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Erfolgreich investieren in Dänemark

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zuletzt aktualisiert am 19. Mai 2021 | Lesedauer ca. 3 Minuten

 

 

 

Wie schätzen Sie die aktuelle wirtschaftliche Lage in Dänemark ein?

Dänemark ist aufgrund einer expansiven Finanzpolitik, die geschlossene Unternehmen unterstützt, einer umfang­reichen digitalen Infrastruktur sowie eines flexiblen Arbeitsmarktes und der Industrie relativ gut durch die Covid-19-Pandemie gekommen. Das Land hat im Jahr 2020 einen Rückgang des BIP von 3,3 Prozent erlitten, was vergleichsweise zu anderen europäischen Volkswirtschaften sehr wenig ist. Auch der dänische Arbeitsmarkt hat im Vergleich am wenigsten gelitten.

Die Krise hat gezeigt, dass die dänische Industrie weniger empfindlich auf Konjunkturschwankungen reagiert und bereits Anfang 2021 war die Branche wieder auf dem Vorkrisenniveau. Obwohl das Risiko besteht, dass die Zahl der Insolvenzen steigt, wenn die Hilfspakete und andere Liquiditätsprogramme auslaufen, wird allgemein erwartet, dass das Wachstum im Laufe des Frühjahrs zurückkehrt, wenn die meisten Beschränkungen schrittweise aufgehoben werden.  Die Erfahrungen aus der Wiedereröffnung im Sommer 2020 zeigen, dass die wirtschaftliche Aktivität schnell wiederauflebt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Dänemark im Vergleich zu anderen Ländern einen kleinen Rückschlag erlitten hat. Sobald die Beschränkungen aufgehoben sind, wird das Land schnell zur Normalität zurückfinden.


Wie würden Sie das Investitionsklima in Dänemark beschreiben? Welche Sektoren halten das größte Potential bereit?

Dänemark befindet sich ununterbrochen unter den Top 5 der „Ease of doing business”-Liste der Weltbank, die Länder danach einstuft, wie einfach es ist, Unternehmen zu gründen und zu betreiben. Verglichen mit den allgemein starken wirtschaftlichen Zahlen Dänemarks im Vergleich zu anderen Ländern scheint es offensichtlich, dass das Land eines der besten Investitionsklima der Welt hat. Dänemark ist bestrebt, in wissensbasierte und hochtechnologische Zukunftsbranchen zu expandieren und legt dabei großen Wert auf Forschung und Entwicklung sowie grüne Energie. Darüber hinaus beherbergt Dänemark einige der bewusstesten Verbraucher, die bereit sind, mehr für „grüne” und nachhaltige Produkte zu bezahlen. Sektoren, denen Experten ein großes Wachstumspotenzial bescheinigen, sind u.a. IT, Pharmaindustrie, Nachhaltigkeit und grüne Energie.


Welchen Herausforderungen steht ein deutscher Unternehmer beim Engagement in Dänemark gegenüber?

Die vorübergehende Reisebeschränkung, wonach Reisende nach Dänemark einen anerkennenswerten Zweck haben müssen und einen negativen Covid-19-Test, der nicht älter als 24 Stunden sein darf, vorweisen müssen, ist derzeit die größte Herausforderung; jedoch ist die Einschränkung nur vorübergehend.

Allgemeiner ausgedrückt: Eine der Herausforderungen für deutsche Unternehmen, die sich nach Dänemark wagen, könnte der Unterschied zwischen dem dänischen und dem deutschen Arbeitsmarkt sein. Der Unterschied besteht hauptsächlich darin, dass der dänische Arbeitsmarkt sehr flexibel ist und nur wenigen Gesetzen unterliegt, gleichzeitig aber mehr Tarifverträge gelten. Die Gewerkschaften sind daher sehr weit verbreitet und einflussreich. Sie versuchen z.B. den Import ausländischer Arbeitskräfte zu stoppen, um das im europäischen Vergleich relativ hohe Lohnniveau zu sichern, insbesondere zum Schutz ungelernter Arbeitskräfte.

Zudem können die dänischen Steuervorschriften für Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine Herausforderung sein. Wenn eine Betriebsstätte in Dänemark eingerichtet wird, ist der Arbeitgeber verpflichtet, Steuern abzuziehen und abzuführen. Darüber hinaus müssen ausländische Dienstleister ihre Aktivitäten in einem speziellen Register (dem RUT-Register) registrieren. Tun sie das nicht, droht dem Unternehmen eine Geldstrafe von 10.000 Dänischen Kronen (DKK).

Mit dem richtigen Berater sind die Herausforderungen nicht gravierend und die dänische öffentliche digitale Infrastruktur macht es einfach, die notwendigen gesetzlichen Registrierungen etc. zu erfüllen.


Welche Möglichkeiten bietet die grenzüberschreitende Öresundregion für Investoren?

Gemeinsam hat die Öresundregion die Corona-Krise sehr gut überstanden und es wird erwartet, dass die Wirtschaft schnell wieder zur Normalität zurückkehrt. Die Öresundregion ist ein Tor zu Europa. Bisher haben sich über 300 Hightech-Unternehmen in der grenzüberschreitenden Region angesiedelt, von denen ca. 100 im Biotech-Sektor tätig sind. Der Zugang sowohl zum dänischen als auch zum schwedischen Markt bringt viele Vorteile mit sich, z.B. Steuervorteile, größere Märkte, in die man einsteigen kann, und die Möglichkeit, hochqualifizierte Mitarbeiter einzustellen.
 

Wie wird sich Dänemark Ihrer Meinung nach entwickeln?

Die dänische Wirtschaft hat solide Voraussetzungen für die Anpassung an dauerhaftere Veränderungen der Nachfrage und der Produktionsmethoden aufgrund der Krise. Das Land hat einen flexiblen Arbeitsmarkt, der in der Lage ist, sich an wirtschaftliche Konjunkturen anzupassen, und einen Wohlfahrtsstaat mit einer starken digitalen Infrastruktur, der bereit ist, in den privaten Markt zu investieren. Solche Faktoren werden zu einer schnellen Erholung führen. Die dänische Wirtschaft wurde im Jahr 2020 vom Weltwirtschaftsforum als eine der anpassungs­fähigsten Volkswirtschaften bewertet. Folglich wird Dänemark im Zusammenhang mit Covid-19 eine solide wirtschaftliche Entwicklung haben.

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