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USA5 Fragen, 5 Antworten. S. A. de Kock, CPA und Partner bei Rödl & Partner in den USA, gibt eine Einschätzung zur aktuellen Lage für deutsche Unternehmen in den USA.
 
 

1. Wie ist die derzeitige Konjunkturlage in den USA einzuschätzen?

Nach einer frustrierend langsamen Erholung von der schweren Rezession (2007-2009) prognostiziert das CBO (Congressional Budget Office) eine solide wachsende US-Wirtschaft 2014 und in den kommenden Jahren. Das reale BIP (d.h. inflationsbereinigt) wird voraussichtlich um rund 3% zwischen dem 4. Quartal 2013 und dem 4. Quartal 2014 steigen, einer der größten Anstiege seit fast einem Jahrzehnt. Trotz dieser positiven Nachrichten schätzt das CBO, dass die Wirtschaft in den kommenden Jahren weiterhin erhebliche ungenutzte Arbeits- und Kapitalressourcen (oder „slack”) aufweisen wird. Obwohl ein Rückgang der Arbeitslosenquote vorhergesagt wird, geht das CBO von einer anhaltenden Quote von 6% bis zum Jahr 2016 aus. Trotz der bestehenden Unsicherheit innerhalb der globalen Wirtschaft zeigt eine aktuelle Umfrage eines international renommierten Beratungsunternehmens bei mehr als 200 Privatunternehmern, dass für das Jahr 2014 mit einem Anstieg der Umsätze um durchschnittlich 8,5% gerechnet wird. Dieser Wert ist etwa das Dreifache des prognostizierten US-BIP-Wachstums für 2014 und weist darauf hin, dass Unternehmen in privatem Besitz auch weiterhin die US-Wirtschaft anführen werden.
 

2. Wie würden Sie das Investitionsklima beschreiben?

Der German American Business Outlook 2014 (herausgegeben von den Deutsch-Amerikanischen Handelskammern) zeigt, dass das Wachstumspotenzial der deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen noch nicht ausgeschöpft ist: Deutsche Firmen vertrauen darauf, dass die Transatlantische Handels- und Investment-Partnerschaft (TTIP) künftige Investitionen anregen wird. Die Mehrheit der Studienteilnehmer gab an, nach einer erfolgreichen Einführung des TTIP expandieren sowie Neueinstellungen vornehmen zu wollen. Einhergehend mit der kontinuierlichen Verbesserung der amerikanischen Wirtschaft wächst auch die Innovationsbereitschaft der befragten Unternehmen – so gaben 31 % an, neue Produktlinien auf den Markt bringen zu wollen. Gleichzeitig planen 75%, ihre Mitarbeiterzahl 2014 zu erhöhen.
 

3. Welche Erfahrungen machen deutsche Unternehmen momentan in den USA?

Die aktuellen Ergebnisse des German American Business Outlook 2014 zeigen, dass der wirtschaftliche Optimismus deutscher Tochterunternehmen in den USA ein Fünfjahreshoch erreicht hat – ganze 98% erwarten 2014 eine positive Geschäftsentwicklung. Deutsche Unternehmen in den USA beschäftigen rund 581.000 Arbeitnehmer – sie weisen seit Jahren stetiges Wachstum auf und blicken deshalb positiv in die Zukunft.
 

4. Was ist die größte Herausforderung für einen deutschen Unternehmer in den USA?

Neben diesen Erfolgsaussichten beleuchtet der German American Business Outlook 2014 ebenso Herausforderungen für deutsche Unternehmen, beispielsweise die andauernde Fiskalproblematik in den USA. Diese wurde in der Studie als eine der Hauptherausforderungen identifiziert, für die deutsche Unternehmen eine baldige Lösung begrüßen würden. Der Fachkräftemangel in den USA betrifft nahezu 50% der befragten Unternehmen. Aus diesem Grund arbeiten die Deutsch-Amerikanischen Handelskammern gemeinsam mit der Deutschen Botschaft seit 2012 an der „Skills Initiative”. Ziel der Initiative ist es, das in Deutschland erfolgreiche duale Berufsausbildungssystem in US-Regionen mit einer hohen Dichte an Unternehmen aus dem Bereich der modernen Fertigungstechnologien zu etablieren. Fachkräfte in den Bereichen Technik und Ingenieurswissenschaften werden vorrangig gesucht. Das ist kein Wunder, da diese Fachkräfte maßgeblich an Innovationen beteiligt sind, die Schlüssel des Erfolges und Wachstums der Unternehmen sind. Die Nutzung neuer Technologien durch diese Fachkräfte ermöglicht es Unternehmen, in kürzerer Zeit mehr zu realisieren.
 

5. „Die 5 Goldenen Regeln für Ihr Geschäft in den USA”

1. Passen Sie ihre Produkte bzw. Dienstleistungen auf den US-amerikanischen Markt an.
2. Behandeln Sie ihre Kunden, als wären sie am Unternehmen beteiligt.
3. Gewinn vor Umsatz.
4. Ihr Cashflow ist Ihr Lebenselixier.
5. Stellen Sie gute Mitarbeiter ein, denn sie machen das Geschäft.
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zuletzt aktualisiert am 07.05.2014
 
 

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