Festplattenausfall durch Lärm: IT-Notfallkonzepte vorher testen

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Man kann es kaum glauben: Die heute so hochgezüchteten Festplatten nehmen es nicht nur übel, wenn sie fallen gelassen werden, sondern sie sind auch empfindlich gegen jedwede Erschütterung und so folglich auch gegen Lärm. Stecken die Festplatten in großen Serverracks und diese wiederum in der Rechnerzentrale, so muss man heute einiges an Kreativität bei der Entwicklung von Notfallkonzepten mitbringen. Die Notfallszenarien müssen regelmäßig getestet werden.
 
Was ist passiert? In Rechenzentren besteht eine erhöhte Brandgefahr. Mögliche Brandrisiken, wie defekte Netzteile oder fehlende Kühlung, sind nicht zu unterschätzen.
 
Zur Eindämmung der Risiken wurden Anlagen entwickelt, die mit Stickstoff löschen, um keine Hardware zu beschädigen. Laut heise.de ist bei einem Test solch einer Löschanlage ein Rechenzentrum ausgefallen. Wie das?
 
Üblicherweise wird das Gas in Zylindern geliefert, um im Brandfall unter hohem Druck den Raum innerhalb von Sekunden mit Gas zu fluten. Das löste beim Probealarm einen lauten Knall aus, der einen vorrübergehenden Festplattenausfall verursachte.
 
Laut der Forschung von Corporate Technology nehmen Festplatten bereits ab 110 Dezibel durch den hohen Schallpegel und die dadurch ausgelösten Vibrationen Schaden. Die Festplattenköpfe finden durch die Vibration ihre Spuren nicht wieder. Das kann auch zu einem Totalausfall führen.
 

Was kann man aus einer solchen Meldung auf das eigene Unternehmen übertragen?

Das Management sollte sich bewusst sein, dass IT ein wesentlicher Bestandteil und Stützpfeiler eines Unternehmens ist. Viele unterschätzen die Risiken eines Ausfalls.

  1. Ein Notfallkonzept bzw. ein -handbuch soll sicherstellen, wie man auf IT-Ausfälle und Katastrophen richtig reagiert. Das Konzept ist so aufzubauen, dass sich die Verantwortlichen nicht erst im Notfall Gedanken machen müssen, was zu tun ist. Hier geht zu viel Zeit verloren und die Gefahr, im Stress Fehler zu machen, ist zu hoch.
     
  2. Die Maßnahmen im Notfallhandbuch müssen immer aktuell sein und regelmäßig getestet werden. Das Beispiel zeigt, dass selbst der Test wohl überlegt und in ein Zeitfenster gelegt werden sollte, das den Normalbetrieb nicht gefährdet.
     

Rödl & Partner empfiehlt konkret:

  • Überprüfen Sie, ob Sie ein aktuelles Notfallkonzept bzw. -handbuch haben. Bauen Sie eines auf, wenn das Vorliegende nur einen rudimentären Anschein erweckt.
  • Lassen Sie sich den Testverlauf der letzten 24 Monate aus der IT geben. Lassen Sie sich zeigen, wie die Test-Planung der nächsten 12 Monate aussieht. Gab es Vorfälle und wie wurde darauf seitens der IT reagiert?
  • Haben Sie Zweifel, dann ist es angeraten, ggf. in verschiedenen Stufen die eigene Position im Umfeld von IT- und Datensicherheit zu bestimmen.
     
     zuletzt aktualisiert am 07.10.2016
     

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