Scaling Solar Senegal – 1. Ausschreibungsrunde beendet und erste Schritte der Projektentwicklung in Entwicklungsländern – woher kommt das Geld?

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  • Scaling Solar Senegal – 1. Ausschreibungsrunde beendet

Die erste Ausschreibungsrunde für PV-Projekte unter dem Scaling Solar Programm im Senegal ist mit dem Zuschlag zweier Projekte über insgesamt 60 MWp abgeschlossen worden. Insgesamt wurden 14 Angebote von 8 der 13 qualifizierten Bietern eingereicht. Der Zuschlag ging nach Informationen der Electricity Sector Regulatory Commission (CSRE) an Engie in Kooperation mit Meridiam mit Preisen von 3,80 Cent/kWh für den Standort Kahone bzw. 3,89 Cent/kWh für den Standort Touba.

 

  • Erste Schritte der Projektentwicklung in Entwicklungsländern – woher kommt das Geld?

Der bei der Projektentwicklung in Entwicklungsländern höheren Schwelle zur Prüfung der Machbarkeit vor Ort wird u.a. von zwei konkreten Förderprogrammen entgegengewirkt, die im Folgenden beispielhaft miteinander verglichen werden.


Mittels der Förderung von Machbarkeitsstudien über die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG, Teil der KfW Bankengruppe) werden deutsche sowie europäische Unternehmen (Jahresumsatz bis 500 Millionen Euro) bei konkreten vorbereitenden Tätigkeiten zur Realisierung eines Investitionsvorhabens in den Bereichen Infrastruktur und Erneuerbare Energien unterstützt. Voraussetzung für eine Förderung ist weiterhin, dass sich das Vorhaben in die Zielsetzungen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit integrieren lässt.


Die Förderung erfolgt mittels direkter Zuschüsse von bis zu 50 Prozent der Kosten für die Machbarkeitsstudie bis maximal 200.000 Euro. Die Mittel stammen aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Für die Antragstellung steht ein Musterformular zur Verfügung.


Einen Schritt weiter sollten Projekte bereits für eine Antragstellung im Rahmen des ElectriFI-Programmes sein. Das von der EU sowie Power Africa finanzierte Programm stellt Risikokapital in Form von Fremdkapital, „Quasi-Equity”, Eigenkapital und Garantien in Schwellen- und Entwicklungsländern zu Marktkonditionen zur Verfügung. Mittels der ElectriFI-Mittel soll eine Projektfinanzierungsreife erreicht werden. Die Finanzierungsvarianten und Rückzahlungsmodalitäten können dem erwarteten Cashflow des Projekts entsprechend strukturiert werden und das Programm stellt Finanzierungsmittel auch für risikoreichere Projekte zur Verfügung.


Zielsetzung des Programmes ist die Förderung von Projekten im Bereich der Erneuerbaren Energien mit dem Fokus auf dezentrale Lösungen. So sollen je Projekt mindestens 1.000 neue Stromanschlüsse realisiert werden. Weitere Förderkriterien betreffen die installierte Leistung, geschaffene Stellen, Leverage Effekt auf das eingesetzte Kapital sowie eingespeiste Treibhausgase.


Mittel werden ab einer Untergrenze von 500.000 Euro bis maximal 10 Millionen Euro vergeben. Auf Antrag kann auch eine Mittelzusage in Landeswährung erfolgen. Eine Antragstellung war bislang ausschließlich im Rahmen von Ausschreibungsrunden möglich. Aktuell stellt das Programm auf eine durchgehende Antragsmöglichkeit um, sodass in Kürze wieder Anträge eingereicht werden können.


Beide Programme haben damit eine entwicklungspolitische Komponente, die allerdings bei der DEG deutlicher ausgeprägter ist. Unterschiede in den Programmen liegen weiterhin in der „Reife” der Projekte, diese müssen für eine Finanzierung unter dem ElectriFI-Programm bereits deutlich fortgeschrittener sein. Auch stehen hier diverse Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung, ausgeschlossen ist jedoch die Möglichkeit der direkten Zuschüsse wie sie für das das DEG-Programm vorgesehen sind.


Antragstellungen im Rahmen von Machbarkeitsstudien in Entwicklungsländern konnten wir bereits erfolgreich mitbegleiten und stehen Ihnen hier sowie bei der Sondierung weiterer Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten gerne beratend zur Seite.

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Maria Ueltzen

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