge geschlossen und die Voraussetzungen für die Abrechnung liegenschaftsintern belieferter Verbraucher geschaffen werden. Auch hier unterstützt die Software bei der Erstellung, Zuweisung und Dokumentation von Lieferverträgen und sonstigen Projektdokumenten.
  • Gelieferte Strommengen können basierend auf ausgelesenen Zählerständen und ermittelten Zeitreihen sowie der vereinbarten Preisgestaltung entsprechend den individuellen Abrechnungsmodalitäten abge­rechnet werden. Zudem können Abrechnungen von externen Stromlieferungen, EEG-Einspeisevergütungen, Marktprämien, KWK-Zuschläge etc. auf Basis der ausgelesenen Zählerstände und ermittelten Zeitreihen überprüft werden.

Im Ergebnis werden Energiemanager in ihrer Arbeit spürbar entlastet und können sich bspw. auch um die kaufmännische Optimierung der Erzeugungsanlagen kümmern. Häufig können allein über eine kaufmännisch-regulatorische Optimierung erhebliche wirtschaftliche Einsparungen erzielt werden, ohne dass Eingriffe in den technischen Anlagenbetrieb oder Investitionen in neue Hardware erforderlich sind.


3. Schritt: Wirtschaftliche Planung und Optimierung

Durch eine Optimierung zwischen Eigenverbrauch, Direktlieferung und Netzeinspeisung können die Energie­kosten häufig deutlich gesenkt werden. Denn: Bei vielen Stromerzeugungsanlagen haben sich die wirtschaft­lichen Rahmenbedingungen seit Inbetriebnahme maßgeblich geändert; eine darauf abzielende kaufmännische Optimierung erfolgt erfahrungsgemäß aber nur sehr selten.

Nachdem der „digitale Zwilling” die Einspeisevergütungen, externe Strombezugspreise oder vereinbarte Preise für Drittlieferungen etc. enthält, können wir mit SMARENDO die kostengünstigste bzw. erlösmaximale Kombination aus Eigenverbrauch, Direktlieferung und Netzeinspeisung bzw. Netzbezug ermitteln und finanziell bewerten. Bei den erstellten virtuellen Varianten des Energiekonzepts werden sämtliche für die individuellen Konstellationen geltenden Regeln und Vorschriften angewandt und wirtschaftlich dargestellt. Damit ist sichergestellt, dass die anfallenden bzw. entfallenden Abgaben und Umlagen (EEG-Umlage, Stromsteuer, Netzentgelte etc.) sowie das viertelstundenscharfe zeitliche Profil von Erzeugung und Verbrauch für jede mögliche Lieferbeziehung berücksichtigt werden. Ergeben sich im fortlaufenden Betrieb z.B. gesetzliche Änderung oder eine Anpassung der Netzentgelte, bewertet die Software automatisch die finanziellen Effekte auf das Energiekonzept und zeigt Handlungsoptionen auf. Auf die Weise können bislang ungenutzte Einsparpotenziale mit wenig Aufwand aufgedeckt werden.

Neben der Optimierung bestehender Energiekonzepte können die Funktionen natürlich auch bei der Planung neuer Energiekonzepte angewendet werden. Selbst komplexe Konstellationen mit z.B. mehreren BHKWs und / oder PV-Anlagen und zugleich mehreren juristischen Personen / Unternehmen, die Strom verbrauchen, können so sehr schnell geplant und wirtschaftlich bewertet werden. Für unbekannte bzw. schwer zu erhebende Angaben beinhaltet die Software Berechnungshilfen wie eine Bibliothek mit Beispiellastgängen für verschie­dene Erzeuger- und Verbraucher-Typen.


Fazit

Das Energiemanagement von dezentralen Energiekonzepten wird immer komplexer und ist mit zunehmenden rechtlichen sowie wirtschaftlichen Risiken behaftet. Diese Entwicklungen machen es damit schwieriger Energiekonzepte richtig, einfach und profitabel zu managen. Das macht eine ganzheitliche Betrachtung dieser Aspekte erforderlich.

Auf Basis der Softwarelösung SMARENDO können die rechtlichen Anforderungen jederzeit im Blick behalten und erfüllt werden. Außerdem werden Einsparpotenziale einer kaufmännischen Optimierung schnell erkannt. Sofern Investitionen in die eigene Energieinfrastruktur in Erwägung gezogen werden, können die zu erfüllenden rechtlichen Anforderungen schnell ermittelt sowie die Projekt-Wirtschaftlichkeit (z.B. für den Bau einer Solaranlage) berechnet und optimiert werden. Für Energiemanager ergibt sich eine Vielzahl an Vorteilen.

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