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Die persische Geschäftskultur: Basis für erfolgreiches Handeln

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Internationaler Erfolg ist für einen deutschen Unternehmer nicht gegeben, wenn er sich nicht mit den Sitten, Bräuchen, Gegebenheiten und v.a. Kulturen eines Landes, mit dem bzw. in dem er arbeitet, auseinandersetzt. Die interkulturelle Kompetenz eines Unternehmers ist unentbehrlich, da sie zu einem großen Teil zur Erleichterung der Geschäftstätigkeit im Land beiträgt.
 

Vertrauen ist im Iran sehr wichtig. Daher werden traditionell persönliche Gespräche – im Gegensatz zur offiziellen Kommunikation – bevorzugt. Ein gemeinsames Essen bietet eine gute Möglichkeit zur Vorbereitung auf eine Verhandlung und/oder zum gegenseitigen Kennenlernen. Hierbei sollte sich der deutsche Unternehmer einen guten Überblick über Geschichte und Kultur verschaffen. Zu den beliebtesten Themen gehören bspw. Familie und Sport. Politische und religiöse Themen sollten hingegen besser nicht angesprochen oder nur mit größter Vorsicht behandelt werden.
 

Da Iraner keine Araber sind, sollte es vermieden werden, alles in Verbindung zum „Arabischen” zu setzen.
 

Iraner lieben gute und langfristige Beziehungen. Bevor sie mit jemanden Geschäfte machen, wollen sie ihn zunächst gut kennenlernen. Das kann etwas dauern und erfordert vom deutschen Unternehmer manchmal viel Geduld.
 

Weil Iraner einen anderen Bezug zur Uhr haben, sollte der deutsche Unternehmer bei Vorbereitungen im Vorfeld und bei Terminen viel Zeit und Flexibilität einplanen. Kurzfristige Absagen bzw. Änderungen von geschäftlichen Treffen sind keine Seltenheit. Von deutschen Geschäftspartnern wird allerdings Pünktlichkeit erwartet – denn schließlich vertreten sie eine deutsche Firma.
 

Die Machtdistanz ist im Iran im Vergleich zu Deutschland deutlich höher. Deswegen wird empfohlen, sich immer mit dem Entscheidungsträger zu treffen, um wichtige Verhandlungen zu führen.
 

Iraner legen sehr viel Wert auf Titel. Daher ist die richtige Anrede mit Namen, Titel und Ehrentitel von großer Bedeutung und man sollte immer zuerst den Ranghöchsten reden und aussprechen lassen.
 

Die islamischen Kleidervorschriften gelten für Frauen und Männer gleichermaßen.
 

Bei der Begrüßung ist stets darauf zu achten, dass der Mann niemals der Frau von sich aus die Hand gibt. Nur wenn sie ihre Hand dem Mann reicht, ist ein Händeschütteln in Ordnung, da iranische Frauen selbst entscheiden können, ob sie einem fremden ausländischen Mann die Hand geben oder nicht. Deutsche Geschäftsfrauen hingegen sollten männlichen iranischen Geschäftsmännern auf keinen Fall die Hand reichen – denn nach islamischen Regeln ist es Männern verboten, fremde Frauen zu berühren. Die übliche Begrüßung unter Männern ist ein kurzer, leichter Händedruck und es werden Visitenkarten ausgetauscht. Dabei darf die Visitenkarte niemals mit der linken, sondern nur mit der rechten Hand übergeben werden.
 

Es sollte stets respektvolle Distanz und Höflichkeit in allen Ebenen der Gesellschaft gewahrt werden.
 

Gestik und Mimik sind im Iran stärker ausgeprägt als in Deutschland, weswegen deutsche Unternehmer besonders darauf achten sollten. Die Eigenschaft, zwischen den Zeilen zu lesen und sich situativ angemessen zu verhalten, ist von Vorteil.   
 

zuletzt aktualisiert am 11.01.2017
 

Kontakt

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Grit Campos Nave

Dipl.-Betriebswirtin (FH), Dipl.-Finanzierungs- und Leasingwirtin (VWA), Länderkoordinatorin

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