Interview: Unsere Oracle In-Memory Tests mit SAP-Lösungen verbesserten die Performance deutlich

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​​​​​​​​​​​​​​Rödl & Partner ist Hosting-Partner von Villeroy & Boch.​​Der saarländische Keramikhersteller Villeroy & Boch verwendet seit langem SAP-Lösungen und kombiniert diese mit Datenbanklösungen des US-Herstellers Oracle. Rödl & Partner ist Hosting-Partner von Villeroy & Boch: Die IT-Experten schlugen eine testweise Einführung der Oracle Database In-Memory-Technologie vor. Ziel war es herauszufinden, welche Verbesserungen im Bereich SAP BW möglich sind. ​​Klaus Lehnen leitet den Bereich SAP-Technologie in der IT-Operations-Sparte von Rödl & Partner. Im Interview schildert er, wie die Tests verliefen und was ihre Ergebnisse waren.


Herr Lehnen, welche SAP-Lösungen setzt die Villeroy & Boch AG in welchen Geschäftsbereichen ein? Wie viele SAP-Nutzer gibt es dort?​​​

Villeroy & Boch setzt für viele Geschäftsprozesslösungen SAP ein: Dies sind unter anderem CRM, ERP, BW, Retail, HCM, SCM und eine zentrale SAP-Portallösung. Darüber hinaus setzt das Unternehmen auf neue Innovationen im SAP-Umfeld wie Fiori Apps. Die Anforderung an die Verfügbarkeit liegt weltweit bei 24/7 für zirka 2.500 Benutzer. Die gesamte SAP-Landschaft wird zentral in Deutschland betrieben und weltweit verfügbar gemacht. 


Wie kam die Zusammenarbeit mit dem Kunden im Bereich Oracle Database In-Memory zustande?​

Villeroy & Boch wollte seine BW-Auswertungen und Berichte beschleunigen. Da wir rund 60 Prozent unserer Systeme mit Oracle betreiben und hier über weitreichendes technologisches Wissen verfügen, lag es nahe, die neue in-Memory-Technologie von Oracle einzusetzen. Im Herbst 2015 wurden von uns erste Grundlagen-Tests der Oracle Database In-Memory-Technologie durchgeführt, später dann in Verbindung mit SAP BW und im März 2016 weitere Tests in Kombination mit SAP CRM. Die Ergebnisse waren in allen Szenarien sehr gut.​

Wie verliefen diese Tests?​​

Für die SAP BW Landschaft in Verbindung mit der Oracle 12 In-Memory Funktion wurde im ersten Schritt eine Hardwarelandschaft aufgebaut, die 1:1 mit der aktuellen Produktionslandschaft identisch war. Lediglich der Hauptspeicherbereich wurde dabei erweitert. Danach wurde eine Systemkopie des produktiven SAP BW Systems erstellt sowie ein Upgrade von Oracle 11g auf Oracle 12c durchgeführt. Anschließend wurde die Option für Oracle Database In-Memory aktiviert. Die Aktivierung erfolgte durch einfache neue Datenbankparameter sowie einer Auswahl an bestimmten Tabellen für In-Memory. Eine Migration der Inhalte dieser Tabellen war dabei nicht erforderlich. Abschließend erfolgten die eigentlichen Tests der Anwendung.


Wie sahen die Ergebnisse der Tests aus?​

​Bei den Datenbankabfragen wurden erhebliche Performance-Verbesserungen erzielt und die neuen Antwortzeiten bei Query-Abfragen des SAP BW Systems waren hervorragend. Bei Queries auf Info-Cubes mit umfangreichen CO-PA Daten liefen die Abfragen mit Faktor 33 mal schneller, Abfragen mit der Transaktion LISTCUBE waren sogar bis zu einem Faktor 4800 mal schneller. Auch die geringen Aufwände bei der Einführung der Oracle Database In-Memory-Technologie bezüglich Hardware und Projektaufwand konnten voll überzeugen. Die gesamte Einführung samt Aufbau der Landschaft und inklusive Oracle Upgrade dauerte 3 Tage. 


Wie half das Projekt Villeroy & Boch ​weiter? Sind weitere Schritte geplant?​

Villeroy & Boch hat sich auf unsere Empfehlung hin​ für den produktiven Einsatz von Oracle In-Memory entschieden, da Verbesserungen im Bereich der Systemperformance und eine deutliche Beschleunigung der Businessprozesse eindeutig nachgewiesen wurden. Die produktive Einführung für SAP BW und CRM ist für das zweite Quartal 2016 geplant.​


Herr Lehnen, vielen Dank für dieses Gespräch.​


 

Klaus Lehnen ist Associate Partner bei Rödl & Partner im saarländischen Mettlach. Der Leiter SAP Technologie ist Diplom-Ingenieur Elektrotechnik im Fachbereich Automatisierungstechnik –​ er kann auf über 25 Jahre Erfahrung im SAP Technologie Umfeld und deren unterstützen Datenbanken zurückblicken. Seit über 5 Jahren ist er für Rödl & Partner im Outsourcing-Umfeld tätig und hat sich vorher u.a. mit der Zentralisierung von komplexen weltweiten verteilten SAP- und non-SAP Infrastrukturen beschäftigt.

 
Sie haben Fragen zu den IT-Outsourcing-Dienstleistungen von Rödl & Partner? Kontaktieren Sie Klaus Lehnen (+49 [6864] 8906 - 1452 oder per E-Mail​) – er ist gerne für Sie da.​


 

 

zuletzt aktualisiert am 01​.06.2016​

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Klaus Lehnen

Leiter Competence Center SAP Technologie

Associate Partner

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