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Besonderheiten beim Verhandeln mit deutschen Mittelständlern für russische Investoren

PrintMailRate-it

zuletzt aktualisiert am 2. Februar 2022 | Lesedauer ca. 2 Minuten

  


 

Welche Besonderheiten erwarten russische Unternehmen, die in Deutschland ein inhabergeführtes Unternehmen übernehmen oder sich daran beteiligen?

Obwohl russische Unternehmen bereits insgesamt mehrere Milliarden Euro in Deutschland investiert haben, gibt es ihnen gegenüber nach wie vor Vorbehalte. Mit der Ukraine-Krise und den dadurch verhängten Sank­tionen haben sie sich nochmals verstärkt. Es gilt also, Überzeugungsarbeit zu leisten, um den Mittelständler für das Investment zu gewinnen.
 
Für Investoren aus Russland ist insbesondere die rechtliche Regelung von Unternehmenskäufen in Deutsch­land komplexer. Dabei ist es wichtig, möglichst einen zweisprachigen (deutsch-russischen) Rechtsanwalt hinzuzuziehen, der auch Erfahrungen mit den Auswirkungen von in Deutschland verhandelten Vertragsinhalten auf die russische Muttergesellschaft hat.

Zwar sind kartellrechtliche Vorbehalte auf nationaler und europäischer Ebene ernst zu nehmen, ansonsten hat aber der Staat in Deutschland nur in absoluten Ausnahmefällen Einfluss auf die Vertragsverhandlungen. Die Bundesregierung kann laut Außenwirtschaftsgesetz ausschließlich dann eine Übernahme verhindern, wenn sie den „Schutz der öffentlichen Ordnung” (also die Staatssicherheit) gefährdet sieht.
  

Was ist zu beachten, wenn russische Unternehmen mit deutschen Mittelständlern verhandeln?

Um Vorurteile ab- und Vertrauen aufzubauen, sollten sich russische Unternehmen bei Verhandlungen mit deutschen Mittelständlern auf die andere Mentalität einstellen: Statt spontaner Entschlüsse stehen die Gründlichkeit und detaillierte Ausarbeitung des Angebots im Vordergrund. So kann Verlässlichkeit vermittelt und eine erfolgreiche Übernahme vorbereitet werden. Bei inhabergeführten Familienunternehmen steckt häufig viel „Herzblut“ im Betrieb, sodass auch die emotionale Komponente bei Verhandlungen berücksichtigt werden sollte. Ein Unternehmenskauf bedeutet häufig die Veräußerung des Lebenswerks, der Inhaber verhandelt daher im Interesse „seiner” Mitarbeiter, um für sie möglichst Beständigkeit und Sicherheit für die Zukunft zu erreichen.

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Alexey Sapozhnikov

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