Singapur plant Einführung einer Carbon-Tax – bedeutet das künftig mehr EE für den Stadtstaat?

PrintMailRate-it

​Schnell gelesen:

2015 ist Singapur dem Pariser Klimaabkommen beigetreten, in dem sich 196 Staaten zur Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen verpflichtet haben. Der Stadtstaat beabsichtigt, seine Emissionsmenge bis 2030 gegenüber dem Stand von 2005 um 36 Prozent zu reduzieren. Um diesem Ziel näher zu kommen, gab der Finanzminister im Rahmen der diesjährigen Haushaltsrede bekannt, eine Carbon-Tax (CO2-Steuer) einführen zu wollen. Diese soll ab 2019 in Kraft treten und bei 10 bis 20 SGD pro Tonne CO2-Emission liegen. Die Steuer würde laut Experten ungefähr 30 bis 40 Großemittenten treffen und könnte indirekt die Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen fördern.

​Mit einem Anteil von über 95 Prozent bildet flüssiges Naturgas Singapurs primäre Energiequelle, was vor allem auf die geografischen und klimatischen Bedingungen zurückzuführen ist. Singapur hat daher weniger die Anwendung, sondern vor allem die Förderung von Forschung und Entwicklung von Technologien zur sauberen und nachhaltigen Energiegewinnung im Auge. In diesem Bereich gibt es zahlreiche Förderprogramme und Vorzeigeprojekte. So etwa auf Semakau Island, einer kleinen Insel vor Singapurs Küste. Hier errichtet Engie SA in Kooperation mit Singapurs Nanyang Technological University und Schneider Electric SE ein Microgrid (unabhängiges Stromnetz), das auf integrierter Energiegewinnung aus Wind, Solar, Gezeiten und einem Wasserstoff-Speichersystem basiert. Derartigen Insel-Lösungen wird viel Potenzial in Südostasien vorausgesagt, wo es ca. tausend bewohnte Inseln ohne Anbindung an herkömmliche Stromversorgung gibt.


Für die eigene Stromerzeugung kommt in Singapur als Alternative zu den fossilen Brennstoffen eigentlich nur Solarenergie in Betracht. PV wird auf Hausdächern und Fassaden sowie als schwimmende Inseln in den Wasserreservaten installiert. Der Stadtstaat hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 mindestens 5 Prozent der Stromnachfrage über Solarenergie zu bedienen, was einer Leistung von 350 MWp entsprechen würde. Neben den Förderprogrammen zur Technologieentwicklung könnte auch die angedachte CO2-Steuer dazu beitragen, Strom aus Erneuerbaren Energien in Singapur attraktiver zu machen.

 

 7. Branchentreffen Erneuerbare Energien

 Aus dem Newsletter

Kontakt

Contact Person Picture

Dr. Paul Weingarten

Partner, Niederlassungsleiter

+65 62 3867 70
+65 62 3866 30

Anfrage senden

 Online-Marktplatz für EE-Projekte

Um die Website zu personalisieren und Ihnen den größten Mehrwert zu bieten, verwenden wir Cookies. Unter anderem dienen sie der Analyse des Nutzerverhaltens, um herauszufinden wie wir die Website für Sie verbessern können. Durch Nutzung der Website stimmen Sie ihrem Einsatz zu. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.
Deutschland Weltweit Search Menu