Editorial

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Liebe Leserin, lieber Leser,

täglich gibt es neue Schlagzeilen zum Thema Energie! Aktuell belebt die Krim-Krise die Diskussion über die Sicherheit der russischen Erdgaslieferungen und lässt das Thema „Energieautarke Versorgung” wieder in den Vordergrund rücken. So äußerte auch EU-Energiekommissar Günther Oettinger unlängst die Forderung, Europa müsse sich Gedanken machen, woher künftig die Energie kommen solle.
 
Das neue EEG soll zum 1. August 2014 in Kraft treten. Einen Entwurf einer Gesetzesnovelle hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) bereits vorgelegt. Mit der Konkretisierung der vorrangigen Direktvermarktung und den neuen Vergütungsvorschriften sowie den technologiespezifischen Ausbauzielen lässt sich der neue Rechtsrahmen bereits abschätzen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen für die Windkraft an Land, vor allem an den ertragsärmeren süddeutschen Standorten, sowie für kleinere Photovoltaik-Aufdachanlagen fallen nicht so gravierend aus, wie zunächst erwartet, so dass auch künftig Projekte auf wirtschaftlicher Basis realisiert werden können. Eine deutliche Einschränkung hält der Entwurf des neuen EEG jedoch hinsichtlich des Eigenstrom- und Grünstromprivilegs bereit. Insgesamt betrachtet, dürfte die Komplexität der geplanten EEG-Novellierung nicht unbedingt die Motivation der Investoren erhöhen. Es besteht aber berechtigte Hoffnung, dass das Gesetzesvorhaben in dem geplanten Zeitablauf umgesetzt wird. Nur so können Vertrauensschutz und Rechtssicherheit erreicht werden. 
 
Mit der Energiewende versucht man zweifelsohne die „Quadratur des Kreises”. So soll einerseits der Anstieg der Energiekosten gebremst und der Ausbau der Erneuerbaren Energien planvoll gesteuert werden, andererseits darf der Industriestandort Deutschland nicht durch immer teureren Strom geschwächt werden. Zu guter Letzt sind die Erneuerbaren Energien mittlerweile ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, den es zu erhalten gilt. Die rasante Talfahrt der PV-Produktion in Deutschland ist noch nicht vergessen!
 
Auch international wird man wohl gespannt auf Deutschland blicken und verfolgen, wie das Pilotprojekt „Energiewende” weiter voranschreitet.
 
Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre!
 
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Diplom-Kaufmann, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Umweltgutachter, IT-Auditor IDW

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