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SAP in der Logistik: Optimierte und beschleunigte Warenströme

PrintMailRate-it

veröffentlicht am 18. Juli 2018

 

Viele Unternehmen fragen sich heute angesichts der Losgröße-1-Diskussion, der ständigen Reduktion der Liefermengen und der fortschreitenden Aufteilung der Wertschöpfungskette über Outsourcing, wie sie die Kosten in den logistischen Prozessen entlang der gesamten Wert­schöpfungs­kette stabil halten oder weiter reduzieren können. Auch ist heute ein beschleunigter Materialfluss durch äußere Einflüsse wie Staus, Baustellen und überfüllte Straßen oft nur schwierig einzuhalten. Die Kapitalbindung steigt; die Lieferketten werden anfälliger für Störungen.
 
SAP in der Logistik
     

SAP bietet innerhalb seiner Module Funktionen an, die helfen, viele der Probleme in den Griff zu bekommen. In der Industrie sind Lieferketten häufig hochautomatisiert und individualisiert. Große Produktionsvolumen und Massenfertigung erlauben prozessuale Optimierungen und Investitionen in individuelle IT-Lösungen.

 
Im Mittelstand, in dem Flexibilität und Geschwindigkeit ein hohes Maß an Konkurrenzfähigkeit bewirken, sind die Automatisierungsgrade der Datenverarbeitung entlang der Wertschöpfungsketten oft schwächer ausge­prägt.

 
Das führt häufig zu negativen Wechselwirkungen im Bereich des Daten- und Materialflusses. Die einge­troffene Lieferung ist verfügbar, muss aber erst über manuelle Buchungsmethoden eingelagert und verfügbar gemacht werden. Eine Auslieferung verzögert sich auch durch eingeschobene Qualitätsprü­fungen und die mangelnde Synchronisierung von Prozessen. 
 

SAP bietet mit Hilfe von Modulen wie Materials Management (MM), Sales & Distribution (SD), Logistics Execution (LE) und Warehouse Management (WM) Optionen an, nicht wertschöpfende Zeiten zu reduzieren. Hilfsmittel wie Handling Units und Verpackfunktionen in der Lieferung und im Transport ermöglichen bei der Einbindung der Lieferkette eine deutliche Beschleunigung der Warenströme. Operative Verfahren wie Pick and Pack, Place-by-scan oder Place-by-voice helfen ebenfalls, Zeit und Kosten zu sparen. Dazu tragen standardi­sierte Prozesse in der Beschaffung mit Einbindung der Lieferanten, durchdachte Produktionsprozesse mit Lager- bzw. optimierter Ablieferung und auch die Einbindung der finalen Auslieferung bei.

 

Beschaffungsprozesse

Bei der Beschaffung kann die Anlieferung in LE genutzt werden, um Dispositionsinformationen schneller und sicherer zu verarbeiten. Darüber hinaus können an den Lieferanten gegebene Handling-Unit-Nummern helfen, Waren direkt mittels eines automatisiert generierten WM Transportauftrages per Place-by-voice oder Place-by-scan einzulagern, um Liegezeiten im Wareneingang zu eliminieren. Die in SAP WM eingela­gerte Ware ist nun auch ohne Zwischenschritte auslieferfähig oder für die Produktion verfügbar. Die SAP MM Wareneingangs­buchung und Vereinnahmung im SAP WM erfolgt vollautomatisiert.

 
Im Idealfall kann eine Anlieferung gleich zum Warenausgang durchgeschleust werden.

 
Produktionsprozesse

Die produzierte Ware geht im Idealfall vom Band zum Kunden und kann fakturiert werden. Das ist jedoch nicht immer möglich. Konsolidierungen mit anderen Waren sind nötig. Verschiedene Produkte folgen in weiteren Produktionschargen. So bleibt oft nur die Einlagerung. Zuvor erfolgt noch die Qualitätsprüfung und schon wurden erneut nicht wertschöpfende Zeiten generiert. Oft ist auch die produzierte Ware so nicht lagerfähig und muss umgepackt, gesplittet oder gekennzeichnet werden. Auch der geeignete Stellplatz wird manuell vergeben. Ein direkt in eine Handling Unit (HU) integrierter Produktionsprozess kann hier eventuell helfen. Als letzter Schritt erfolgt das Verpacken in eine HU; das kann mit Hilfe von lageroptimierten Verpackvorschriften in SAP auch automatisiert werden. Die Erstellung der passenden Labels erfolgt ebenfalls als integrierte Aktion über die Nachrichtensteuerung zu den HUs. Place-by-voice schließt sich an. SAP führt den Lageristen.

 

Auslieferprozesse

Im Prozess der Auslieferung der Ware vom Lager wird zuerst die Lieferung zum Kundenauftrag erzeugt; im Anschluss erfolgt die Warehouse-Abwicklung mit Transportaufträgen. Oft muss nun konsolidiert werden und die Ware liegt im Versand. Final erfolgt die Verpackung des Liefergutes, bevor die Übergabe an die Spedition erfolgt. Zur korrekten Bereitstellung der Ware an den Transporteur wird sie noch gewogen und es werden weitere Informationen gesammelt. Der Kunde vereinnahmt final die angelieferte Ware ebenfalls manuell.

 
Mit SAP besteht auch die Option, mit Pick & Pack Verfahren viele Prozessschritte zu vereinen. Die Verpack­funktion der Lieferung und des Transportes bietet die Möglichkeit, die konsolidierte Ware mit Hilfe von Handling Units so zu verpacken, dass einige Schritte der Abwicklung von SAP übernommen werden und sich der Gesamt­prozess deutlich beschleunigt. Ebenfalls können die Pack- und Lieferinformationen durch die Auslieferung an den Kunden übertragen werden und die Vereinnahmung wird vereinfacht und beschleunigt. 

 

Fazit

Das Denken in Wertschöpfungsketten und die Standardisierung von Prozessen beschleunigen Warenströme und verringern die Kapitalbindung. Der Einbezug von Geschäftspartnern und die Nutzung von SAP-Funktionen können jedem Unternehmen helfen, Material- und Informationsströme zu synchronisieren und nicht wertschöpfende Zeiten und Tätigkeiten in der Wertschöpfungskette zu eliminieren.

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